Laufband vs. Nachtlauf

Laufband vs. NachtlaufWer in den dunklen Wintermonaten unter der Woche auf das Laufen nicht verzichten möchte, jedoch tagsüber nicht die Möglichkeit dazu hat, der hat zwei Alternativen zu Auswahl. Entweder ab auf’s Laufband oder Stirnlampe auf und raus in die Dunkelheit. Nachdem ich letztes Wochenende recht euphorisch von meinen ersten beiden Nachtläufen zurück kam, sind mir heute auch die Nachteile bewusst geworden. Somit haben beide Alternativen ihre Vor- und Nachteile, die ich in Form einer Tabelle kurz aufzeigen und danach erläutern möchte.

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Möglichkeiten:
Das Laufband bietet sehr viele Möglichkeiten. Intervalle, Steigungsläufe, Tempotraining. Beim Nachtlauf ist man auf Grund der Dunkelheit etwas eingeschränkt. Zwar ist eine Stirnlampe sehr hilfreich, aber eine Sicht wie bei Tag ist niemals möglich. So kann man sich auch einmal vertreten. Bei hohem Tempo nicht ungefährlich.

Sicherheit:
An das Laufen auf dem Laufband gewöhnt man sich recht schnell und ist dann meiner Meinung nach auch recht sicher. Keine Löcher oder Steine, auf die man achten muss. Zudem ist man nicht alleine. Beim Nachtlauf ist genau das der Hauptnachteil. Alleine zu laufen ist nicht ohne. Als Frau sowieso. Aber selbst als Mann ist es nicht ungefährlich. Verletzt man sich, ist die Chance sehr sehr gering, dass jemand zufällig vorbeikommt. Daher ist es beinahe Pflicht, ein Handy mitzunehmen.

Kosten:
Um auf dem Laufband laufen zu können, muss sich entweder eins kaufen oder man geht ins Fitnessstudio. Beides kostet viel Geld. Eine Stirnlampe ist hingegen eine einmalige Anschaffung, die zudem nicht all zu hoch ist. Folgekosten (Batterien) sind gering.

Spaßfaktor:
Nicht jedem bereitet das Laufen auf dem Laufband Freude. Ich musste mich auch erst daran gewöhnen. Die Möglichkeiten und die Unabhängigkeit haben natürlich ihren Reiz. Doch gegen einen Lauf in freier Natur und frischer Luft kommt das Laufband nicht an. Zumindest nicht bei mir. Habe ich die Wahl, gehe ich raus.

Fazit:
Die Alternativen Laufband und Nachtlauf sind sehr unterschiedlich. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, was für ihn das Richtige ist. Ich kann mich mit beiden Alternativen anfreunden. Hauptsache, ich kann laufen. 😀

7 Kommentare zu “Laufband vs. Nachtlauf

  1. der ewige Anfänger

    Mmmh. Welche Möglichkeiten bietet denn ein Laufband, die ich draußen nicht habe? Dinge wie Intervall- und Tempotraining würde ich auch bei Tageslicht nur auf einer vernünftigen Strecke ohne Stolperfallen machen, insofern ist es eigentlich Wurst, ob man mit natürlicher oder künstlicher Beleuchtung läuft. Und inwiefern ist man auf dem Laufband unabhängig? Zum Laufen ziehe ich mir die Schuhe an und renne los – wenn ich nicht gerade ein Band im Keller habe, bin ich doch wesentlich abhängiger.

    Mir fehlen auch noch zwei Punkte in Deinem Vergleich: Der Ich-muss-mir-frisch-eingeölte-Türstehertypen-beim-Posen-vor-dem-Spiegel-anschauen-Faktor spricht ganz klar gegen das Laufband (zumindest im Fitnessstudio). Genau so wie der Stundenlang-auf-der-Stelle-laufen-macht-doof-Faktor.

  2. Hannes

    Ich würde Lars spontan bei seinen Argumenten zustimmen. Die Möglichkeit/Unabhängigkeit beim Laufband ist nur gegeben, wenn man eines wirklich immer zur Verfügung hat. Und auch wenn man im Dunkeln nicht viel sieht – wer seine Standardstrecken kennt, dürfte wohl auch dort ein schnelles Tempotraining wagen.

    Eigentlich sieht man daran aber auch nur, wie in diesem Falle Lars und Ich uns speziell in diesem Fall entscheiden würden: Ganz klar für den Nachtlauf an frischer Luft. Aber gut, dass das jeder selbst entscheiden kann 🙂

  3. logger

    Ich nutze seit vielen Jahren ein Laufband – steht im Souterrain.

    Die Steuerung von Intervallen und Crossläufen ist ziemlich punktgenau möglich auf Distanzen, Minuten und Steigungen. Das ist draußen sehr viel aufwändiger.

    Einen weiteren wichtigen Vorteil vom Laufband sehe ich darin, daß man zu Hause ist – also Radio hören kann, fernsehen, auf Kinder aufpassen, Handwerker reinlassen etc.

  4. Brennr Autor des Beitrags

    @der ewige Anfänger: Wenn man keine GPS-Uhr hat, dann ist mit dem Laufband schon ein gezielteres Training möglich. Ok, man kann seine Laufstrecke auch in Google-Maps vermessen, die Kilometermarken merken und mit Stoppuhr laufen. Aber ob man das so genau hinbekommt, ist fraglich. Mit Unabhängigkeit meinte ich eigentlich die Unabhängigkeit vom Wetter. Regen und Kälte ist nicht jedermanns Sache. Mir macht das nichts aus, im Gegenteil. Aber es gibt eben auch Jogger/Läufer, für die das nix ist.
    Dass wir uns nicht falsch verstehen, ich laufe verdammt gerne im Freien (bei jedem Wetter) und das auch so oft es geht. Doch als Pendler hat man oft auch ein Motivationsproblem. Ist man erst einmal zuhause, fällt es schwer, sich noch für einen Lauf aufzuraffen. Daher laufe ich auch ab und zu mal gerne nach der Arbeit auf dem Laufband im Fitnessraum meines Arbeitgebers.
    PS: Für Frauen ist ein Nachtlauf nicht unbedingt die beste Wahl bzw. empfehlenswert. Wobei das Fitnessstudio auch seine Nachteile hat (Türstehertypen & Co.).. 😉

    @Hannes: Es kommt halt auch darauf an, in welchem Zustand die Standardstrecke ist. Asphaltiert oder zumindest eben? Kein Problem. Unbefestigte Wege? Sehe ich etwas kritisch. Vor allem wenn man etwas angeschlagen ist (wie z.B. ich mit meiner empfindlichen Achillessehne). Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass ein Lauf in freier Natur durch nichts zu ersetzen ist. Das habe ich ja auch geschrieben. Doch wie gesagt, für manche gibt es auch gute Gründe, gelegentlich auf’s Laufband auszuweichen.

    @Heiko – Laufe Marathon: Ich schau dabei immer nebenher TV. Dann geht es eigentlich. Allerdings vergeht mir nach 7km auch irgendwann die Lust. Für längere Strecken ist das Laufband nichts. Zumindest nicht für mich. Aber für 5km ist es ganz ok.
    Nachtlauf ohne Lampe? Das glaube ich Dir, dass das lustig ist. 😆

    @logger: Das mit „auf Kinder aufpassen“ ist auch ein gutes Argument. Dies können aber glaub ich nur Väter bzw. Mütter nachvollziehen. Ich habe kein Laufband zuhause (hätte auch keinen Platz dafür), aber es wäre manchmal echt hilfreich. So bin ich immer darauf angewiesen, dass meine Frau auf den Junior aufpasst, während ich Laufen gehe. Wenn er etwas größer ist, kann er mich auf dem Fahrrad begleiten. Aber momentan ist für ihn die Strecke zu lang.

  5. Chris

    mein Fitnessstudio liegt direkt neben meiner Arbeitsstelle, daher gehe ich gern in der Mittagspause laufen. Im Winter war ich zwei, dreimal auch auf dem Laufband. Länger als eine Stunde habe ich aber auch nicht ausgehalten. Motivieren konnte ich mich nur mit Spielchen an der Tempo- und an der Neigungsschraube. Kommt für mich aber nur bei strömendem Regen oder Eisglätte in Frage.

  6. Daniel

    Ich hab ein Laufband zu Hause im Keller, würde allerdings immer versuchen draußen zu laufen. Das Argument von logger mit der Möglichkeit auf die Kinder aufzupassen ist für mich auch ein großer Vorteil. Wenn ich darauf laufe, schaue ich mir auch meist Filme an, die ich eh schon lange mal sehen wollte und wirke somit der Langeweile des auf der Stelle laufens entgegen. Es ist eine Alternative, aber auch nicht mehr oder weniger. Zu einem Fitnessstudio fahren, um da zu Laufen würde ich nicht, denn dafür wäre mir der Aufwand zu groß.

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