Eine Eule geht fremd

Eine Eule geht fremd..Eigentlich bin ich eine Eule. Das heißt, ich laufe meist abends. Das liegt aber auch zum großen Teil daran, dass ich ein Langschläfer bin und außerdem berufsmäßig pendeln muss. Daher bleibt nur am Abend Zeit für’s Laufen. Doch heute Morgen wurde die Eule zur Lerche. Ob ihr das gut tat?

Um 6:45 Uhr klingelte mein Wecker. Es fiel mir nicht leicht aufzustehen. Die letzten Tage waren sehr anstrengend und ich hatte wenig Schlaf. Doch ich wollte es heute unbedingt mal ausprobieren. Einmal vor der Arbeit Laufen gehen. Ich zog meine Laufsachen an und ging vor die Tür. Bei Heidelberg ging gerade die Sonne auf. Eine schöne Stimmung. Aber es war auch recht kühl. Egal, es machte wach. Ich lief lockere fünf Kilometer und war angetan von der guten und erfrischenden Luft. Anfangs war wohl mein Körper ein wenig von dem Frühsport geschockt, denn mein Puls war auf dem ersten halben Kilometer recht hoch. Erst danach normalisierte er sich wieder. Zuhause angekommen, war ich dann richtig fit. Ich trank etwas, duschte und fuhr zur Arbeit. Doch das „Jetzt-bin-ich-wach“-Gefühl hielt nicht lange an. Die Müdigkeit setzte sich nach 1-2 Stunden wieder durch. 😐

Welche Schlüsse habe ich aus diesem für mich ungewöhnlichen Laufzeitpunkt gezogen?

Pro:
– Man wird schnell wach und fühlt sich nach dem Lauf gut.
– Die Laufeinheit ist im Sack und es kann nichts mehr dazwischen kommen.
– Man hat abends mehr Zeit für die Familie.

Contra:
– Das „Hallo-wach“-Gefühl ist nicht von langer Dauer.
– Man muss früher ins Bett gehen, um morgens raus zu kommen.

Fazit:
Eine Lerche zu sein, hat durchaus seine Vorteile. Doch eine alte Eule wird nicht von heute auf morgen zur Lerche. Dies bedarf eine gewisse Gewöhnungszeit. Ich werde in nächster Zeit öfter mal morgens laufen, um erfahren, ob dies auf Dauer etwas für mich ist.

7 Kommentare zu “Eine Eule geht fremd

  1. Chris

    So in der Art kenne ich das auch. Aber der bereits erledigte Lauf wiegt die anderen Nachteile meistens auf. Versuch mal ein Intervalltrainig, dann wird der Tag dein Feind!

  2. Eddy

    Ich mag besonders im Sommer den Lauf am frühen morgen, wenn es schon um 5 Uhr dämmert – und die Temperaturen noch unter der 20 Grad Marke liegen. Gerade dann ist die Luft im Vergleich zum Rest des Tages viel klarer und erfrischt richtig. Das Aufstehen „mitten in der Nacht“ fällt mir ausgesprochen leicht, denn ich bin ein absoluter Morgen-Mensch. Dafür muss ich ich mich umgekehrt oft noch zwingen, nach einem langen (Arbeits-) Tag noch mal die Laufschuhe zu schnüren… So hat eben jeder „seins“ 🙂

  3. Gerd

    Hi Christian,
    das „Hallo-Wach-Gefühl“ stellt sich bei regelmäßiger Nutzung schon noch ein. Ich praktiziere dies nun seit fast drei Jahren. Dreimal die Woche kurz nach 5 mit dem Bike zur Arbeit, und zweimal werden die Laufschuhe so früh geschnürt.
    Wenn ich nach 14 Kilometern in´s Büro komme bin ich definitiv der frischeste und fitteste. Und wenn man sich mal daran gewöhnt hat, hält das auch den ganzen Tag über an!
    Also drannbleiben!! 😉

  4. Mario

    WOW – Du stehst erst um 6.45 Uhr auf, um noch VOR der Arbeit zu laufen!? Da bin ich schon in der Arbeit und habe wie heute bereits 18km mit dem Rad in den Beinen. 😉

    Aber laufen gehe ich grundsätzlich auch lieber am Abend. So ab 20 Uhr, wenn die Kids schlafen und meine Frau bei Facebook abhängt – dann habe ich freie Bahn! :mrgreen:

    Ich denke, auch hier macht es wieder die gesunde Mischung. Ich nutze im Moment für die Grundlagenausdauer mein Rad und fahre damit zur Arbeit und wieder zurück. Das sind dann rund 40km. Dafür kann ich’s beim Laufen bissi kürzer und ggf. flotter halten.

    Grüße aus Köln!
    Mario

  5. SilberLäufer

    Den Tag mit einem Morgenlauf zu beginnen hat einen absoluten Mehrwert! Wobei ich es in diesem Fall – als Morgenmensch – wesentlich leichter habe und um 6:45 sowieso schon lange auf den Beinen bin. Mach das öfter und du wirst sehen – die „Plage“ lohnt sich! Nachzulesen bei Gerd!

  6. Pierle

    Um vor der Arbeit zu laufen zu können, müßte mein Wecker um 5.30 gehen. 6:45 ist da ja Luxus 😉

    Ich hab das bisher ganze 3 mal geschafft so früh zu laufen – ist irgendwie nicht mein Ding.

    Unter der Woche starte ich, wenn die Kids im Bett sind und am Wochenende meistens im Mittag, während der Kleine seiner Mittagspause nachgeht.

    LG
    Carsten

  7. Brennr Autor des Beitrags

    Ähm, ihr habt vielleicht überlesen, dass die Tage zuvor sehr anstrengend waren (Berlin-Dienstreise usw.) und ich wenig Schlaf hatte. Mein Wecker klingelt normalerweise um 6:30 Uhr. Für mich als Morgenmuffel ist das schon sehr früh. 🙄 Gestern wollte ich dann etwas später zur Arbeit (dank Gleitzeit). Es war ein Test, den ich demnächst vielleicht mal morgens um 6 Uhr wiederhole (wenn ich es aus dem Bett schaffe).

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