Test: Nike LunarTrainer

Nike LunarTrainerSeit dem „Nike Running Media Event“ habe ich den Drang, schnell oder zumindest flott zu laufen. Das liegt wohl an dem LunarTrainer, den ich diese Woche testen durfte. Ein verdammt leichter und dynamischer Schuh, mit dem man einfach nicht langsam laufen kann. Zumindest ist es mir nicht gelungen. Benjamin und Daniel haben ihn schon länger und sind auch begeistert. Hier mein kurzer Testbericht:

Design:
Es gibt nur ganz wenige Schuhe, die so aus dem Rahmen fallen bzw. nicht dem Standard-Design von Laufschuhen entsprechen. Vor allem die breite Sohle im grellen Gelb sticht förmlich heraus. Der Rest des Schuhs ist bis auf das Nike-Logo an der Seite schneeweiß. Irgendwie schlicht, aber dennoch sehr auffällig.

Dämpfung:
Als Dämpfungsmaterial wird Lunarlite verwendet, das aus der NASA Entwicklung stammt. Lunarlite ist ein neues Mittelsohlenelement aus EVA und Nitrilkautschuk, gefertigt in einem patentierten Produktionsprozess. Es ist 30% leichter als druckgeschäumtes EVA / Phylon. Die Außensohle ist aus Carbon / Duralon und erinnert ein wenig an die Nike-Free-Modelle. Die Dämpfung ist sehr angenehm; nicht zu hart und nicht zu weich. Der Druck wird durch das Lunarlite-Material gut auf den ganzen Fuß verteilt. Selbst für mich mit meinen derzeit 96kg ist die Dämpfung zumindest auf Strecken bis 10km völlig ausreichend.

Abrollverhalten & Passform:
Das Obermaterial ist aus einem dünnen und leichtem Mesh-Material, das jedoch überraschend guten Halt bietet. Vor allem den Fersenbereich finde ich super gemacht. Ich hatte sofort einen tollen Halt. Kein Rutschen oder Drücken, nichts. Die Zunge ist aus dünnem, weichem Leder, die sich richtig super anfühlt. Ich fühlte mich in diesem Schuh vom ersten Moment an richtig wohl. Der Schuh ist recht flach, was ein dynamisches Abrollverhalten verursacht. Die schnelle Dämpfung trägt zudem einen großen Teil dazu bei. Die Sohle ist vor allem im Zehenbereich recht flexibel.

Einsatzgebiet:
Der LunarTrainer ist meiner Meinung nach ein Trainings- und Wettkampfschuh für Läufer, die einen schnellen und leichten Schuh suchen. Ideal für Normalläufer, aber auch bei einer leichten Überpronation für kurze Läufe ok. Je schwerer man als Überpronierer ist, desto kürzen die Strecke, für den man ihn nutzen kann. Für mich ist er für schnelle Läufe bis 10km geeignet. Leichtere Läufer können ihn auch im Marathon einsetzen.

Preis:
Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 130€. Ich finde den Preis akzeptabel, da man dafür nicht nur einen schnellen Wettkampfschuh erhält, sondern auch einen leichten Trainingsschuh, der für einen Lightweight-Schuh lange halten könnte. Zumindest macht er den Anschein.

Fazit:
Der LunarTrainer ist meiner Meinung nach ein gelungener und außergwöhnlicher Leichtgewichtschuh, der sowohl im Training, als auch im Wettkampf eingesetzt werden kann. Das Laufgefühl ist anfangs etwas ungewöhnlich, aber mit der Zeit sehr angenehm. Wie gesagt, für mich könnte ich ihn mir für Läufe bis 10km vorstellen. Bestzeiten garantiert! Ich hätte zuvor nicht gedacht, dass ich so gut mit ihm zurecht komme. Mal sehen, vielleicht werde ich mir mal ein Paar davon zulegen. Lust dazu hätte ich. 😀

11 Kommentare zu “Test: Nike LunarTrainer

  1. Brennr Autor des Beitrags

    @ Uwe
    Nein, das waren alles Testschuhe aus einem Promotion-Bus, mit dem sie wohl auch zu Laufveranstaltungen fahren, denk ich mal. Es wäre wohl aber auch des Guten etwas zuviel gewesen. Wobei, schade eigentlich. 😉

  2. Hugo

    Das klingt ja ganz vielversprechend, von dem Schuh habe ich noch gar nie etwas gehört. Den werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen.

  3. Fabian

    Hat hier eigentlich noch einer einen Nike+ Sensor, den er nicht mehr braucht oder einen Tipp, wo man einen günstig herbekommt? Eine lange Lebensdauer haben die ja nicht gerade und meinen „Winterschlaf“ hat er nicht überlebt 😉
    brennr gibt über meine Kontakt-Anfrage leider keine Antwort …

  4. Hugo

    Ich werde mir die Nike Schuhe einmal genauer ansehen, wobei, einen reinen Wettkampfschuh werde ich mir wohl nicht zu legen, da bin ich noch zu langsam 😉

  5. Daniel

    @fabian

    ich habe noch einen den ich nicht mehr benötige, ist auch noch relativ neu. bin auf den forerunner umgestiegen. der sensor ist knapp 200km gelaufen worden.

  6. Brennr Autor des Beitrags

    @ Fabian
    Eine Mail von Dir habe ich nicht erhalten. Ist wohl im Spam-Ordner gelandet. 🙁 Ansonsten hätte ich Dir natürlich geantwortet. Mein Sensor hat inzwischen einige Kilometer auf dem Buckel. Ich nutze ihn noch für ein paar Challenges. Den Sensor gibt es aber mittlerweile auch einzeln für 20€ zu kaufen.

  7. Fabian

    @Daniel: Ich habe über deinen Blog dir eine Nachricht zugeschickt.

    @Brennr: Für einen 2x3cm großen Ship, der nach ein paar Monaten ausfällt und kein Batterietausch möglich ist, sind mir 20 Euro schon zu viel 😉

  8. Fabian

    Ich hatte vor dieses Jahr wieder voll durchzustarten; wollte mit meinen Blog wieder ordentlich durchstarten, hatte vor meinen ersten Halbmarathon in Bonn zu machen (in ca. 9-10 Wochen) und und und. Über den Herbst und Winter bin ich überwiegend nach dem Training bei McFit direkt auf dem Laufband gelaufen, nun aber wollte ich ein wenig mehr Buch über meine Laufe machen.
    Wahrscheinlich muss ich mir doch den Sensor wieder kaufen 🙄

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