Test: „K-Swiss Blade Light Run“

K-Swiss Blade Light RunLaufschuhe von K-Swiss? Dies fragen sich wohl einige. Die Marke war ja bisher eher bei Sneakers oder Tennisschuhen bekannt. Doch ebenso im Triathlon-Bereich haben sie sich inzwischen einen Namen gemacht. Nun will K-Swiss auch bei den reinen Läufern neue Kunden gewinnen und haben mit dem „Blade Light Run“ einen Lightweight-Schuh auf den Markt gebracht, den ich jetzt getestet habe.

Beschreibung des Herstellers:
„Mit der Einführung der „Blade-Light TechnologyTM“ setzt K-Swiss neue Maßstäbe im Laufsportbereich. Bei dieser ultraleichten Sohlentechnologie wird die Dämpfung durch eine Reihe von „Blades“ ausgelöst, die optimal an den Auftrittswinkel angepasst sind. Beim Aufsetzen des Fußes wird das Lamellensystem proportional zu den beim Lauf wirkenden Auftrittskräften zuerst entspannt und dann gespannt. Durch das Spannen der Blades erfolgt eine Art Kraftrückstoß, der nicht nur für die Dämpfung, sondern auch für eine perfekte Kraftübertragung verantwortlich ist. Nach dem Auftreten, wenn der Schuh den Boden wieder verlässt, richten sich die Blades automatisch wieder auf. Mit einem Gewicht von nur 264g ist der Blade Light Run einer der leichtesten, neutral gedämpften Trainingsschuhe auf dem Markt. Im Besonderen wurde er für ein effizientes Laufen auf der Mittel- und Langstrecke konzipiert.“

Design:
Der Blade Light Run ist aufgrund der gelben Zwischen- und Außensohle recht auffällig. In Kombination mit den Farben (Weiß, Silber, Schwarz) der übrigen Materialien wirkt das Design stimmig. Für alle, die es etwas dezenter mögen, gibt es den Schuh auch noch in Weiß/Silber/Rot. Im Zehen- und Fersenbereich hat der Schuh Lüftungslöcher, die im Sommer für eine Kühlung des Fußes sorgen. Auch in der Außensohle sind Löcher zu sehen. Bei nasser Straße eher unvorteilhaft.

Passform:
Ich schlüpfte in den Schuh rein und er passte. Allerdings gerade so. Meine Version in US 14 fällt relativ klein aus. Die Ferse hat, wie der Mittelfuß auch, einen guten Halt. Der Zehenbereich ist dagegen etwas breiter gehalten, was aber eine individuelle Sache ist und mich zumindest nur ein wenig störte. Für den leichteren Einstieg gibt es für den Triathlon typische Laschen an der Ferse und an der Zunge.

Dämpfung:
Als ich den Blade Light Run zum ersten Mal in der Hand hatte und die sich hart anfühlende Zwischensohle sah, befürchtete ich, dass da nicht viel Dämpfung zu erwarten ist. Als Lightweight-Schuh muss er das auch nicht haben, dennoch schätze ich ihn deutlich härter, als andere Schuhe seiner Kategorie ein. Bereits beim Gehen wurde ich eines Besseren belehrt. Die Dämpfung ist komfortabler, als gedacht. Natürlich nicht vergleichbar mit einem reinen Dämpfungsschuh, aber dennoch ausreichend. Die Füße erhalten genügend Feedback vom Boden. Die revolutionären „Blades“, die lamellenartig in der Sohle angeordnet sind und die Aufprallkräfte aufnehmen und wieder abgeben sollen, erachte ich eher als Marketing-Gag, zumal ich sie lediglich als Sohlenprofil erkennen kann. Egal, mit sensationellen Technologien werben andere Hersteller ja auch.

Abrollverhalten:
Der Schuh rollt recht natürlich und dynamisch ab. Durch die relativ straffe Dämpfung hat der Blade Light Run einen guten Abpressdruck. Da es ein Neutralschuh ist, ist auch keine Stütze zu spüren. Für mich als leichter / mittlerer Pronierer macht sich dies mit zunehmender Lauflänge immer mehr bemerkbar.

Einsatzgebiet:
Für Läufer mit normaler Pronation ist der Blade Light Run sicher für alle Distanzen geeignet. Überpronierer können ihn auf kurze (schnelle) Einheiten einsetzen. Für längere Läufe fehlt jedoch die Stütze und für etwas schwerere Läufer ist die Dämpfung nicht unbedingt ausreichend. Es ist halt ein Leightweight-Schuh und daher ist das auch ok.

Preis:
Mit 100 Euro ist der Blade Light Run recht günstig und hat in meinen Augen ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Fazit:
Der Blade Light Run ist ein leichter Neutralschuh, der mit einer angenehmen Dämpfung und einem dynamischen Abrollverhalten übezeugen kann. Das Design ist nicht 08/15 und dennoch wurde auf unnötigen Schnickschnack verzichtet. Für leichte bis mittelschwere Läufer mit normaler Pronation ist der Schuh bestens für fast alle Läufe geeignet, wobei er seine Trümpfe am besten bei Tempoeinheiten ausspielen kann. Schwere Läufer und Überpronierer können ihn eventuell noch auf kurze Distanzen nutzen. Insgesamt ist der Blade-Light Run von K-Swiss meiner Meinung nach echt gelungen und ich bin mir sicher, dass sich nicht nur Triathleten für ihn entscheiden werden.


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PS: K-Swiss ist 2011 zum zweiten Mal offizieller Sponsor des LA Marathons, der am 20. März durch die Hollywood Hills führt. Wer da mitlaufen oder Laufsachen von K-Swiss haben möchte, kann beim Gewinnspiel auf www.welovelamarathon.de teilnehmen. Ist ganz witzig gemacht. Zu gewinnen gibt es eine All inclusive Trip nach LA und diverse Tage- und Monatspreise der K-Swiss Running Linie.

2 Kommentare zu “Test: „K-Swiss Blade Light Run“

  1. -timekiller-

    Prima Testbericht, Danke dafür.
    Scheint ja ein flotter Renner zu sein. Nur die Sohle finde ich problematisch. Auf nassem Untergrund würde ich damit nur mit angezogener Bremse in die Kurve gehen, oder täusche ich mich?

    Grüße -timekiller-

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