Adidas „MediaDays Olympia“

Maurice GreeneVor kurzem war ich zu Gast bei Adidas in Herzogenaurach. Anlass waren die „MediaDays Olympia 2012“. Ich nahm schon einmal an den Medientagen von Adidas teil, bei denen Online- und Printmedienvertreter die neueste Kollektion vorgestellt bekamen. Doch diese Veranstaltung war eine (wenn nicht sogar zwei) Nummer größer. Erst vor Ort erfuhr ich, dass sie international ausgerichtet war und Medienvertreter aus aller Welt kamen. Doch eins nach dem anderen.

professionelle MedienvertreterDas Ganze fand natürlich an einem Werktag statt und da ich meinen Blog (leider) nur hobbymäßig betreibe und ansonsten einem normalen Beruf nachgehe, musste ich mir hierfür einen Tag freinehmen. Aufgrund meines kaputten Autos, das nur noch auf zwei Zylindern läuft, reiste ich mit der Bahn an. Die Veranstaltung begann um 12 Uhr, ich war jedoch bereits eine Stunde früher dort. Am Empfang erhielt ich meinen Medienausweis und wurde zum Veranstaltungsraum geführt. Da wurde mir plötzlich bewusst, was für eine große Sache das überhaupt ist. Um mich herum Menschen aus Mexiko, Japan, England, Kanada, Spanien, und und und. Viele hatten TV-Kameras oder zumindest hochwertige DLSR dabei. Und ich kleines Licht mit meiner Ixus mittendrin. Das war schon irgendwie ein seltsames Gefühl.

Schuhe für OlympiaIch nutzte die Zeit und schaute mir die ausgestellten neuen Produkte an. Auf einem Podest waren alle Schuhe zu sehen, die bei der Olympiade von Adidas-Athleten zum Einsatz kommen werden. Schon beeindruckend, wie viele verschiedene Spezialschuhe es gibt. Hammerwerfer, Hochspringer, Sprinter,… für jeden einen eigenen Schuh, der speziell auf die jeweiligen Anforderungen ausgerichtet ist. Aber auch die Kleidung der Athleten war z.T. ausgestellt, sowie auch die der Helfer. Zusätzlich gab es Stände von Adizero, Adipure, Supernova und micoach. Vor allem die ersten beiden Stände waren für mich persönlich sehr interessant.

Präsentation zu Olympia 2012Schließlich begann die Veranstaltung, die verständlicherweise auf Englisch abgehalten wurde. Diverse Sprecher und Vertreter von Adidas berichteten über die positive Entwicklung der Firma und deren stetig steigenden Umsätzen. Anschließend wurde auf die bevorstehende Fußball-EM und die Olympischen Sommerspiele eingegangen. Dabei wurde erklärt, was Adidas bei der Entwicklung der Kollektion wichtig war bzw. welche Einflüsse eine Rolle spielten. Die Schuhe der Olympischen Spiele sind z.B. alle in enem knalligen Rot. Grund hierfür ist, dass die Farbe Rot auf Sportler Energie und Kraft ausstahlen soll.

Adizero-StandEs wurden aber auch die einzelnen Stände (siehe oben) mit ihren jeweiligen Neuheiten vorgestellt. Beim Adizero-Part war ich besonders hellhörig, da es einen Nachfolger meines geliebten Tempo 4 geben wird. Neu ist hierbei die Art der Pronationsstütze, die nicht mehr aus einem härteren Mittelsohlenpart besteht, sondern aus Gewichtsersparnis eine Brücke ist (wie auch schon in anderen Modellen).

Geoffrey Kiprono MutaiEin Highlight war dann die kleine Interviewrunde mit den beiden kenianischen Marathonläufern Wilson Kipsang und Geofrey Mutai, die nicht nur ihre sportlichen Ziele nannten, sondern auch was ihnen an den Adidas-Laufschuhen besonders gefällt. Auch Maurice Greene, Olympiasieger von Sydney 2000 über 100m, wurde kurz vorgestellt. Alle drei Athleten standen im Anschluss für Interviews bereit. Wilson KipsangAllerdings waren hierfür die eingeladenen Journalisten deutlich besser als ich ausgestattet. Während ich mit meiner Kompaktkamera doch etwas amateurhaft da stand, warteten andere mit Profi-DSRLs und TV-Kameras auf. Dementsprechend war ich froh, dass ich überhaupt mit den drei Athleten kurz in Kontakt kam. Schließlich reichte es sogar noch für gemeinsame Fotos und Autogramme.

Die Veranstaltung lief dann so langsam aus und ich machte mich auf den Heimweg. Schließlich musste ich am nächsten Tag wieder arbeiten und durfte den Zug nicht verpassen, um nicht zu spät nach Hause zu kommen. Für die Anderen ging es jedoch am nächsten Tag weiter. Da stand en Führungen auf dem Programm, die ich jedoch schon mitgemacht hatte. Von daher war die vorzeitige Abreise nicht ganz so schlimm für mich.

Fazit: Die Adidas Olympia Medientage 2012 waren eine tolle und interessante Veranstaltung. Nicht nur dass ich exklusive Einblicke in die neue bzw. zukünftige Kollektionen sowie deren Entwicklung erhielt, sondern auch das internationale Flair und die drei Profis „zum Anfassen“ machten das Ganze zu einem einmaligen Erlebnis. An dieser Stelle vielen Dank an Adidas, dass ich an diesem Event teilnehmen durfte. Jederzeit gerne wieder! 🙂

Kleine Randnotiz: Vor kurzem wurde beim ARD-Markencheck Adidas unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war grob zusammengefasst, dass deren Sportartikel richtig gut sind (die Fashion-Produkte dagegen überteuert), die Produktionsbedingungen jedoch nicht. Der Pressesprecher von Adidas argumentierte, dass sie die Mindestlöhne zahlen und sie nichts dafür können, wie die Zulieferer zu den Angestellten sind bzw. welche Gesetze es in dem jeweiligen Land gibt. Ich persönlich finde, da macht es sich Adidas ein wenig zu leicht. Vor allem wenn man solche Umsatzzahlen hat kann man auch mal Vorreiter sein und faire Löhne zahlen, sowie bessere Produktionsbedingungen schaffen. Sicher ist das einfach gesagt und es steckt einiges dahinter, aber ein erster Schritt wäre es wert und für die Marke Adidas wäre dies auch gut für das Image. Denn wenn ich schon viel Geld für die Produkte zahle, dann bitte auch mit gutem Gewissen. Umsatz ist nicht alles, denn Fairplay gilt nicht nur im Sport. Meine Meinung. PS: Das gilt für alle Hersteller.

6 Kommentare zu “Adidas „MediaDays Olympia“

  1. Sinusläufer

    Bin ganz deiner Meinung. „Wir sind unschuldig“ ist eine billige Ausrede. Aber davon mal ab macht es mich fast schon ein wenig neidisch. So ein Erlebnis nimmt man gerne mit.

  2. meinzu

    Danke für den netten Bericht und die vielen Bilder. War ja ne super Veranstaltung, klasse. Bestimmt tolles Gefühl mit der Weltpresse vor Ort zu sein, trotz kl. Kamera. 🙂

  3. Marcel @ Klueger.de

    Sieht gut aus und nach echt einem großen Medienauflauf. Ich konnte leider aus Hamburg nicht kommen, vielleicht nächstes Mal. Stimme Dir übrigens zu, dass wenn ich echt viel Gewinn mache als Unternehmen, dann auch die Verantwortung für die Lieferbedingungen übernehmen muss. Sollten auch mal teilhaben an dem Erfolg.

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