Joggerin im Wald ermordet!

© Thaut Images - Fotolia.comIm TV und eben auch bei den Running Twins habe ich von folgender schrecklicher Nachricht erfahren. Letzten Samstag wurde in Berlin im Stadtforst Spandau eine 39-jährige Joggerin ermordet. Schwerverletzt wurde sie von Passanten aufgefunden. Auf dem Weg ins Krankenhaus gab sie noch eine Täterbeschreibung ab, erlag dann aber ihren schweren Verletzungen. Sie war eigentlich zusammen mit ihrem Mann joggen, doch er lief voraus, während sie sich noch dehnte. Nur wenige Minuten später wurde die Frau von einem ca. 15-20-jährigen und 1,75m großen Mann mit einem Messer erstochen, der anschließend mit einem Fahrrad flüchtete. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Ich finde das total erschreckend, vor allem weil kein Tatmotiv erkennbar ist. Zwar sollte man als Frau eh immer vorsichtig sein, wenn man allein unterwegs ist, aber eigentlich aus anderen Gründen. Dabei wollte sie einfach nur Joggen gehen. Ich kann aber ehrlich gesagt nicht ihren Mann verstehen, der ohne sie losläuft. Ich würde meine Frau nie alleine im Wald lassen. Auf dem freien Feld ist das etwas anders, aber im Wald ist es einfach zu gefährlich, da sich solche Irren leicht verstecken können und die Tat keiner mitbekommt. Daher mein Rat an alle Joggerinnen bzw. Läuferinnen: Seid im Wald nie alleine unterwegs und hört keine Musik, um eure Umgebung besser wahrnehmen zu können. Zudem kann man ein kleines Pefferspray in der Hosen- oder Jackentasche mit sich führen. Im Ernstfall kann dies zum Lebensretter werden. Ich möchte keine Panik verbreiten, aber eine gewisse Sensibilität ist meiner Meinung nach gefragt. Doch auch als Mann sollte man immer ein Auge bzw. Ohr offen haben. Man weiß nie, was in einem solchen Irren vorgeht. Unabhängig davon ist es auch immer sinnvoll, wenn jemand weiß, wo ihr seid.
Es bleibt letztendlich zu hoffen, dass der Mörder gefunden wird. Aber die Chancen stehen gut, da bereits 50 Hinweise bei der Polizei eingegangen sind. Weitere Hinweise bitte bei der Mordkommission melden.

11 Kommentare zu “Joggerin im Wald ermordet!

  1. stevo

    Wirklich traurig was da in Spandau passiert ist. Ich hoffe die fassen den Kerl. Für den Ehemann habe ich aber auch wenig Verständniss, ich würde nicht auf die Idee kommen Frau/Freundin zurück zu lassen.

    Ich glaube ich muss lernen, auf meiner Waldrunde ohne Musik zu laufen. Soll ja eh viel schöner sein die Geräusche des Waldes zu genießen.

  2. TomWingo

    Zur falschen Zeit am falschen Ort … das ist wirklich tragisch und man kann sich nur wundern, wozu Menschen fähig sind. Was muss in solchen Menschen vorgehen, dass sie ihre Aggressionen auf diese bestialische Weise ausleben?

    Aber ich halte die Kritik am Ehemann der Getöteten für nicht unbedingt gerechtfertigt. Ich gehe auch gelegentlich mit meiner Frau laufen, da ich aber deutlich schneller bin und gewöhnlich etwas längere Runden laufe, kann es schon mal sein, dass ich noch einen Bogen mehr mache und wir uns dann wieder an einem Punkt treffen.

    Ich will nicht glauben und wahrhaben, dass wir in einer Welt leben, in der es Morde ohne Motiv gibt. Und dieser Ehemann ist sicher der gleichen Ansicht gewesen.

    Na ja, wir Menschen sind halt gutgläubig und nicht immer realistisch. Wir glauben an unsere Chance, den Jackpot im Lotto zu ziehen, wo die Chance 1:14.000.000 ist, aber wir verneinen die Gefahr, Opfer eines Verrückten zu werden, wobei da die Chance wahrscheinlich sogar höher ist.

    Aber deshalb sind wir Menschen, das macht uns aus …

    Ein stilles Gebet für die tote Läuferin und mitfühlende Gedanken an die Angehörigen.

    Herzlichst

    TOM

  3. Marco

    Traurige Welt, heutzutage 🙁 Da kann man (frau) nicht mal mehr joggen gehen …
    Und was den Mann angeht, einerseits wird er sich schon genug Vorwürfe machen, dass er seine Frau hinter sich liess, andrerseits kann man so was ja echt nicht voraussehen vorallem wenn sie schon immer ‚getrennt‘ joggen gingen.
    Ich hoffe die schnappen den Mistkerl 👿

    Als Frau ist man leider meist immer das Opfer, Männer sind meist stärker und (leider) oft triebgesteuert …

  4. Hannes

    Dem Mann Vorwürfe machen? Niemals. Es gibt ja auch genügend Frauen, die komplett alleine laufen. Da muss man sich meiner Meinung nach wirklich keine Vorwürfe machen, wenn man seine Frau kurz alleine lässt und schon vorläuft.
    Ich weiß ja nicht, zu welcher Zeit die unterwegs waren – aber normalerweise geht man ja nicht von einer so kaputten Welt aus.

  5. Matthias

    … soweit ich weiss, war das am Samstag vormittag in einem „Joggerwald“. Da rechnet doch echt keiner mit so einem kranken Jugendlichen ! Keinerlei Vorwürfe an den Ehemann, man muss doch alleine laufen können ?!
    Leider gibt es keinen Schutz gegen solch kranke Einzeltäter. Da kannst Du machen was Du willst, wenn so einer/eine losschlägt kann man nur noch hoffen …
    Nicht die Welt ist schlecht, denn so Leute gab es schon immer und wird es immer geben, nur dass das mediale Zeitalter solche Nachrichten schneller und weiter verbreitet. Deswegen bleibt es aber trotzdem eine unheimliche schlimme Nachricht. 😥

  6. Henrik

    Ja, es war ein Samstagvormittag zwischen 8 und 9 Uhr. Wahrlich keine ungewöhnliche Zeit für Läufer. Mit so einem Irrsinn kann man nicht „rechnen“, Vorwürfe an den Ehemann halte ich ebenfalls für nicht angebracht.

  7. Daniel

    So schlimm die Tat auch ist, aber einen Vorwurf dem Ehemann zu machen finde ich auch schwachsinnig. Dann dürfte man keine Kinder in die Schule schicken, denn es könnte ja ein ehemaliger Schüler durchdrehen usw. … und so könnt man noch einige Szenarien zusammenspinnen. Außerdem kenne ich auch viele Familien, wo durchaus nur die Frau Läuferin ist.
    Leider gibt es solche kranken Menschen die zu Dingen in der Lage sind, über kein Anderer einen Gedanken verliert und man kann nur hoffen, das Glück zu besitzen, so einem nicht zu begegnen. Ich mach mir manchmal auch beim Laufen über solche Dinge Gedanken und da läuft einen ganz schnell ein eiskalter Schauer über den Rücken. Wenn man selbst sehr glücklich mit seinem Leben ist (mir geht es nämlich gerad genau so) und dann einer der Familie jemand so Kranken begegnet, dann kann es ganz schnell ins Gegenteil umschlagen ohne das man was dafür kann …

  8. Brennr Autor des Beitrags

    Ihr habt Recht. Dem Mann sollte man keinen Vorwurf machen. Das wollte ich eigentlich auch nicht, zumal ich die tatsächlichen Umstände nicht kenne. Dennoch würde ich meine Frau nicht alleine im Wald laufen lassen. Auf dem Feld und gut frequentierten Wegen ok, aber im Wald nicht.

  9. Evchen

    Ich habe schon mal ähnlich beim ewigen Anfänger argumentiert, als es um den Herztod eines jungen gesunden Läufers ging: Man fühlt sich noch eher angesprochen, wenn solche Taten in einem Umfeld geschehen, das einem bekannt ist: Läuferin wird ermordert, Läufer fühlen sich angesprochen. Postbote wird vom Hund zerfleischt: Postboten und Hundebesitzer grübeln darüber.
    Wir leben mit unzähligen Gefahren und wären wir uns derer ständig bewußt und würden uns sorgen, könnten wir nicht leben. Es ist traurig und wir sollten einen Moment innehalten und dankbar sein, daß es uns gut geht. Es aber dann auch abhaken und weitermachen wie bisher.
    Ich als Frau laufe fast generell allein und eben auch weit ab von bewohnten Gebieten. Generell weiß aber immer jemand ungefähr, wo ich mich gerade befinde. Viel mehr kann ich m.E. nicht tun, außer in einer belästigenden Situation auf meine Ausdauer und meinen Verstand hoffen.

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