Bericht „KSC Schlossparklauf 2008“

KSC Schlossparklauf 2008Heute habe ich am 15. KSC Schlossparklauf in Karlsruhe teilgenommen. Mein Ziel war es, die 9,9 Kilometer lange Strecke unter 50 Minuten zu finishen. Tja, was soll ich sagen, nach 49’57“ kam ich ins Ziel! Eine Punktlandung sozusagen!

Hier mein Bericht:

Um 9.00 Uhr bin ich aufgestanden und habe ein leichtes kleines Frühstück zu mir genommen. Anschließend packte ich meine Sachen und fuhr los zum Wildparkstadion in Karlsruhe, wo der Lauf statt fand. Da es dort genügend Parkplätze gibt, brauchte ich mir keinen Stress machen. Um 10.15 Uhr kam am Wildparkstadion an, zog meine Laufsachen an und machte mich auf zum „Nackten Mann“ (Statue vor dem Stadion), wo ich mich mit Daniel traf (er lief nicht mit, da er sich nicht mehr anmelden konnte). Wir plauderten übers Laufen und natürlich auch über sein Marathon-Debüt. Ich holte dabei noch meine Startnummer und mein Teilnehmer-Shirt ab und wir machten uns auf Richtung Start. Ich positionierte mich rotzfrech in der ersten Reihe und Daniel begab sich zu den Zuschauern. Die schnellen Läufer (z.B. Simone Maissenbacher) kamen ganz zum Schluss und stellten sich vor mich, wodurch ich dann „nur noch“ in der zweiten bzw. dritten Reihe war. Egal, ich hatte eh nicht da vorne zu suchen. Aber ich nahm mir fest vor, nach dem Start niemanden zu behindern.

Der Startschuss fiel und ich musste richtig rennen, um nicht von hinten überrannt zu werden. Das war echt übel. Das Tempo ging ich gezwungenermaßen über einen Kilometer mit. Erst dann konnte ich auf die Seite gehen, um den anderen Platz zu machen. Ich hielt bis dahin niemanden auf. Das war mir wichtig. Ich wollte halt unbedingt mal bei der Elite stehen und starten.

Die Strecke führte vom Wildparkstadion in den Schlosspark und zurück ins Wildparkstadion. Das Ganze musste man dreimal absolvieren. Die erste Runde war ich auf Grund des Starts sehr schnell unterwegs. Nach zwei Kilometern sprach mich ein Läufer auf die Schreibweise meinen Domain bzw. meines Namens an. Nachdem er mir seinen Namen verriet, wusste ich auch warum. Er hieß Sven Brenner, also ein Namensvetter (PS: Glückwunsch zu Deiner Zeit!). In der zweiten Runde fand ich dann meinen Rhythmus. Gegen Ende der zweiten Runde und Anfang der dritten Runde hatte ich einen kleinen Hänger, aber die letzten zwei Kilometer zog ich das Tempo dann nochmal richtig an. Mir war nämlich bei Kilometer 8 bewusst, dass es sehr knapp werden könnte. Im Wildparkstadion musste ich dann noch eine Runde laufen, bevor ich mit einer Zeit von 49’57“ ins Ziel kam. Im Zielbereich waren einige Zuschauer, u.a. auch auf der Haupttribüne. Es waren zwar nicht sehr viele, aber sie feuerten alle Läufer richtig gut an.

Im Zielbereich entdeckte ich dann auch gleich Daniel, der während des Laufs fleißig Bilder von mir machte. Das fand ich echt super von ihm. An dieser Stelle nochmal vielen Dank. Ich trank einen warmen Tee und war mit meiner Leistung echt zufrieden. Sehr unzufrieden war ich jedoch mit meinem Nike+, da ich eine Abweichung von 880 Metern hatte. Dabei kalibrierte ich den Sensor extra noch auf eine Geschwindigkeit von 5 min/km, welche ich letztendlich eigentlich auch lief. Ich kapier es nicht. Es muss endlich eine Forerunner her. Diese extremen Abweichungen nerven total und ich kann mich absolut nicht mehr an dem System orientieren.

Unter den Läufern war auch die Siebenkämpferin und Olympia-Teilnehmerin von Peking Jennifer Oeser dabei. Daniel und ich entdeckten sie im Zielbereich und ich fragte sie, ob Daniel ein Foto von ihr mit mir zusammen machen dürfte. Sie war nett und hatte nichts dagegen. Danach machten ich mich mit Daniel auf zum Parkplatz. Vor dem „Nackten Mann“ machte ich dann noch ein Bild von „meinem“ Fotografen. Ich denke, wir werden uns bald mal wieder sehen. Danach fuhr ich nach Hause freute mich auf die wohlverdiente Dusche.

Distanz: 9,9 km
Zeit: 49’57“
Gesamtplatzierung: 337 (von 799)
Altersklasse M30: 79 (von 160)

15 Kommentare zu “Bericht „KSC Schlossparklauf 2008“

  1. Benjamin

    Cooler Bericht. Und Herzlichen Glückwunsch. Ich wäre auch gerne dabei, aber der 35er am Samstag hat mich sooo weggehauen, das nichts mehr ging :mrgreen: Beim nächsten lauf bin ich wieder dabei, versprochen 😀

  2. Gerd

    Hallo Christian,
    Glückwunsch zu deinem tollen Lauf.
    Du siehst ja richtig entspannt aus, auf den Bildern. Wie bei einer kleinen Jogging-Tour. 😉

  3. Lutz

    Erstmal Glückwunsch zur erreichten Zielzeit.
    Die Abweichung sollte durch deine verschiedenen Tempi schon zu erklären sein.
    Am Anfang legst du los wie die Feuerwehr, also weit unter dem Schnitt von 5min/km und und mittendrin bei deinem „Hänger“ wird die Zeit über 5min/km gelegen haben. Da nützt es dir auch nichts wenn die Durchschnitts-km Zeit am Ende passt.
    Weiterhin viel Spaß beim Laufen!

  4. Hannes

    Ziel erreicht, wunderbar. Herzlichen Glückwunsch, und das trotz eher mäßiger Laufeinteilung. Ganz vorne zu starten wirkt sich meistens bei uns Mittelmaß-Läufern eher negativ aus – auch wenn es zum Erleben ganz nett ist.
    Aber es hat ja trotzdem geklappt. Super Punktlandung 😉

  5. Marek

    Glückwunsch zur Punktlandung! Das mit dem schnellen Losrennen am Anfang funktioniert ja meist nicht bei uns „Normalos“. Dafür reicht einfach die Puste nicht, um das Tempo durchzulaufen. Und 10km können am Ende auch ganz schön lang werden…

  6. Brennr Autor des Beitrags

    Vielen Dank für die Glückwünsche! 😀
    Dieser Lauf hat mir richtig gut getan. Es war im Nachhinein absolut richtig, mal wieder an einem Wettkampf teilzunehmen. Ich war im Training endlich wieder motiviert und hatte ein Ziel vor Augen. Und dass ich dann auch noch mein Ziel erreicht habe, macht mich natürlich sehr glücklich. Der Lauf war keine Qual, sondern hat von Anfang bis Ende tierisch Spaß gemacht. Auf zum nächsten Wettkampf! 😛

    @ Lutz
    Aber hätte sich das am Ende nicht ausgleichen müssen? Hinzu kommt, dass ich laut Anzeige SportBand nie über 5 min/km gelaufen bin, sondern deutlich darunter. Laut Zielzeit hatte ich jedoch ein durchschnittliches Tempo von 5:03 min/km. Und das, obwohl ich den Sensor auf dem Laufband auf 5 min/km kalibriert habe. Tja, ist nun der Sensor ungenau oder das Laufband? 🙄

  7. Lutz

    Ich denke das es am Sensor liegt. Denn der denkt ja du läufst gleichmäßig. Aber gleichmäßig war der Lauf ja 100%ig nicht. Ich hab keine Erfahrung mit Nike+, aber wenn ich mit meinem Polarsender so ungleichmäßig bzw. in einem anderen Tempo als bei der Kalibrierung laufe kommt es auch zu Abweichungen. Diese Ungenauigkeiten muss man aber bei solchen Sensoren einplanen, denke ich.

  8. Brennr Autor des Beitrags

    @ Lutz
    Ich bezweifle, dass das Teil denken kann. Aber genau deswegen müsste sich das ja am Ende ausgleichen. Egal, ich werde demnächst eh auf GPS umsteigen.

  9. breiti

    Glückwunsch !! Habe auch meinen ersten Halbmarathon super knapp in der Zielzeit geschafft (1:59:57) 😉 schon lustig wie gut das manchmal klappt, oder?

  10. Brennr Autor des Beitrags

    @ breiti
    Danke! Dir auch Glückwunsch zum erreichten Ziel!
    Wenn es so knapp ist, dann ist die Freude um so größer. 😀

  11. Severina

    Hm, ich bezweifle, dass es möglich ist, niemanden zu behindern, wenn man seinen Startplatz nicht der Leistung entsprechend wählt.
    Wie viele andere, die wie ich im mittleren/hinteren Feld gestartet sind, musste ich die ersten 2/3 Minuten durch die Engen traben, bis es richtig losging.

  12. Brennr Autor des Beitrags

    @ Severina
    Glaub mir, ich bin über einen Kilometer Vollgas gelaufen und habe mich nach und nach an die Seite orientiert, ohne dabei die nachfolgenden Läufer zu behindern. Ich musste dabei hochkonzentriert sein. Lieber hätte ich meinen Lauf total versaut, als dass ich nur einem Läufer im Weg gewesen wäre. Dennoch werde ich sowas nicht noch einmal machen. Ist einfach zu anstrengend.

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