Test: iPhone 3GS & RunKeeper

Quelle: runkeeper.comDas iPhone von Apple ist momentan heiß begehrt und beinahe jeder möchte es gerne haben. Zum einen sieht es meiner Meinung nach sehr stylisch aus, zum anderen bietet es aufgrund der kleinen Anwendungen „apps“ sehr viele Nutzungsmöglichkeiten. So ist es zum Beispiel auch möglich, Läufe damit aufzuzeichnen. Ich habe das iPhone kurz testen dürfen und nutzte dabei u.a. die Anwendung „RunKeeper“ (Pro).

iPhone 3GS:
Über das iPhone brauche ich eigentlich nicht viel schreiben. Das Teil ist einfach genial. In meinen Augen noch immer konkurenzlos, was u.a. die Internet-Funktionalität anbelangt. Die Seiten werden genauso angezeigt, wie man es vom Browser auf dem PC gewohnt ist. Hinzu kommen die abertausende „apps“ (kleine Anwendungen), die man sich auf das iPhone laden bzw. installieren kann. Viele sind kostenlos, wie z.B. auch die Free-Version von „RunKeeper“. Mit Hilfe dieser Apps kann das iPhone für viele Dinge genutzt werden. Aufgrund der GPS-Funktionalität eben auch zur Aufzeichnung von Läufen.

RunKeeper:
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei „RunKeeper“ um eine App, die man sich kostenlos auf das iPhone installieren kann. Es gibt auch noch eine kostenpflichtige Version namens „RunKeeperPro“, die ein paar Funktionen mehr bietet. Letztere habe ich getestet. Mit „RunKeeper“ kann man seine Läufe mittels GPS aufzeichnen und ins Internet übertragen lassen. Und das nun auch live (siehe Video unten)! Das bedeutet, dass Freunde im Internet den Lauf live verfolgen können. Bei einem Marathon einie witzige Sache. Auf www.runkeeper.com kann man sich hierzu (ebenfalls kostenlos) ein Profil anlegen (hier z.B. mein Profil). Dort kann man seine Läufe einsehen (hier z.B. einer meiner Läufe) und gegebenenfalls anpassen. Hier eine kurze Auflistung der Funktionen:
– Aufzeichnung der Läufe mittels GPS
– persönliches Profil auf www.runkeeper.com
– grafische Darstellung auf Karten
– Musik hören während der Laufaufzeichnung
– Live-Anzeige des Laufs im Internet
– Infos über Kopfhörer während des Laufs (Pro)
– individuelle Trainingsprogramme (Pro)
– geotagging von Fotos (Pro)
– Playlist voreinstellbar (Pro)

Bedienung:
Das iPhone an sich ist sehr dünn, aber doch recht groß. In der kalten Jahreszeit kann man es dennoch problemlos in der Jackentasche verstauen. Doch im Sommer wird es schwierig. Zwar gibt es hierfür spezielle Taschen, die man sich um den Oberarm schnallen kann, doch es ist und bleibt relativ groß und auch recht schwer. Wenn man einen Lauf aufzeichnen lassen möchte, muss man einfach die App starten und auswählen, was man möchte. Wenn das iPhone ein ausreichendes Satellitensignal hat, kann es auch schon losgehen. Mit einem leichten Antippen des Start-Buttons via Touchpad wird der Lauf gestartet. Um versehentliche Fehlbedienungen zu vermeiden, schalte ich die Touchpad-Sperre ein. Während des Laufs wird man in englischer Sprache je nach vorgenommener Einstellung über die zurückgelegte Strecke und Zeit informiert (Pro-Version). Dabei wird die Musik, sofern man sie zuvor gestartet hat, vorübergehend leiser gestellt. Leider ist es nicht oder nur schwierig möglich, die Informationen auf dem Display abzulesen. Ein Touchpad ist während dem Laufen zudem nicht gerade einfach zu bedienen. Am Ende eines Laufs muss man lediglich die Aufzeichnung stoppen und schon sind alle Daten gespeichert, die man sich (wie bereits erwähnt) ins Internet laden lassen kann. Während meiner Testläufe stellte ich fest, dass das iPhone immer etwas feucht war. Dies lag daran, dass ich schwitzte und dies über Kleidung weitergeleitet wurde. Ob das dem iPhone etwas ausmacht, weiß ich nicht. Lecker finde ich es allerdings nicht, wenn ich daran denke, dass ich damit später wieder telefonieren möchte.

Preis:
Das iPhone ist genial, aber auch nicht gerade günstig. In meinen Augen macht das Teil nur Sinn in Verbindung mit einer Internetflatrate, denn gerade die sehr gute Internetfunktionalität macht das iPhone so interessant. Das 3GS kostet je nach Speichergröße vertragsfrei 700-800€. Mit Vertrag muss man halt monatlich je nach Tarif eine recht hohe Grundgebühr (25-120€) hinlegen. Die App „RunKeeper“ gibt es wie bereits erwähnt in zwei Versionen; eine kostenlose und eine kostenpflichtige. Letztere kostet einmalig 7,99€. In meinen Augen eine lohnenswerte Investition.

Fazit:
Wer bereits in Besitz eines iPhones ist, hat mit „RunKeeper“ eine sehr gute App, um seine Läufe aufzuzeichnen und im Internet zu veröffentlichen. Die Funktionen sind super und auch grafisch schön gestaltet. Dennoch ist das iPhone nicht gerade klein und ist daher beim Laufen etwas sperrig. In der kühleren Jahreszeit ist das noch kein Problem, doch im Sommer wird es schwierig, das iPhone unterzubringen. Dann benötigt es ein spezielles Armband, in das das iPhone gesteckt wird. Für Laufanfänger oder Gelegenheitsjogger ist das noch ok. Für ambitioniertere Läufer jedoch eher nervig. Die Musik- und GPS-Funktionalität in einem Gerät ist dagegen ein großes Plus. Allerdings eine sehr kostspielige. Eine reine Anschaffung für die Laufaufzeichnung macht in meinen Augen keinen Sinn, wenn man sich nicht gerade um Geld keine Gedanken machen muss. Hat man jedoch ein iPhone, ist die App „RunKeeper“ zur Laufaufzeichnung empfehlenswert.

Alternativen:
Neben „RunKeeper“ gibt es im iTunes-Store noch zig weitere Apps (z.B. „runtastic“), mit denen man seine Läufe aufzeichnen lassen kann. Fast alle bieten eine kostenlose Version (mit weniger Funktionen) und einen kostenpflichtige Version an. Am besten einfach erst einmal die kostenlose Variante testen, um zu sehen, ob die App einem zusagt.

Bilder:
RunKeeper - Einstellungen RunKeeper - Einstellungen Workout RunKeeper - Start RunKeeper - aufgezeichneter Lauf RunKeeper - Karte

Videos:

7 Kommentare zu “Test: iPhone 3GS & RunKeeper

  1. Tristan

    Hi Christian,
    ich glaube das größte Problem ist noch die Größe des Geräts.
    Es ist für einen Lauf einfach viel zu unhandlich und sperrig.
    Auch kann ich mir vorstellen, dass der Schweiß nicht gerade gut für das Gerät ist.

    Also ich finde die feuchte an meinem kleinen MP3 Player schon unangenehm, da möchte ich nicht wissen, wie das ganze beim iphone aussehen soll.

    Deinen Bericht fande ich dennoch sehr interessant!

    Gruß, Tristan

  2. Hannes

    Ich kann mich ehrlich gesagt noch nicht mit dem Livetracking anfreunden. Für den Wettkampf vielleicht ganz nett für die Freude – aber wer möchte so ein schweres Ding beim Wettkampf mittragen? …

  3. Kai

    Also erst Mal: Das iPhone ist nicht schwer 😉 es gibt jedoch im Moment wirklich nur schlechte/mittelmäßige Taschen. Ich habe eine kleine, aber relativ teure „Bauchtasche“ von Nike und man merkt nicht das sie da ist und das iPhone merkt man auch nicht ;-). Fürs Training ist sowas allemal interessant.

  4. Laufen mit Willi

    Ich selbst habe mich bis dato immer gewehrt mein IPhone auf die Lauftour mitzunehmen. Es ist doch nicht gerade so klein und der Akku ist nicht gerade der Größte. Habt ihr gute Erfahrungen mit dem IPhone auf Lauftour?

    Lg
    RunningWilli

  5. Marc

    Hi. Ich habe die letzten Tagen das App runmeter getestet. Ist in deutsch und Mega einfach in der Bedienung und sehr Akku freundlich. GPS wird sehr schnell gefunden.

  6. Henrik

    Mir ist das iPhone auch zu sperrig, um es mit zum Laufen zu nehmen. Obwohl ein Telefon an sich sicher nicht so verkehrt sein kann. Ich bleibe lieber bei meinem guten und handlichen iPod nano. Schweißinput verträgt der aber auch nur mäßig.

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