JPMCC – einer von 68.454

JP Morgan CC 2011Vergangenen Mittwoch nahm ich zum dritten Mal an der weltgrößten Laufveranstaltung, dem J.P. Morgan C.C., teil. Eigentlich hatte ich nach den Ärgernissen von 2010 keinen Start geplant. Doch ich nahm mir dieses Jahr vor, ein paar Dinge anders zu machen. Siehe da, es machte Spaß.

Doch was habe ich anders gemacht? Ganz einfach. Die Position am Start und meine Einstellung zum Lauf. Im Gegensatz zum letzten Jahr habe ich dieses Mal versucht, vor dem Start so weit wie nur möglich nach vorne zu kommen. Dies ist zwar etwas nervig, aber es lohnt sich. Die Rechnung ist ganz einfach. Je mehr ich da bereits hinter mir lasse, desto weniger muss ich auf den bevorstehenden 5,6 Kilometern überholen. Statt nach 45 Minuten (wie im letzten Jahr), überquerte ich dieses Mal die Startlinie bereits nach ca. 6-7 Minuten. Dennoch ging es die ersten 100 Meter nur schleppend voran. Danach konnte etwas Fahrt aufnehmen und begann meinen Hindernislauf. Ich ärgerte mich dieses Mal nicht so sehr über die Spaßbremsen, sondern sah das Ganze als Herausforderung. Gas geben, bremsen, ausweichen, Gas geben, überholen. So ging es bis ins Ziel. Da ich aber weiter vorne startete, lief es dieses Mal deutlich besser. Und so kam ich nach handgestoppten 26:53 ins Ziel, was einem Kilometerschnitt von 4:48 entspricht. Damit war ich unter diesen Umständen sehr zufrieden. Nächstes Jahr werde ich aber versuchen im Elite-Block zu starten. Hört sich vielleicht etwas vermessen an, aber da sind nicht nur die Favoriten oder Top-Läufer drin. Dann ist natürlich eine noch schnellere Zeit möglich. Firmenintern könnte ich dennoch der Viertschnellste (von 128) gewesen sein. Die Ergebnisliste folgt noch. Nach dem Lauf ging ich in den Grüneburgpark zurück, wo mein Arbeitgeber wieder ein Zelt aufgestellt hatte, in dem für das leibliche Wohl gesorgt war. All zu lange bin ich jedoch nicht geblieben, da ich nicht zu spät nach Hause kommen wollte. Gegen 23 Uhr war ich dann zu Hause.

Fazit: Mit der richtigen Taktik und Einstellung kann auch der JPMCC Spaß machen. 😀

Etwas skeptisch vor dem Start 70.000 Bananen Auch für den Durst ist gesorgt
Blick aus dem Elite-Block (leider nicht von mir) vorbildlicher Arbeitnehmer ;-)

6 Kommentare zu “JPMCC – einer von 68.454

  1. Sinusläufer

    Bei solchen Läufen geht es doch hauptsächlich nicht um Zielzeiten sondern eher um die Teamfähigkeit eines Unternehmens zu stärken bzw. einzelne Mitarbeiter zu motivieren. Der Spaß ist doch das dabei sein. Wenn das nichts für dich ist dann würde ich dir auch den Eliteblock empfehlen. Dann kannst du Deinen Spaßfaktor voll ausschöpfen. 😀

  2. Evchen

    Ich durfte Freitag auch das erste Mal bei einem Firmenhindernisgeh starten. Hat Spaß gemacht, aber mit Laufen hat das nicht viel zu tun. Wir haben von der Startaufstellung bis über die Startmatte 30 Minuten gebraucht. Ich glaube, wirklich laufen kann da echt nur der erste Block. Trotzdem bin ich auch gern nächstes Jahr wieder dabei. Und FFM ist natürlich nochmal eine ganz andere Nummer, größenmäßig.

  3. Brennr Autor des Beitrags

    @Sinusläufer: Prinzipiell gebe ich Dir da schon recht, was den Sinn dieses Laufs anbelangt. Hätte mich ein Kollege gefragt, ob ich ihn begleite, weil er sich die Strecke nicht zutraut, dann hätte ich das sofort getan. Doch es gab niemanden, dem ich helfen konnte. Daher suchte ich mir meinen Spaß auf andere Weise. Bei solchen Menschenmassen verliert man sich auf der Strecke sowieso. Das Davor und Danach ist meiner Meinung nach aber ebenso wichtig.

    @Chris: Du sagst es! 😀

    @Evchen: Wie gesagt, es ist Einstellungssache. Wie oben bereits erwähnt, hätte es mir auch Spaß gemacht, einen Kollegen zu begleiten, der sonst nicht viel mit Sport am Hut hat. Andernfalls gehe ich eben vor dem Start weit nach vorne und habe Spaß am Hindernislauf. 😉

  4. Ralf

    Ich durfte dieses Jahr in Dresden im Eliteblock starten und konnte somit sogar eine neue persönliche Bestzeit aufstellen und da man sich auf dem Lauf sowieso verliert, ist der eigentliche Lauf auch egal.Es geht dabei wirklich mehr um das davor und danach und das nicht nur an dem Tag, sondern in Wochen.

  5. markus

    Liest sich super, aber finde die Distanz fast etwas zu kurz… aber bei so vielen Teilnehmern wohl besser 🙂 Wie ist das eigentlich mit den Toiletten gelöst? 😳

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