Unheimlicher Lauf

© Spectral-Design - Fotolia.comHeute kam ich erst wieder zum Laufen, als es bereits dunkel war. Aber mit Stirnlampe ist dies nun kein Grund mehr, die Einheit ausfallen zu lassen. Doch heute hatte es nicht ganz so viel Spaß gemacht. Grund hierfür war ein richtig unheimlicher Moment. Nach etwa drei Kilometern hörte ich Laufgeräusche hinter mir, sah aber zunächst niemanden. Der Unbekannte hatte demnach also keine Laufkleidung mit Reflektorstreifen an. Die Laufgeräusche waren zudem etwas untypisch, da etwas laut und schlurfend. Es klang nicht nach Laufschuhe. Also sehr seltsam und unheimlich das Ganze. Irgendwann blickte ich nochmals zurück und sah ich dann die Umrisse einer dunklen laufenden Gestalt. Mehr jedoch nicht. So langsam wurde mir etwas mulmig. Ich lief weiter und hörte noch immer die Laufgeräusche. Soll ich nun schneller laufen oder doch besser Kräfte sparen für den Notfall? Ich lief normal weiter und irgendwann hörte ich keine Laufgeräusche mehr hinter mir. Ich schaute nach hinten und es war niemand zu sehen. Das Seltsame war jedoch, dass es keine Möglichkeit gab, einen anderen Weg zu wählen. Nun gingen mir einige Gedanken durch den Kopf. Wer war das? Ein Läufer? Ein Spinner? Oder gar ein Mörder? (Ist nicht ganz ernst gemeint. Obwohl, wer weiß das in der heutigen kranken Zeit schon?) Und wo ist er hin? Es gab an dem Abschnitt keine Abzweigungen. Nur Feld links und rechts. Ich war ehrlich gesagt etwas nervös und auch verunsichert. Weiterlaufen war angesagt und dies tat ich auch. In Ortsnähe fühlte ich mich dann wieder etwas wohler. Dennoch war ich heute echt froh, als ich nach 8,27 Kilometern wieder zu Hause war. Ein wahrlich unheimlicher Lauf. 😯

16 Kommentare zu “Unheimlicher Lauf

  1. der ewige Anfänger

    Boah, ist das unheimlich! Erzähl‘ die Geschichte bloß nicht den Monstern unter Deinem Bett, sonst bekommen die auch noch Angst. Auf jeden Fall würde ich mich sofort an Pro7 wenden – das ist ein klarer Fall für Galileo Mystery! Und am besten auch gleich Xavier Naidoo anrufen, falls die CIA dahinter stecken sollte.

  2. Steffen

    Hi Christian,

    vielleicht ist er oder sie auch einfach umgekehrt….? Aber sehr seltsam ist das schon, muss ich jetzt nicht unbedingt selbst erleben!

    Liebe Grüße,
    Steffen

  3. Evchen

    Naja, also jetzt finde ich, dramatisierst Du schon ein wenig, hm? Ein Mörder?
    Mir wird auch schon mal mulmig und klar denkt man da schräge Sachen. Ein Beispiel: Als ich das letzte Mal seltsam unrunde, schnelle, läuferuntypische Geräusche hinter mir hörte, kam ein Eishockeyspieler, der sich warm macht, an mir vorbei gerannt. 😉

  4. Brennr Autor des Beitrags

    @Ralf Marathon: Ok, dann kann ich Dich schon einmal ausschließen. 😉

    @Steffen: Wäre möglich. Aber wer macht sowas? Mittel auf dem Weg umdrehen?

    @Evchen: Das mit dem Mörder war auch nicht ganz ernst gemeint. 🙄 Aber im Dunkeln ist sowas schon etwas unheimlich und seltsam. Aber so etwas ist schwer zu erzählen. Man muss dabei gewesen sein, um es nachvollziehen zu können.

    @Kai: Na dann hab ich ja nochmal Glück gehabt.. 😉

    @Daniel: Ich würde es nicht ausschließen.. 😆

  5. Nadine

    Hey, lässt sich auf jeden Fall perfekt als Gruselgeschichte für die nächste Helloweenparty ausbauen… 😈

  6. Brennr Autor des Beitrags

    Schön, dass manche mein Erlebnis so amüsiert.. 😕 Wenn man es nicht selbst erlebt hat, hört sich das vielleicht auch übertrieben an. Aber ich war schön öfter nachts Laufen und bin auch nicht mehr schreckhaft bei seltsamen Geräuschen. Doch diese Situation war anders. Mitten auf dem Feld verfolgt zu werden. Er kam aus dem Nichts und verschwand auch wieder dorthin. Das Ganze war doch sehr dubios. Und wer von euch kann garantieren, dass es nicht doch ein Spinner war, der z.B. einer Läuferin auflauern wollte? Es ist ja nicht so, dass so etwas noch nie passiert wäre. Daher finde ich es ehrlich gesagt nicht ganz so amüsant. 😐

  7. RunningDan

    Wirklich schön ist es nicht, in der Dunkelheit zu laufen. Umso besser, dass dir nichts passiert ist und dich keiner angegriffen hat. Man weiß ja nie. Ich kann mich aber dennoch sehr gut in deine Lage versetzen.
    Gruß, Daniel.

  8. sabre

    Es heißt, dass in den Rauhnächten die Tore zur Welt der Geister offen stehen. Da kann man schon manchmal Dinge sehen, die man nicht sehen will 🙂

    Nein, im Ernst. Ich laufe nachts auch nur noch innerorts. Grade wenn es z.B. um Wildschweine geht, hört der Spaß bei uns in der Gegend auf…

  9. bas

    @Brennr: Wenn du dir nicht sicher bist, ob sich dort im Dunkeln nicht wirklich jemand auf der Lauer legt (was ja nicht mal abwegig ist, ohne in der Mysterie-Kiste zu wühlen), würde ich vor allem eines zuerst machen: Laufprofile mit GPS-Route, wie die von Garmin oben im Artikel nicht öffentlich machen.

  10. Marcel

    Also, ich kenn solche und ähnliche Situationen gut und kann gut mit dir mitfühlen.
    Aber in der Regel gibt es dafür meist recht logische Erklärungen. Mir ist mal n Hase oder so was gefolgt, was ich auch erst komisch fand da er zu erst die ganze Zeit hinter mir her lief, Aber versteckt im Wald. So das ich auch nur die Geräusche hörte, und dann war er schneller und hüppelte vor mir auf die Straße. Also da iss mir auch das Herz in die Hose gerutscht. Das witzige war, dass auch der jedes mal wenn ich mich umgedreht hatte anhielt und mich offenbar beobachtete. Wobei ich nach den obigen Posts Aliens oder die CIA auch nich mehr so einfach ausschließen kann. Na toll nun bin ich total verunsichert. Woher soll ich wissen ob die nicht abgerichtete Hasen oder so was auf mich angesetzt haben??? 😯 Nun ja, konntest du mit deiner Lampe den gar nichts weiter als dunkle Umrisse sehen? das iss dann nämlich wirklich komisch. 😕 Also halt mich unbedingt auf dem Laufenden da ich sehr oft im Dunkeln laufen muss oder will. Ach so, und Ein gesundes Neues Jahr wünsche ich dir natürlich auch noch.

  11. Tilman

    Heho! Waren es evtl. gar deine eigenen Schritte und dein eigener dunkler Umriss? Ich habe mich mal beim Nachtlauf mordsmäßig vor meinem eigenen Schatten verjagt…. Good Run!

  12. Brennr Autor des Beitrags

    @RunningDan: Danke. Das Laufen im Dunkeln an sich ist eigentlich echt ok. Nur solche Situationen müssen echt nicht sein.

    @sabre: Wildschweine?? Oh ja, da sollte man echt aufpassen.

    @bas: Hm, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Auf diese Weise könnte man tatsächlich meine bevorzugten Wege und Zeiten heruasfinden. Danke für den Tipp.

    @Marcel: Kann gut sein, dass es auch für meinen Fall eine logische Erklärung gibt. Ich glaube (bzw. hoffe) inzwischen, dass es nur ein Jogger war, der irgendwann umdrehte.
    Danke für die Neujahrswünsche. Das wünsche ich Dir auch.

    @Tilman: Schatten bei Nacht..? 😉

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