Test: Stirnlampen

Stirnlampen (Petzl & liteXpress)In den letzten Wochen habe ich zwei Stirnlampen ausgiebig getestet und berichte nun von meinen Erfahrungen. Bei den Stirnlampen handelt es sich zum einen um das Modell „liberty 118“ von liteXpress und zum anderen um das Modell „Tikka XP²“ von Petzl. Hier nun mein doppelter Testbericht.

Funktionen
liteXpress: Hochleistungs-LED: Lichtleistung bis zu 26 Lumen; Hochleistungs-LED: weiss, fokussiert; rotes Streulicht für Nachtsicht im Nahbereich, schaltbar als Dauer- oder Blinklicht; optimierte Lichtausbeute durch DC-DC Technologie; verstellbares und flexibles Kopfband; Lampenkopf in mehreren Stufen schwenkbar; klein und kompakt; spritzwassergeschützt.
Petzl: Die Stirnlampe TIKKA XP² verfügt über zwei Leuchtmittel und eine Weitwinkellinse mit einem Öffnungs-/Schließsystem, um zwischen einem fokussierbaren Lichtkegel für Fernsicht und einem Streulichtkegel für die Beleuchtung im Nahbereich zu wählen. Sie ist mit einer weißen Power-LED und einer roten LED ausgestattet. Die weiße LED erzeugt in der Leuchtstufe „Maximal“ eine Leuchtstärke von 80 Lumen bei einer Leuchtweite von 68 Metern. Die rote LED erzeugt eine Hilfsbeleuchtung zum Erhalt der Nachtsicht oder ein Blinklicht zur Erhöhung der Sicherheit (z.B. in der Stadt usw). Mehr Details gibt es hier.

Bedienbarkeit
liteXpress: Die einzelnen Leuchtfunktionen lassen sich leicht per Druckknopf einstellen. Auch der Neigungswinkel lässt sich ganz einfach und stufenlos anpassen. Der Batteriewechsel ist unkompliziert.
Petzl: Auch die Petzl lässt sich einfach bedienen. Per Druckknopf kann man die jeweiligen Leuchtstufen bequem einstellen. Den Neigungswinkel kann man in einzelnen Stufen einrasten und der Batteriewechseln ist kinderleicht.

Tragekomfort
liteXpress: Das etwas dünne Band lässt sich ebenfalls einfach anpassen. Allerdings ist der Halt geringfügig schlechter. Ich führe dies auf das dünnere Band und somit auf eine geringere Auflagefläche zurück. Im Stirnbereich gibt es eine extra Polsterung, die zwar ein wenig drückt, aber nicht sonderlich stört.
Petzl: Das breite Band lässt sich einfach anpassen und sorgt für einen guten Halt. Das Material des Bandes ist weich und flexibel, wodurch beim Tragen keine unangenehmen Druckstellen am zu spüren sind. Der Stirnbereich hat keine zusätzliche Polsterung, was aber auch nicht nötig ist. Da rutscht und drückt nichts.

Ausleuchtung
liteXpress: Der Lichtkegel ist fix bzw. lässt sich nicht anpassen und ist sehr fokusiert. In 10 Metern Entfernung ist er ca. 3-4 Meter breit. Der Bereich links und rechts davon wird wenig bis gar nicht ausgeleuchtet. Bei gewissem Tagesrestlicht oder bei Stadtnähe ist dies jedoch nicht tragisch. Das Licht wirkt allerdings etwas künstlich bzw. bläulich.
Petzl: Der Lichtkegel ist in 10 Metern Entfernung ca. 3-4 Meter breit. Zusätzlich wird der Bereich links und rechts davon in einer Gesamtbreite von ca. 15-20 Metern leicht ausgeleuchtet. Dies ist von Vorteil, wenn es stockdunkel ist, da man so auch ein wenig den Bereich links und rechts des Weges ein wenig zu sehen bekommt. Zusätzlich hat die Stirnlampe eine Weitwinkellinse, um Streulicht für den Nahbereich zu erzeugen. Das Licht wirkt nicht künstlich und leuchtet die Umgebung in einem natürlichen Bild aus.

Preis
liteXpress: Für knapp 30€ ist die „liberty 118“ von liteXpress erhältlich und somit nur etwas teurer, als diverse Discounter-Schnäppchen.
Petzl: Mit knapp 50€ ist die „Tikka XP²“ von Petzl schon deutlich höher, als die Billig-Angebote bei diversen Discountern.

Fazit
liteXpress: Die „liberty 118“ von liteXpress ist meiner Meinung nach eine gute Einsteiger-Stirnlampe mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis. Zwar leuchtet sie nicht die Umgebung, sondern „nur“ den Weg aus, dafür aber recht leuchtstark. Sie ist leicht und einfach zu bedienen. Wer ab und zu mal einen Nachtlauf absolviert und dabei bei Resttageslicht oder in Stadtnähe unterwegs ist, wird mit dieser Stirnlampe seine Freude haben.
Petzl: Die Stärken der „Tikka XP²“ sind die gute Ausleuchtung der Umgebung, sowie der tolle Tragekomfort. Mit der Weitwinkellinse ist die Stirnlampe auch für den Einsatz im Alltag ideal. Die Signalpfeife ist eine tolle Idee, zumal sie nicht stört. Die Petzl ist ein guter Allrounder. Der etwas höhere Preis lohnt sich aber. Vor allem wenn man öfter und in dunklen Gegenden unterwegs ist. Zwar ist sie etwas (jedoch nicht störend) schwerer, aber das Gewicht kann man mit Lithium-Batterien verringern.

Bilder

4 Kommentare zu “Test: Stirnlampen

  1. Benjamin

    Cooler Bericht. Aber ich werde wohl doch lieber bei Tageslicht laufen :mrgreen: Deine Seite lädt bei mir ziemlich lange, woran liegt denn das? Im Vergleich zu anderen dauert es Stunden 😥

  2. Gerd

    Leider hast du nichts über die Lebensdauer der Batterien berichtet. Würde mich sehr interessieren. 🙄

  3. Brennr Autor des Beitrags

    @Benjamin: Komisch, die Seite lädt bei mir ganz normal. Vielleicht hat ja Dein C64 ein Problem. 😆 Spaß beiseite, existiert das Problem noch immer?

    @Gerd: Das habe ich ganz vergessen. Wohl auch deswegen, weil es noch immer die ersten Batterien sind. Beide Lampen waren jeweils mehrere Stunden im Einsatz und leuchten noch immer wie beim ersten Mal. Ich bin echt überrascht, wie lange die Batterien halten. Und da man normale AA- bzw. AAA-Batterien (auch Akkus) verwenden kann, sehe ich da eh kein Problem. Das Wechseln geht bei beiden total einfach.

  4. pat

    DANKESCHÖÖN!
    Dank deinen Bildern der Liberty118 konnte ich endlich das Batteriefach aufbekommen. Habe allerdings eine Rohrzange dafür benötigt. Vielleicht geht der Batteriewechsel in Zukunft mal Kinderleicht, wenn alles ausgenuddelt ist:)

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