Test: X-Bionic Spyker & Wallaby

X-Bionic SpykerIn den letzten Tagen habe ich von der Firma X-Bionic die neuen Produkte „Spyker“ und „Wallaby“ getestet, die meines Wissens noch nicht im Handel erhältlich sind und derzeit nur bei bestimmten Events verteilt werden. Die „Spyker“ sind eine Art Stulpen, die man über die Waden zieht. Beim „Wallaby“ handelt es sich um ein spezielles Schweißband. Meine Eindrück sind unterschiedlich ausgefallen.

Spyker
„Die Spyker komprimieren gefäßoptimiert an den Waden, wodurch eine Reduktion der Muskelvibration entsteht. Zudem vermindert der Spyker lästige Wadenkrämpfe. Die X-BIONIC High-Impact-Technology stabilisiert Ihre Muskeln vom ersten Tritt an und Sie sparen wertvolle Energie für neue Höchstleistungen. Das 3D-BionicSphere System sorgt für hervorragende Verdunstungskälte und macht aus Schweiss Energie.“
Quelle: X-Bionic

Mein Fazit zum Spyker:
Anfangs war ich sehr skeptisch, zumal ich als erstes an die Stulpen von den Tänzern aus Flashdance denken musste. Doch als ich diese dann über meine Waden zog, war ich positiv überrascht. Sie fühlten sich richtig gut und überhaupt nicht störend an. Die zweite Überraschung war, dass es gar nicht so schlimm aussah, wie ich befürchtet hatte. Beim Laufen stören sie nicht und „packen“ die Waden angenehm ein. Hinzu kommt, dass sich die Waden bei längeren Läufen lockerer blieben und sich leichter anfühlten, als beim Laufen ohne „Spyker“. Auch die Regeneration wird positiv beeinflusst. Die Waden fühlten sich weniger müde an. Vielleicht mag es ein wenig Einbildung und schwer zu messen sein, aber ein gutes Gefühl lässt sich nicht abstreiten. Die partielle Kompression ist angenehm und verursacht ein Rillenmuster auf der Wade. Ob tatsächlich mein Schweiß in Energie umgesetzt wird, wage ich jedoch zu bezweifeln. Das klingt mir nicht plausibel genug. Zwar ist der Aufbau des Gewebes tatsächlich 3D-mäßig, doch die Kühlung kann ja nur auf der Hautoberfläche stattfinden. Also eigentlich auch nicht mehr, als ohne Spyker. Da ich mich diesbezüglich nicht auskenne, lass ich diesen Effekt einfach mal so stehen. Als Fazit kann ich sagen, dass mir die Spyker beim Laufen ein angenehmes Gefühl vermitteln und wohl auch die Regeneration verbessern. Ein Vorteil ist zudem, dass man seine favorisierten Laufsocken weiter nutzen kann. Die Spyker kommen 2010 in den Handel und der Preis soll sich zwischen 30 und 40 Euro bewegen.

Wallaby
„Spezielle Hightech-Strickstrukturen und das patentierte 3D-BionicSphere® System verteilen den Schweiß beim Wallaby großflächig und hauchdünn auf der Hautoberfläche. Dort entsteht direkt Verdunstungskälte. Die Verdunstungsoberfläche wird zusätzlich durch den Einsatz des Evaporation Surface Expander™, einer aufgesplitterten Faser, enorm vergrößert. Beides trägt dazu bei die Körpertemperatur auf optimalen 37°C und den Outdoor-Sportler somit leistungsstark zu halten.“
Quelle: X-Bionic

Mein Fazit zum Wallaby:
In meinen Augen ein aufwendig verarbeitetes Schweißband. Jedoch konnte ich kaum eine verbesserte Kühlung oder einen optimierten Verdunstungseffekt auf der Haut feststellen. Dazu ist die Fläche einfach zu klein. Das Material des Wallaby an sich trocknet allerdings durch die 3D-Struktur schneller, als ein normales Schweißband. Im Freien ist der Effekt natürlich größer, als auf dem windstillen Laufband. Da die Struktur löchrig ist, könnte sich dann auch der geprießene Kühleffekt einstellen. Dies kann ich aber erst im Sommer testen, denn derzeit ist das bei den aktuellen Temperaturen wenig sinnvoll.

Details zur Technik und Funktion gibt als PDF-Datei bei X-Bionic.

Bilder:
X-Bionic Spyker X-Bionic Spyker X-Bionic Spyker X-Bionic Spyker
X-Bionic Spyker X-Bionic Spyker X-Bionic Spyker
X-Bionic Wallaby X-Bionic Wallaby X-Bionic Wallaby
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5 Kommentare zu “Test: X-Bionic Spyker & Wallaby

  1. Daniel

    Laufe ja mit den CEP´s. Habe zuerst auch nicht geglaubt das die überhaupt was bringen, kann jedoch jetzt sagen kein langer Lauf mehr ohne CEP´s. Die Kompression tut den Waden und Beinen sehr gut und ich bekomme nie das Gefühl schwere Beine zu haben. Es sieht vielleicht etwas komisch aus mit so ner Art „Strapse“ durch die Gegend zu laufen, verzichten würde ich darauf aber nicht mehr.

  2. Benjamin

    Wie meine : :mrgreen:
    http://www.run4miles.de/archives/2385
    Ich finde die Socken sehen irgendwie blöd aus. Die Spyker bzw. Calf Guards von 2XU gefallen mir besser. Die Socken sehen aus wie Fussballerstrümpfe :mrgreen: Zudem kann ich die „Überzieher“ schon unter dem neo anziehen. Laut Regelwerk im Triathlon sind nämlich die Socken nicht erlaubt 😆

  3. Hannes

    Vermutlich ähnliche wie mit ’ner GPS-Uhr. Hat man sie nicht, funktioniert alles bestens und man ist glücklich. Bis irgendwo Leute von dieser Neuheit berichten, die sonstwas verspricht. Eine nette Hilfe, die man nicht wirklich benötigt und am Ende doch alle holen.

  4. Marek

    Hmmmmmm was es nicht alles gibt. Habe ja auch die CEPs und bin damit ebenso sehr zufrieden. Kannst du das Zeugs eigentlich behalten?

  5. Helly

    Hab die Spyker am Wochenende mal auf einer 20 km Distanz getestet. Da es kalt war hab ich meine 2/3-Laufhose damit verlängert. Hat super geklappt. Die Waden haben sich danach immer noch recht frisch angefühlt. Und sie halten die Muskeln angenehm warm. Kann deinem Test nur zustimmen.

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