Dresden-Marathon

Dresden-MarathonGestern fand in Dresden der 9. Morgenpost-Marathon statt, an dem ja mein Kumpel und Läufer-Idol teilnahm. Nach seinem Marathon-Debüt 2005 in München (03:01:54 h, Platz 259) und dem Hamburg-Marathon diesen Jahres (02:50:47 h, Platz 213), wollte er eine Zielzeit von 02:40:00 h anvisieren. Doch die Voraussetzungen waren denkbar ungünstig. Bereits einen Monat vor dem Wettkampf bekam er muskuläre Probleme, was natürlich bedeutete, daß er sein Training nicht voll durchziehen konnte. Und dann kam auch noch sehr schlechtes Wetter am Wettkampftag hinzu. Die erste Hälfte lief mit 01:21:37 h noch richtig gut. Doch in der zweiten Hälfte mußte er mit 01:33:37 h dem schlechten Wetter und der nicht optimalen Vorbereitung Tribut zollen. Dennoch kam er mit einer tollen Zeit von 02:55:15 h ins Ziel, was Platz 40 bedeutete. Davon können ich und viele viele andere ein Leben lang nur träumen. Zwar hat er sein Ziel nicht erreicht, aber unter den Voraussetzungen war dies auch nur sehr schwer möglich. Ich ziehe meinen Hut und habe größten Respekt vor dieser Leistung. Vielleicht klappt es beim nächsten Marathon. Leider konnte ich noch nicht mit ihm darüber reden, aber das holen wir bei einem gemütlichen Regenerationslauf nach.

4 Kommentare zu “Dresden-Marathon

  1. Schmacko

    DANKE Christian und Laura für das Daumen drücken und die aufmunternden Worte…

    Am gestrigen Tag, dem 21.10.2007, musste ich eine Erfahrung machen, die eigentlichem jedem Wettkämpfer einleuchtend erscheinen sollte: bei widrigsten Bedingungen, egal in welcher Sportart, ist es nahezu unmöglich eine (persönliche) Bestleistung zu erzielen.

    Darüber hinaus machte ich allerdings noch den Fehler, meine Bestzeit nicht einfach nur steigern, sondern sie pulverisieren zu wollen. Mein neuer Trainingsaufbau für die Zeit von 2:40:00h startete 16 Wochen vor dem Wettkampftermin, die unmittelbare und damit intensivste Zeit der Vorbereitung acht Wochen vor dem gestrigen Sonntag.

    Ich musste einsehen, dass für diese Art der Steigerung einfach alles hätte passen müssen. Davon waren meine Voraussetzungen, aber auch die äußerlichen Umstände weit entfernt. Speziell die muskulären Probleme in den Wochen 12 bis 15 gegen Ende der Wettkampfvorbereitung machten mir doch schwer zu schaffen, darüber hinaus sind Außentemperaturen von ca. 2°C, eine enggeführte Strecke (mit Kopfsteinpflaster, Straßenbahnschienen und Verkehr), starker Regen und Wind nicht gerade die optimalen Bedingungen, um eine derartige Leistungssteigerung zu erbringen.

    Ein Läufer mit der entsprechenden Marathonerfahrung hätte diese Einflüsse dazu verwendet, die einzig richtige Entscheidung zu treffen und die Zielzeit dementsprechend anzupassen. Übertragen auf die gestrige Situation bedeutet das, meine Zielzeit entsprechend auf 2:50:00h anzupassen – so schwer es einem auch fällt. Ich dachte an das harte Training, die Opfer, die Entbehrungen – all das sollte ich aufgeben bzw. mein Ziel verändern? Wegen des Wetters? Der Verletzungssorgen? Die einzige richtige Antwort darauf wäre gewesen: JA! Zumindest war es fahrlässig in das Rennen zu gehen und diese leistungsbeeinflussenden Einflüsse zu ignorieren, um mein großes Ziel zu erreichen.

    Das war mein Hauptfehler!

    Unter Berücksichtigung meiner Renntaktik bin ich weder zu schnell angegangen, noch bin ich zu unrhythmisch gelaufen. Geplant war eigentlich eine stärkere zweite Hälfte (wie in Hamburg). Daher ist die HM-Zeit von 1:21:37h absolut in Ordnung; geplant hatte ich eine 1:21:09h. Die Fünf-Kilometerzeiten bis zu diesem Zeitpunkt staffeln sich folgendermaßen: 19:30 (1-5), 19:16 (6-10), 19:10 (11-15), 19:28 (16-20). In der zweiten Hälfte rechnete ich mit einer 1:18:47 – von der ich gestern meilenweit entfernt blieb. Aus irgendwelchen Gründen konnten meine Beine nicht mehr das umsetzen, was mein Kopf und das Herz-Kreislaufsystem (Pulsgraph war bis zu diesem Zeitpunkt in Ordnung) eigentlich drauf hatten. So folgen den oben aufgeschlüsselten Fünf-Kilometerzeiten eine 19:19 (21-25), 20:18 (26-30), 23:38 (! 31-35), 24:40 (!!! 36-40). Erst während der letzten beiden Kilometer des Rennens konnte ich wieder einigermaßen vernünftige Zeiten erzielen. Die letzten 15 Kilometer waren sehr, sehr hart… selten habe ich die Kilometeranzeige so herbeigesehnt wie während dieser letzten Stunde.

    Trotzdem: ich liebe sportliche Herausforderungen und gerade diese Erfahrungen im Grenzbereich sind das Salz in der Suppe. Gestern war nicht MEIN Tag – das wird mich allerdings nicht daran hindern können, weiter an mir zu arbeiten, um vielleicht bereits beim nächsten Marathon triumphieren zu können.

    Und nun freue ich mich auf den zwanglosen Regenerationslauf mit Christian…

    So long,
    Schmacko

  2. Heiko

    He super Bericht, und bestimmt eine gute Erfahrung. Das klappt das nächste mal bestimmt. Bin stolz auf dich. Mit der Geschwindigkeit wird die Auswahl des Fahrradbegleiters schon dünn.

    H 🙄 eiko

    coole Socke 😎

  3. Brennr Autor des Beitrags

    Danke Schmacko für Deinen tollen Bericht. So ein Marathon muß eine echte Erfahrung sein. Ich freue mich jetzt um so mehr auf mein Debüt im nächsten Jahr. Der Regenerationslauf hat echt Spaß gemacht. War super interessant, Dir zuzuhören.

    Christian 😎

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