Calli hat es geschafft!

Quelle: ironcalli.deIm September letzten Jahres hatte ich davon berichtet, dass Reiner Calmund (alias „Iron Calli“) innerhalb eines Jahres 30 Kilogramm abspecken und einen Halbmarathon walken möchte. Ersteres hat er zwar noch nicht ganz geschafft, dafür hat er vergangenen Sonntag den Halbmarathon in 3:56’07“ erfolgreich gefinished! Ich finde, das ist eine tolle Leistung. Vor allem wenn man bedenkt, wie viel Gewicht (137kg!) er die 21,1km mit sich rumschleppen musste. Klar, sonderlich schnell war er nicht. Aber wenn ich mir die Bilder anschaue, dann hat er sich schon gut quälen müssen, um ins Ziel zu kommen. Ich hatte ihm das zumindest nicht zugetraut. Hut ab, Calli! 😀

17 Kommentare zu “Calli hat es geschafft!

  1. Netzdetektiv

    @ Torsten Klares Veto zu Elton. Ich halte Leistung für nicht vergleichbar, dafür hängt zuviel voneinander ab. Besser getrennt honorieren, ohne jemanden dabei herabzuwürdigen.

  2. Daniel

    Ehrlich gesagt find ichs eher lächerlich als respektwürdig. Da spaziert einer in nem Funktionszelt 21 km durch die Pampa und gut 1 Dutzend Kamerateams laufen nebenher und filmen den Spaß. Was soll das?
    Ich fand Calli als Fußballmanager ganz in Ordnung, aber das ist m.M.n. nur noch peinlich.

    Ich hab ehrlich gesagt nur noch auf den Artikel von Achim Achilles gewartet und finde seine Reaktion darauf einfach nur herrlich.

    http://www.spiegel.de/sport/achilles/0,1518,625469,00.html

  3. Brennr Autor des Beitrags

    @Daniel: Wenn ein Promi am Start ist, sind immer Kameras dabei. So ist das nunmal. Wäre er unter 2 Stunden gelaufen, hättest Du Dich auch nicht darüber aufgeregt, oder? 😉
    Über die ganze Aktion lässt sich sicher streiten. Ich persönlich finde es eher gut, wenn ein prominenter „Dicker“ sich vornimmt, 30kg abzunehmen und einen Halbmarathon zu absolvieren. Er hat es geschafft. Und zwar mit 137kg auf den Rippen. Das hat zwar mit unserem Laufen nichts zu tun, aber ich denke, für schwergwichtige Menschen ist das schon eine große sportliche Leistung. Und wenn ich sehe, wie das Durchschnittsgewicht der Deutschen immer mehr zunimmt, dann kann ich eine solche Aktion nur gutheißen. Ich hoffe, dass sich einige davon motivieren lassen. Du wirst lachen, Elton war u.a. ein Grund, warum ich mit dem Laufen begonnen habe. 🙂
    PS: Achim Achilles ist das größte Lästermaul überhaupt. Der hätte ja sonst nix zu schreiben.

  4. Daniel

    Ich weiß gar nicht was ihr Kritiker immer habt; mit einem Gewicht von knapp 140 Kilogramm hat Calli auf den 21,1km doch genauso viel Energie verbraucht, wie ein 70kg leichter Sportler auf 42,2km. Und wenn ein solches Leichtgewicht einen ganzen Marathon in 3:56h finisht, würde keiner auf die Idee kommen und die Leistung in Frage stellen. Calli hat nun einmal das gleiche geleistet und verdient die gleiche Anerkennung. Auch sollte sich jeder mal überlegen, wie schnell er/sie denn wäre, wenn er/sie bei ’nem Halbmarathon in die linke und in die rechte Hand jeweils eine volle Kiste Bier nimmt und sich zudem noch einen schweren Rucksack aufsetzt.

  5. Daniel

    Wie du schon sagst „Über das ganze Aktion läßt sich sicher streiten“.

    Es geht mir auch nicht um die Kameras (logisch bei Promis) oder die Zielzeit, sondern eher darum, dass ich von solchen PR-Aktionen nicht viel halte. Er ist immernoch viel zu dick und noch lange nicht am Ziel. Wie es aussieht, wenn man da angekommen ist kann man z.B. toll im Blog von Lutz Balschuweit (http://balschuweit.de/blog2/) nachlesen. Und das ist dann m. M. n. auch eine Leistung die absoluten Respekt verdient.
    Es wird suggeriert das man ein halbes Jahr sich etwas bewegt und dann sportlich ist. So einfach ist es aber nicht, das wissen wir doch nur zu gut, oder?

    Übrigens hab ich mich nicht aufgeregt, sondern nur ein Kommentar zu deinem Artikel abgegeben 😉

  6. der ewige Anfänger

    Respekt vor der Leistung an sich habe ich schon, aber die Art, wie Herr Calmund sich hier in Szene setzt, finde ich auch völlig überzogen. Seien wir doch ehrlich: Von gesund aussehen und auch nur einigermaßen sportlich sein ist der Mann noch Jahre entfernt. Es gibt x Leute, die massiv abgespeckt haben und einen (Halb-) Marathon durchstehen, für die interessiert sich keine Sau. Wie schnell könnten die sein, wenn sich ein Haufen Sponsoren und ein Trainer- und Ärzteteam um sie kümmerten. Um es mal ganz provokativ zu formulieren: Wenn man zu fett für’s Dschungelcamp ist, muss man eben auf andere Art Aufmerksamkeit erregen.

  7. Chris

    Respekt, Leistung, Elton, Promi, Kameras hinundher und wieauchimmer. Mich freut es für Calli persönlich. Für ihn war es ein Ziel. Wenn man gesehen hat, wie er sich am Anfang zu den ersten Schritten quälen musste, kann man jetzt einen klaren Trainingseffekt sehen. Und das freut mich. Er hat jetzt etwas geschafft, was ihm vor 6 Monaten nicht möglich war.

  8. Brennr Autor des Beitrags

    @Daniel: Was Lutz anbelangt, stimme ich Dir voll zu. Echt beeindruckend, was er geschafft hat. Was jedoch die PR-Aktionen anbelangt, kann man streiten. Klar, Lutz hätte mehr Respekt verdient, aber den Calli kennt nunmal jeder. Und durch so eine Aktion ist die Chance größer, dass sich mehr Übergewichtige ein Beispiel an Calli nehmen. Klar, Calli zieht auch seinen Nutzen davon. Das hat Elton auch. Und wie gesagt, ich habe u.a. wegen Elton mit dem Laufen angefangen. Also war die Aktion nicht so schlecht. 😉

    @der ewige Anfänger: Ja, er ist noch weit von dem entfernt, was gesund wäre. Doch er hat einen Anfang gemacht und motiviert durch seinen Promistatus sehr wahrscheinlich andere, es ihm nachzumachen. Es orientieren sich nunmal viele an den Promis. Klar, es gibt sicher viele Nicht-Promis, die noch mehr geleistet haben. Aber für diese ist das Interesse (leider) nicht vorhanden. Ist schade, aber Fakt. Calli hätte im Dschungelcamp einen Vorteil: Er müsste keine Käfer usw. essen, da er genügend Reserven hat, um das Camp ohne Essen zu überstehen. 😆

    @Chris: So sehe ich das auch. 😀

  9. Matthias

    Nette Diskussion, aber glaubt wirklich einer, dass Calli das wegen einer Vorbildfunktion oder anderen höheren Beweggründen gemacht hat ? Hier geht es nur um eine PR-Aktion um die Marke „Calli“ wieder näher ins Rampenlicht zu bringen und das offenbar recht erfolgreich. In einem Monat ist er wieder Nichtläufer und nimmt wieder zu, wetten ?!
    Es ist nunmal so, dass wenn Du als Promi aktuell sein willst, aber keinen fortwährenden Posten hast, musst Du ab und an in die Schlagzeilen kommen, siehe z.B. Verona Pooth.
    Also die Aktion ist für mich persönlich unbedeutend, wie der berühmte Sack Reis, aber ich finde es klasse, wenn sich andere Personen von so etwas motivieren lassen und das meine ich ehrlich.

  10. Matthias

    „Früher gab es die sinnreiche Unterteilung in Sportwettbewerbe und Volkswandern. Die einen rannten gegen die Uhr, die anderen bewegten sich einfach. Heute ist alles irgendwie Marathon und verkommt zur Spottveranstaltung. Klamauk für alle oder Leistungsvergleich für einige Ehrgeizige – wohin laufen wir denn? “

    Hier hat Achim völlig Recht !

  11. Brennr Autor des Beitrags

    @Matthias: Und genau um Deinen letzten Satz geht es. Wenn sich andere dadurch motivieren, ist es egal, ob das der Calli nur macht, um im Rampenlicht zu stehen. Promis machen sowas immer aus Eigeninteresse. Aber für viele kann eine solche Promi-Aktion der Anstoß sein, selbst etwas zu tun. Ich selbst bin das beste Beispiel.

    @Matthias: Stimmt, in diesem Fall hat Achim völlig Recht. Marathon und Halbmarathon sind in meinen Augen Laufveranstaltungen. Aber bei einem Marathon das Ziel nach 2:45 zu schließen, ist in meinen Augen idiotisch. Laufen ist inzwischen ein Volkssport. Klar, dass die Leistungsspanne mittlerweise größer ist.

  12. TomWingo

    Calli hat es geschafft!

    Respekt vor diesem Maß an Cleverness. Die Vermarktungsmaschinerie läuft perfekt, das Laufen als sportliche Disziplin wird ins Lächerliche gezogen und vollkommen abgewertet.

    Als Fußball-Manager konnte er seine Finger nicht von fremdem Geld lassen, im neuen RealLife scheint er auch jede Chance, lärmig und lästig zu sein, nutzen zu wollen.

    Ich würde Calmunds Versuch, ein besseres Leben zu führen, ernster nehmen, wenn er das nicht durch einen eigenen Shop verkaufen würde, wenn er erst etwas leisten und dann plappern würde.
    Wenn Calmund sich darüber beschwert, dass manche Mitmenschen ihren Körper nicht zur „Inspektion“ bringen würden und sich damit zum Gerechten der Gesunden macht, dann frage ich mich, wer in aller Welt ihn so viele Jahre vollgestopft hat.

    Für mich ist er nie „gemütlich“ und „quirlig“ gewesen, sondern stets nur ein Aushängeschild egomanischen und egozentrischen Verhaltens.

  13. Eva

    Da das hier so zum Diskussionsthema wird: Die Art der Darstellung finde ich auch…unangenehm.

    Aber, wenn ich mal nur den Menschen betrachte: Ein extrem übergewichtiger Mann hat es geschafft, einen Halb-Marathon zu laufen. Da helfen auch keine Kameras oder Klatschpresse-Berichte. Laufen mußte er das selbst.

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