HM-Bestzeit im Training

HM-Bestzeit im TrainingIm September 2007 bin ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen und die erzielte 1:53:41 ist bis heute meine HM-Bestzeit, die ich je im Wettkampf gelaufen bin. Zwar war ich zweimal in Bestzeitform, aber letztes Jahr machte mir eine Verletzung während des Laufs und dieses Jahr das heiße Wetter einen Strich durch die Rechnung. So ist das manchmal beim Laufen. Da kann man nichts machen.

Heute wollte ich ursprünglich lockere 10-15 Kilometer laufen. Doch nach 4-5 Kilometern stellte ich fest, dass es richtig gut lief. Ich hatte sofort meinen Rhythmus gefunden und fühlte mich gut. Ganz spontan entschloss ich, heute einen Halbmarathon auf Bestzeit zu laufen. Eigentlich total verrückt, vor allem wenn man bedenkt, dass ich seit meinem misslungenem Halbmarathon Ende Mai in Mannheim ganz selten mehr als 10 Kilometer gelaufen bin. Wie gesagt, total verrückt. Aber ich war im „flow“. Es lief wie von alleine.

Meine Renneinteilung war perfekt. Verhaltener Beginn mit Zwischenzeiten von 5:22-5:30 auf den ersten vier Kilometern. Anschließend auf den nächsten vier Kilometern das Tempo 5:12-5:18 vorsichtig angezogen. Danach sechs Kilometer mit 5:01-5:06 das Tempo weiter erhöht. Kilometer 15-19 absolvierte ich mit 4:54-4:59 unter der 5min-Marke, bevor ich dann auf den letzten beiden Kilometern mit 4:47 und 4:33 den Schlussspurt einleitete. Nach 21,1 Kilometern stoppte ich meinen Forerunner bei 1:47:40. Bestzeit! Und zwar deutlich. Ganze sechs Minuten schneller. Selbst wenn ich eine Ungenauigkeit meiner Forerunner von 200-300 Metern berücksichtige, wäre es eine Zeit deutlich unter 1:50. Yeah! 🙂

Das war genau die richtige Entscheidung heute. Nun habe ich die Gewissheit, dass ich den Halbmarathon unter 1:50 laufen kann. Denn wer weiß, was beim nächsten Halbmarathon wieder dazwischen gekommen wäre. Wenn ich nun noch bedenke, dass ich ganz ohne Versorgung und ohne gezielte Vorbereitung gelaufen bin, dann ist da bestimmt noch Luft nach oben. Eventuell eine Sub1:45? Mal sehen. Ein richtiger Wettkampf ist halt nochmal etwas anderes, als ein Trainingslauf. Dennoch kann ich auf dieses Erfolgserlebnis aufbauen und freue mich schon auf meinen nächsten Halbmarathon unter Wettkampfbedingungen. Vielleicht wieder in Karlsruhe wie 2007? 🙂

19 Kommentare zu “HM-Bestzeit im Training

  1. Rarámuri

    Glückwunsch. Und da warst Du nach Deinem letzten Wettkampf so pessimistisch.

    Am Wochenende werde ich in Bad Pyrmont ebenfalls einen Halbmarathon laufen. Dieser hat jedoch ~460 Höhenmeter. Meine Bestzeit lag dort bis jetzt immer um die 1:55h. Da würde es mir schon mehr als reichen, wenn ich auf 1:50h kommen würde.

    Bleib weiter am Ball und Du läufst in Zukunft noch dem Hannes davon 😉

  2. Eddy

    Whow, das ist ja im wahrsten Sinne super gelaufen! Und ich bin Deiner Meinung: da ist noch mehr drin! Mit gezieltem Training (Tempo-Intervalle zum Beispiel) schaffst Du mit Sicherheit die Sub 1:45h. Ich bin gespannt, wann die Hürde fällt und werde es hier ja lesen können 🙂

  3. Mario

    Das zeigt doch mal wieder, dass körperliche Höchstleistungen zu einem großen Teil im Kopf entschieden werden. Ist der Kopf frei und locker, sind’s die Beine auch!

    Glückwunsch!

    Und – Hand auf’s Herz – wieviel hast Du während des Laufs getrunken? 😉

    Grüße aus Köln!
    Mario

  4. Jana

    Wow, Bestzeit im Training! Tolle Leistung! 🙂 Im Wettkampf, mit noch mehr Motivation, aber genauso guter Renneinteilung ist bestimmt eine sub1:45h drin! Ich weiß, im Wettkampf ist es schwierig nicht so schnell anzufangen, aber du siehst ja dass die Motivation und Power so bis ins Ziel hält! 🙂

  5. Laufhannes

    Herzlichen Glückwunsch!

    Schade, dass du bisher im Wettkampf das nicht umsetzen konntest. Denn dass du die Zeit von 2007 locker unterbieten kannst, das dürfte doch jedem klar gewesen sein. Ist ja nicht so, dass du gar nicht trainierst 😉

  6. Landschaftsflitzer

    Ach von meiner Seite: Herzlichen Glückwunsch!!!
    Ich denke aus dem Lauf lässt sich für dich eine Menge lernen. Zum Beispiel, dass du vermehrt bei Wettkämpfen darauf achten solltest langsam zu starten.
    Weiter so, dann läufts…

  7. rehwald

    Jetzt stell dir das mal bei einem richtigen Wettkampf vor. Wenn andere Läufer „ziehen“ (oder schieben, je nach persönlicher Präferenz). Da könnte eine Sub 1:45 doch schon fast in Reichweite sein. :mrgreen:

  8. RunningDan

    Die Bestzeit um mehr als fünf Minuten unterboten und das im Training. Respekt!!! Im Wettkampf kannst du sicherlich noch zwei Minuten mehr rausholen, allerdings solltest du dir die Ziele nicht zu hoch stecken, weil die Enttäuschung beim Nichterreichen dann umso größer ist. Trotzdem nochmal Gratulation zu deiner tollen Leistung.

  9. Chris

    Ha. Wenn ich mich nicht verlesen habe, hätte ich damit das Ratespiel gewonnen. Was war noch der Preis? Forerunner 605? Glückwunsch!

  10. Ruben

    Sauber. Das sind mal wieder wunderbare Neuigkeiten von Dir!

    Und, schon den Termin herausgesucht wann du die Zeit auch offiziell machst?

    So ein kleiner Aron Mateo verleiht wohl Flügel, oder? 🙂

  11. Chris

    Super! Gratulation! Ist mir echt noch nie in den Sinn gekommen, gleich einen Halbmarathon als Testlauf zu machen. Aber nun ist dein Selbstvertrauen wieder gestärkt und du weisst, was du leisten kannst.
    Der vorsichtige Start ist dir sicher auch vom Laufgefühl her zu Gute gekommen. Da winken langsam wirklich die 1:45… :mrgreen:

  12. Sandra

    Tolle Leistung, Gratulation und weiter so bitte!
    Die Sub 1:45 Uhr schreit nach dir und ich bin gespannt, wann du sie knacken kannst.
    Lass und davon hören.

  13. Sascha

    Tolle Leistung-.
    Training ist nun mal nicht alles wird wieder einmal bewiesen, der Kopf muss auch mitspielen.,
    ich hoffe, beim nächsten Lauf, tut er das wieder!
    Weiter so!

  14. Brennr Autor des Beitrags

    Vielen Dank euch allen! 😀 Es ist einfach ein geniales Gefühl, wenn es so richtig gut läuft. Allerdings könnte beim nächsten HM-Wettkampf die Spannung fehlen bzw. ich erwarte mindestens diese Zeit von mir. Egal, besser so, als nie erreicht. 😉

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