Test: Perwoll für Sport- & Funktionstextilien

Quelle: www.perwoll.deVor etwa einem Jahr hatte ich ein Problem mit meinen stinkenden Laufklamotten. Damals bekam ich den Tipp, diese mit einem speziellen Waschmittel für Funktionskleidung (Perwoll Sport) zu waschen. Das habe ich nun ein knappes Jahr lang getan und ich muss sagen, ich bin echt begeistert. Im Folgenden möchte ich kurz das Produkt vorstellen und von meinen persönlichen Erfahrungen berichten.

Beschreibung des Herstellers:
„Sport- und Funktionstextilien besitzen Eigenschaften, die individuelle Pflege-ansprüche mit sich bringen. Perwoll für Sport- und Funktionstextilien bietet die optimale Pflege für Ihre Sportkleidung, denn es reinigt und pflegt besonders intensiv und erhält Membranfunktionen wie Atmungsaktivität oder Wind- und Wetterschutz. Seine Frische-Formel befreit wirksam von unangenehmen Gerüchen und hinterlässt einen angenehm frischen Duft. Für ein gutes Gefühl beim Sport! Geeignet ist das neue Perwoll für Sport- und Funktionstextilien für Mikrofaser, Membran- und Mischgewebe sowie Baumwolle.“
(Quelle: www.perwoll.de)

Inhaltstoffe (gemäß Detergenzien-Verordnung):
Unter 5 % Phosphonate, Seife, 5 – 15 %: Anionische Tenside, nichtionische Tenside. Weitere Inhaltstoffe: Enzyme (Protease), Konservierungsstoffe (Methylisothiazolinone, Octylosothiazolinone), Tetramethylolglycoluril), Duftstoffe (Amyl cinnamal, Butylphenyl Methypropional, Citronellol, Hexyl cinnamal, Limonene). Enthält keine optischen Aufheller und kein Bleichmittel.

Anwendung:
Perwoll Sport ist wie jedes andere Flüssigwaschmittel zu benutzen. Die Dosierung ist auf dem Etikett auf der Flaschenrückseite zu entnehmen. Die Laufwäsche wird dann bei maximal 40° gewaschen.

Produkteigenschaften:
Laut Hersteller ist dieses Waschmittel speziell für Funktionskleidung gedacht, da es die Funktionalität der Hightech-Fasern nicht zerstört. Ich kann diesbezüglich auch nichts Gegenteiliges behaupten. Keines meiner Laufbekleidungsstücke hat etwas an seiner Funktionalität verloren.

Geruch:
Den Geruch von Perwoll Sport empfand ich sofort sehr angenehm. Es duftet frisch, ohne zu aufdringlich zu sein. Das ist auch gut so. Schließlich will man als Läufer nicht wie eine Fachkraft von Douglas riechen. 😉 Die Kleidung selbst riecht nach dem Waschen dezent frisch. Selbst ältere „Problem-Kleidungungsstücke“ bekam ich damit wieder so geruchsrein, dass sich meine Frau nicht mehr beschwerte.

Preis:
Der Preis bewegt sich für eine 1.5l-Flasche mit um die 4-5€ zwar im oberen Preissegment für Flüssigwaschmittel, doch ab und zu ist es auch im Angebot und dann sollte man zuschlagen. Schlecht werden kann es so schnell nicht. Bei richtiger Dosierung hält eine Flasche zudem recht lange (ca. 20 Waschladungen).

Fazit:
Ich bin auch ein Jahr später noch sehr dankbar für den Tipp, den ich damals bekommen habe. Meine Laufklamotten riechen nach dem Waschen gut und selbst nach einmaligem Tragen vernimmt man noch z.T. die dezente Frische. Und so werde ich auch weiterhin meine Laufklamotten mit Perwoll Sport waschen. Ich finde, es lohnt sich.

PS: Es muss also nicht eine spezielle Waschmaschine für Funktionswäsche sein. 😉

14 Kommentare zu “Test: Perwoll für Sport- & Funktionstextilien

  1. Hannes

    Gut zu wissen, falls ich mal solche Probleme haben sollte. Danke dafür! Bisher riecht da aber noch nichts besonders schlimm. Besonders habe ich den Eindruck: Je hochwertiger die Kleidung desto geruchsneutraler.

  2. Ralf Marathon

    Danke für den Tipp!! Das Probleme tritt bei mir besonders bei den Adidas Response Klamotten auf. So viel zu meinen Erfahrungen mit hochwerteiger Kleidung. Ich werde Persil nun aber mal testen!!

    Ralf

  3. Torsten

    Ich nutze Impresan Hygienespüler, der tötet Pilze und Bakterien ab. Soviel ich weis verursachen Bakterien auch die unangehmen Gerüche. Kann mich echt nicht beschweren über das Zeugs. Es stinkt nix und meine Klamotten haben einen angenehmen Geruch ohne Pafümiert zu wirken. Ob Impresan jetzt den Funktionsfasern schadet kann ich nicht beurteilen, habe ja auch kein Mirkoskop zum nachsehen.

  4. Evchen

    Da fand ich Laufsau`s Test mit den Waschnüssen aber spannender. *hehe*
    Bisher brauchte ich nichts dergleichen, habe aber schon mehrfach gehört, daß die Leute mit o.g. Waschmittel gut fahren.

  5. Peter Schmitt

    Das ist reine Kundenverarsche der Firma Henkel. Das hier genannte Spezialwaschmittel ist 100%( chemische Zusammensetzung inkl. Duftstoffe) identisch mit dem Feinwaschmittel der Marke „Spee“, was ebenfalls von Henkel produziert wird. Anders gesagt: Beide Produkte stammen aus der gleichen Produktion und werden nur in anders gelabelte Flaschen (die in ihrer Formgebung identisch sind) abgefüllt. Logischerweise ist Perwoll weitaus teurer, da es dem Kunden vorgaukelt, ein speziell entwickeltes Waschmittel für Sportbekleidung zu sein, was es allerdings nicht ist.

    Ich möchte dich bitten, dies zu deiner Rezession hinzuzufügen, da andere Menschen dazu verleitet werden, mehr Geld für eine Marketinglüge auszugeben, was sich sicherlich nicht in deinem Interesse ist.

    Danke.

  6. Brennr Autor des Beitrags

    @Peter Schmitt: Zunächst einmal vielen Dank für Deinen Kommentar, Peter. Mich würde jedoch interessieren, wie Du zu dieser Behauptung kommst. Hast Du Hintergrundwissen bzw. Insider-Informationen oder hast Du einfach beide Flaschen verglichen?

  7. Benschi

    @Peter Schmitt: Die Behauptung ist schlicht weg falsch. Jeder, der unter *http://www.henkel.de/verbraucherinformation-15122.htm* die Inhaltsstoffangaben vergleicht kann sehen, dass diese nicht übereinstimmen.

  8. Brennr Autor des Beitrags

    @Benschi: Danke für den Link. Allerdings kann ich da tatsächlich kaum bzw. keine Unterschiede erkennen. Ich bin kein Chemie-Experte, aber die Inhaltsstoffe sehen wirklich verdammt ähnlich bzw. identisch aus.

  9. David

    @Brennr: Peter Schmitt hat offenbar nicht ganz unrecht. Siehe http://www.hauswirtschaft.info/waesche/waschmittel.php (runterscrollen bis „Waschmittel für Sport- und Funktionstextilien“).

    Sollte Perwoll tatsächlich so geantwortet haben, gibt Perwoll indirekt zu, dass deren Feinwaschmittel „Perwoll für Feines“ und „Perwoll für Sport&Funktionstextilien“ inhaltlich quasi identisch sind. Der einzige Unterschied darin liegt, dass Letzteres zusätzliche Inhaltsstoffe zur Geruchsbekämpfung besitzt.

    Für Sport-Funktionskleidung mit regelmässig hohem Schweissaufkommen, die zumeist nur bei Niedrig-Temperaturen gewaschen werden dürfen, ist dies relevant, da diese irgendwann anfangen zu müffeln.
    Bei Membran-Kleidung hingegen eher nicht. Daher reicht bei bei diesen offenbar auch normales Feinwaschmittel.

  10. David

    Da „Perwoll Sport“ offenbar nur eine desodorierende Wirkung besitzt, würde ich überlegen ab und zu auch mal einen Hygienespüler einzusetzen. Denn die „Geruchs-Bakterien“ werden mit „Perwoll Sport“ ja nur parfürmiert. Mit jedem schweisstreibenden Einsatz vermehren sich diese Bakterien ja wahrscheinlich weiter.

    Da es sich aber um Desinfektionsmittel handelt, aber wirklich nur „ab und zu“. Denn mit jedem Hygienspüler-Einsatz gibt es Bakterien-„Überlebende“ – zwar nur wenige – aber die entwickeln Resistenzen und vermehren sich resistent weiter. Ein häufiger Hygienespüler-Einsatz hat insofern einen kumulierenden Effekt in der Entwicklung und Vermehrung resistenter Bakterien.

    Ich selbst nutze Hygienespüler daher nur alle 4-5 Monate für meine Sportsachen.

  11. Simone

    @David: Niemand braucht einen Hygienespüler oder irgendwelche anderen desinfizierenden Maßnahmen im privaten Haushalt, sofern er regelmäßige Körper- und Wäschehygiene betreibt!!! Wer durchgeschwitzte Sportsachen nur an der luft trocknet und anschließend wieder bis zum nächsten Fitnesstermin wieder in die Sporttasche stopft, um sie dann stinkend im Umkleideraum eine Woche später wieder auszupacken braucht sich über Gerüche nicht zu wundern!!! Das ist kein persönlicher Angriff, aber es scheint in vielen Haushalten gängige Praxis zu sein. Wer Dusche und Waschmaschine regelmäßig benutzt braucht keine teuren Desinfektionsmittel! Und so ganz nebenbei: Es muß nicht jedes Bakterium abgetötet werden. Ein gesunder Mensch kommt sehr gut mit der normalen täglichen Keimbelastung zurecht und braucht sie auch, um gesund zu bleiben!!! Alles ändert sich natürlich bei schweren Infektionskrankheiten. Aber da hilft dann auch kein Hygienespüler. Den halte ich immernoch für den eigendlichen MarketingGag!!!
    Der eigendliche Grund, sich für Perwoll oder ein anderes Feinwaschmittel zu entscheiden ist einerseits die Tatsache, daß man keinen Weichspüler braucht um die Wäsche geschmeidig und elastisch zu halten und andererseits der persönliche Geschmack, da dieses Waschmittel eventuell nett duftet. Wenn man diesen Duft nicht mag wird man sich wahrscheinlich völlig unabhängig von ’schweißaktivierten Duftmolekülen‘ für ein anderes Waschmittel entscheiden.

  12. David

    @Simone
    Ich stehe Hygiene-Spülern ebenfalls sehr kritisch gegenüber und habe diese bis vor kurzem auch nicht benutzt.

    Wir reden hier jedoch nicht über normale Textilien, sondern Funktionstextilien.

    Ich treibe 4x Woche intensiven Sport, ausschliesslich mit Funktionstextilien. Anfangs habe ich die Wäsche nach jedem Sport im 15 Min.-Kurzprogramm mit normalem Feinwaschmittel gewaschen und hatte keinerlei Geruchsprobleme. Ich habe dann erfahren, dass der Wasser- und Energieverbrauch im Kurzprogramm in Relation zum Normalprogramm sehr hoch ist.
    Daher bin ich aus ökologischen und ökonomischen Gründen dazu übergegangen die Funktionstextilien gesammelt 1x Woche zu waschen. Kurz darauf hatte ich das Problem, dass gewaschene Ftextilien müffelte. 60 Grad waschen kam nicht in Frage, da Ftextilien nur im Niedrigtemperatur gewaschen dürfen. Perwoll hat effektive Duftstoffe gegen das Müffeln, aber diese Duftstoffe bereiten mir auch Unbehagen aus gesundheitlicher Sicht.
    Daher ist am Ende ein Kompromiss herausgekommen. 1x Woche gesammelt Funktionstextilien mit Perwoll waschen und alle 3-5 Monate mit Hygienspüler. Danach kann ich die Ftextilien etwa 4 Wochen mit normalen Feinwaschmittel waschen, bevor es wieder anfängt zu müffeln.
    Und bei Ftextilien sind Weichspüler tabu, da sonst die Membrane\Poren verklebt werden.

    Jeder muss für sich selbst abwägen, wie er wäscht. Ftextilien sind aber nunmal keine normalen Textilien.

    Den implizierten Vorwurf, dass jeder, der Hygiene-Spüler benutzt eine unhygienische Person sei, empfinde ich daher als geschmacklose Entgleisung

  13. Brennr Autor des Beitrags

    @David: Ich handhabe es ähnlich und wasche auch einmal pro Woche. Bei 3-4 Laufeinheiten sammelt sich (vor allem im Winter) genügend Wäsche für eine volle Ladung an. Allerdings muss ich gestehen, dass ich etwas häufiger einen Schuss Hygienespüler benutze, da die Kleidung vor dem Waschen (Sportprogramm 40 Grad) schon sehr müffelt. Über die eventuell negativen Folgen von Hygienespüler habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Bedenklich finde ich zumindest das Silber-Ionen-Material. Auch hierzu kann man diskutieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: