Einmal Heidelberg und zurück (26.5km)

Alte Brücke Heidelberg (© sano7 - Fotolia.com)Heute stand ich vor der Entscheidung, ob ich beim „Cross am Ring“ teilnehme oder alleine einen langen Lauf in Angriff nehme. Ich entschied mich für Letzteres, da ich für den StrongmanRun auch viele Kilometer am Stück „fressen“ muss.

Bis 14:30h war es trocken und bewölkt. Doch kaum lief ich los, fing es an zu nieseln. Ok, mir soll es recht sein. Bei schönem Wetter kann ja jeder laufen. Im lockeren Tempo ging es Richtung Neckar, um dort entlang bis nach Heidelberg zu laufen. Mein Ziel war die „Alte Brücke“. Bis dorthin sind es ca. 13 Kilometer. Je näher ich Heidelberg kam, desto mehr nahm der Regen zu. Ist auch kein Wunder, denn wenn es regnet, dann bleiben die Wolken in Heidelberg hängen.

Ab Kilometer 5 lief ich hinter einem jungen Pärchen, das glücklicherweise das gleiche Tempo lief. Für mich lief es sich dadurch viel leichter, da ich mich an sie „hängen“ konnte. Leider bogen sie nach 3 Kilometer ab. Egal, am Neckar laufen ist auch alleine schön. Und so lief ich weiter bis nach Heidelberg zur „Alten Brücke“. Bis dahin (Kilometer 13) hatte ich keine Probleme. Erst auf dem Rückweg (ab Kilometer 16) merkte ich, dass Laufen bei Regen anstrengend sein kann. Ich war total durchnässt und meine Schuhe waren auch nass. Ich befürchtete Blasen. Aber ich hatte Glück und bekam keine.

Ab Kilometer 20 wollte ich nur noch heim. Zu dem Regen kam jetzt nämlich auch noch Gegenwind dazu. Ab Kilometer 24 tat ich mich dann doch recht schwer. Der Lauf hatte Kraft gekostet. Aber ich biss auf die Zähne und lief weiter. Noch einmal über die Brücke und dann noch ein Kilometer bis nach Hause. Sehr erschöpft, aber auch voller Stolz kam ich nach 26.5km bzw. 2:40’24“ (6’03″/km) daheim an. Die Beine schmerzten und ich ging sofort unter die heiße Dusche. Das tat sooooo gut. 🙂
PS: Meine Waage zeigte 2,5kg weniger an.

Ich denke, meine Entscheidung war richtig.

Die Details zum Lauf gibt es auf Garmin Connect.

12 Kommentare zu “Einmal Heidelberg und zurück (26.5km)

  1. Gerd

    Tolle Leistung.
    Es gibt nichts schöneres als nach so einer anstrengenden Tour den Erfolg und eine heiße Dusche zu genießen. 😀
    Ich gehe mal davon aus das Du während des Laufes nichts getrunken hast. Dann sind 2,5kg bei dieser Streckenlänge schon drin.

  2. Benjamin

    Sauber Christian, jetzt weisst Du aber wie es mir auf Hawaii ging. Nach 2km hatte ich regen, da würden die Deutschen denken, dass die Welt unter geht. Es hat so geschifft, dass man permanent in einer Pfütze gelaufen ist. Aber man muss alles mal erelbt haben :mrgreen: Lieber jetzt als später beim Wettkampf. Man ist aber immer froh, wenn man sich selber (Innere Schweinehund) besiegt hat oder??

  3. Marek

    Klasse, 26,5km sind doch schon eine sehr ordentliche Strecke. Ich bin auch schonmal am Neckar gelaufen (irgendwo in Stuttgart, kann das sein)…echt schön da.

  4. Yogi

    Hey Christian,
    das war genau die richtige Entscheidung im Sinne des Strongman.
    Ein etwas ruhigeres Tempo wäre auch ok gewesen.
    Wir sehen uns in Weeze, Yogi

  5. Marco

    Was das Wetter betrifft, das kann man sich leider nicht aussuchen … aber am StrongMan wirst du ja sowieso auch nass … da macht ein bisschen Regen auch nichts aus 😉

  6. Torsten

    Toller Lauf, da macht das „bisschen“ Regen auch nix aus und dein Körper gewöhnt sich schon mal an die widrigen Verhältnisse des Strongman Runs.

  7. Hannes

    Ich denke auch, dass deine Entscheidung richtig war. Ein schönes Training für die Beine und für den Kopf, denn das Wetter klingt ungemütlich. Aber das kann und darf dir nichts anhaben. Scheint es ja auch nicht. Wunderbar.

  8. Jörg

    Glückwunsch für die „Plage“. Ich habe mir auch was schönes am Sonntag gegönnt. In der Vorbereitung auf den Stockholm Marathon habe ich den 2. Halbmarathon meiner kurzen Laufgeschichte absolviert. Nun mir ging es Ähnlich wie Dir, ich hatte aber viele „Zugpferde“ an die ich mich hängen konnte. So schaffte ich es meine letzte HM Zeit um ganze 20Minuten zu verbessern. Siehe Bericht: http://www.mit40-42.de – Bienwald Marathon Kandel.
    Nächster STOP – Stockholm-Marathon 2009

  9. Brennr Autor des Beitrags

    @Gerd: Richtig, ich habe während des Laufs nichts getrunken. Ich wollte mich ein wenig quälen. 😉

    @Benjamin: Dass Regen auf Hawaii übel sein kann, glaube ich Dir gerne. Vor allem noch bei diesem Klima. Mein innerer Schweinehund hatte gestern keine Chance. Ich wollte mit ihm Gassi gehen. 😆

    @Marek: An einem Fluss zu laufen finde ich immer schön. Ist irgendwie beruhigend und entspannend. Hinzu kam noch das schöne Heidelberg, wo ich immer gerne bin.

    @Yogi: Mit dem Tempo stimme ich Dir zu. Bei einem langen Lauf kann es ruhig noch etwas langsamer sein. Fällt mir aber immer schwer.

    @Marco: Eben. Deswegen habe ich ja auch geschrieben „mir soll es recht sein“. 🙂

    @Torsten: Ich bin mir jedoch sicher, dass es beim StrongmanRun noch etwas unangenehmer sein wird. 😐

    @Hannes: Du sagst es. Es war sowohl für die Beine, als auch für den Kopf gut. Die Beine mussten mal wieder richtig was leisten und der Kopf musste den inneren Schweinehund bekämpfen. Nun wissen sowohl Beine als auch Kopf, dass sie es noch können.

    @Jörg: Ja, mit Zugpferden ist es einfacher. Da läuft es sich einfach leichter. Freut mich, dass es mit dem Startplatz für Stockholm nun doch noch geklappt hat. 😀

    @Matthias: Nein, ist keine Absicht. Vor ein paar Tagen wurde bei Garmin Connect etwas geändert. Könnte also noch ein Bug sein.

    @Uwe: Danke Uwe, darauf wollte ich auch gerade hinweisen. 🙂

  10. Yogi

    Beim StrongmanRun wirds nicht noch etwas unangenehmer 😉
    Ich hab letztes Jahr die Wasserlöcher als Erfrischung empfunden. Außerdem wars ne gute Gelegenheit die Sonnenbrille wieder vom Schlamm zu befreien.
    Das wird Spaß pur! Vielleicht haben wir ja Glück und es schneit Ende März 😎

    Grüße aus Oberhausen, Yogi

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