Projekt 42: Woche 3

The Answer to Life, the Universe, and Everything! Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Answer_to_Life.png WM CommonsDie dritte Woche meiner Marathonvorbereitung ist vorüber und so langsam geht es ans Eingemachte. Wie ich bereits in meinem zweiten Wochenrückblick andeutete, werden die beiden Einheiten unter der Woche der Knackpunkt sein. Und so war es auch. Dabei war nicht das sportlich Geforderte das Problem, sondern vielmehr die benötigte Zeit, um die beiden längeren Einheiten komplett durchziehen zu können.

Zunächst einmal der Plan für die vergangene 3. Woche:
Projekt 42 - Woche 3
Das Stabilitätstraining habe ich ergänzend zum Plan an den freien Tagen eingebaut.

Gleich zu Beginn der Woche ein kleiner Hammer. Ein Intervalltraining mit 5x2000m im Marathontempo (5 min/km). An sich nicht so extrem, aber mit Ein- und Auslaufen sollten es 15 Kilometer sein. Und das nach der Arbeit. Ich Trottel hatte mich dann noch bei der Strecke verrechnet und hatte somit am Ende sogar 16,4 Kilometer auf der Uhr. Um 20:30 Uhr war ich wieder zurück.

runalyze.de16,40 km Intervalltraining am 04.09.2012

1:28:185:23/km140bpm4 hm

http://runalyzer.brennr.de/shared/o5


Auch die zweite Einheit hatte es in sich, denn sie war mit 18 Kilometer noch länger angesetzt. Zwar mit einem Durchschnittstempo von 6 min/km total harmlos, aber die Dauer war wieder das Problem. Als wäre die Zeit nicht schon knapp genug, hatte meine Bahn auch noch Verspätung. Ein Gehetze ohne Ende, zumal die Sonne inzwischen wieder früher (gegen 20 Uhr) untergeht. Das merkt man dann schon. Als ich loslief, war es warm und sehr sonnig. Auf den letzten Kilometern jedoch kühl und dämmrig.

runalyze.de18,36 km Dauerlauf am 06.09.2012

1:49:335:58/km129bpm10 hm

http://runalyzer.brennr.de/shared/o6


Die dritte Einheit am Samstag musste ich ausfallen lassen. Es waren eh nur 5 Kilometer im regenerativen Tempo. Stattdessen war ich 3-4 Stunden auf einem Fußballgolfplatz unterwegs. Ich denke, das macht keinen großen Unterschied.


Zum Abschluss der Trainingswoche stand natürlich wieder der lange Lauf auf dem Plan. Dieses Mal sollten es 27 Kilometer sein. Nachdem mir bereits bei den letzten langen Läufen recht langweilig war, musste ich mir etwas Neues einfallen lassen. Am Abend zuvor schaute ich auf Google Maps, ob ich eine neue Strecke laufen könnte. Und dies habe ich dann auch getan, was eine geniale Idee war. So war aufgrund der neuen Umgebung der Lauf recht kurzweilig und hat richtig Spaß gemacht.

runalyze.de27,44 km Langer Lauf am 09.09.2012

2:42:195:55/km130bpm17 hm

http://runalyzer.brennr.de/shared/o7


Fazit: Diese Woche war ein wenig grenzwertig. Es war nicht einfach, die Einheiten durchzuziehen. Der Ausfall der dritten Einheit war jedoch nicht der mangelnden Zeit begründet, sondern einfach weil ich viel zu müde war und nicht rechtzeitig aus dem Bett kam. Auch am Sonntag verschlief ich und kam erst um 8 Uhr los. Das Ganze zehrt ganz schön an den Kräften. Zusammen mit dem restlichen alltäglichen Stress nicht ganz einfach umsetzbar. Zwar bin ich noch immer ganz heiß auf Frankfurt, aber Stress und Spannungen lassen mich langsam ein wenig zweifeln, ob ich das wirklich durchziehen kann, soll, will…

10 Kommentare zu “Projekt 42: Woche 3

  1. Running Twin Marek

    Die Umfänge sehen ja schon recht gut aus. Jetzt heißt es nur dranbleiben und nicht krank werden! Dann sind die 10 Wochen schneller vorbei als du denkst. „Stress und Spannungen“ – was willst du erwarten, wenn du neben dem Job und deiner Familie so ein Programm durchziehen willst? Da rumpelt es schon öfters mal. In solchen Situationen einfach mal an die vielen anderen Bekloppten denken, die den gleichen Quatsch machen 🙂 Dann gehts leichter!

  2. Frank

    Hallo Christian,

    auffällig ist, dass häufiger Wort wie „Streß“, „Spannung“, „Gehetze“ und „grenzwertig“ als „Spaß“ oder vergleichbares in Deinem Bericht Verwendung finden.

    Schade wäre es, wenn es beim FFM Marathon mit den sub 3:30h nicht klappen sollte (wenn auch nur knapp) und Du daraufhin – und auch wg. Deiner beruflichen Pendelei – (und des kommenden Herbstes/Winters) für längere Zeit die Lust am Laufen verlierst.

    Nimm Dir doch „nur“ eine PB für den Marathon vor, wenn dann eine sub 3:30h rauskommt, umso besser. Möglicherweise entspannt sich Deine berufliche Situation ja im kommenden Jahr, so dass Du mit mehr Spaß und Zeit beim Training (und bei Deiner Familie) sein kannst.

    Viele Grüße und sportlichen Erfolg
    Frank

  3. Supermario72

    Hallo Christian,

    nun gut – dass es nicht immer einfach wird, dass alles unter einen Hut zu bekommen, wußtest Du ja bereits im Vorfeld. Also – da mußt Du jetzt schon durch. Geht uns Familienvätern i.d.R. immer genau so! 😉 Leg mal an den Stabitagen hin und wieder einen „Schlafabend“ ein. Habe ich Dir ja schon mal empfohlen. Das hilft sehr!

    Ansonsten finde ich persönlich, kommen die richtig langen Läufe zur Zeit noch zu kurz in Deinem Plan. Sagt die Regel nicht, Du sollst mindestens 6-7 lange Läufe über 30km in einem ordentlichen Marathonplan haben!? Also wenn man sich z.B. mal den 8-Wochen-Plan von P. Greif anschaut, da geht es direkt in Woche 1 schon mit einem 35er los. Und das dann für komplette 6 Wochen! Gut – ich bin selbst noch keinen Marathon gelaufen, aber bei den HM-Vorbereitungen verhält es sich ja ähnlich. Da brauchst Du auch einfach regelmäßig Läufe zwischen 18km und 22km, um am Ende wirklich das läuferische Stehvermögen über die vollen 21,1km zu haben.

    Was Deine Zielzeit anbetrifft, bleib dabei! Du trainierst jetzt auf eine 3:30h – dann versuch auch sie zu laufen. Wenn es dann am Ende nicht ganz klappt – egal, das kann immer passieren. Für eine neue Bestzeit müssen viele Dinge an diesem Tag stimmen. Ein Restrisiko bleibt immer. Aber Du solltest ein klares Ziel vor Augen haben!

    Also – bleib weiter dran und halt uns auf dem Laufenden!

    Grüße aus Köln!
    Mario

  4. Brennr Autor des Beitrags

    @Running Twin Marek: Das mit dem Nicht-krank-werden kann ich leider nur bedingt beeinflussen. Und schon klar, dass es mit Beruf und Familie mal „rumpelt“, aber ich habe mir auch einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht. Naja, Jammern hilft nicht.

    @Frank: Du hast schon recht, dass es so rüberkommt, als hätte ich keinen Spaß am Laufen. Dem ist aber nicht so. MIr machen die Einheiten sehr viel Spaß. Nur das Drumherum ist eben etwas stressig.
    Und die Sub 3:30 nehme ich nicht zu ernst. Ist lediglich eine ambitionierte Orientierung, die ich benötige, um konzentriert zu trainieren. Den Spaß am Laufen werde ich sicher nicht verlieren, wenn ich über der 3:30 bleiben sollte.

    @Supermario72: Greif ist auch bekannt, dass er hart ist. Einige meinen, unnötig hart. Mag sein, dass längere lange Läufe vielleicht besser wären, aber es bleibt die Frage ob ich dies auch bis zum Ende der Vorbereitung durchziehen könnte. Ich habe schon viel Positives über Steffnys Plan gehört. Ach ja, bei meinen bisherigen HM-Vorbereitungen bin ich eher selten über 18-19 km gelaufen und bin gut damit gefahren.

  5. Eddy

    Ich habe großen Respekt vor Deinem Ehrgeiz und Deinen Leistungen, Christian! Und ich wünsche Dir, dass Deine Strapazen sich für Dich so auszahlen, wie Du es Dir wünschst!

    Gleichzeitig erkenne ich einmal mehr, dass ich selbst solche Ambitionen nicht (mehr) verfolgen darf. Statt einer Bestzeit setzte ich die Leidenschaft an allererste Stelle. Sonst würde ich die Lust an diesem Hobby wohl bald verlieren.

  6. Hugo

    Marathonvorbereitungen sind immer eine Herausforderung und da gibt es immer Hochs und Tiefs. Wenn du deinen Trainingsplan durchziehst, dann wirst du bestimmt mit einer tollen Laufzeit belohnt…. also…. dran bleiben ❗

  7. Chris

    Cool. Du ziehst das durch! Nach dem Marathon hast du dann weider viel, viel, viel Zeit. Es ist schon eine Meisterleistung, ein Marathontraining zwischen Arbeit, Familie und Alltag zu stecken. Das geht wohl allen so. Deshalb habe ich im Frühjahr darauf verzichtet und bin „nur“ halblang gelaufen. Drück dir die Daumen – und zum Relaxen beim flyingwilli lesen – das entspannt auch die Lachmuskeln…. :mrgreen:

  8. Ruben

    Im Februar und März habe ich das gleiche erlebt wie du: Das ultrakonsequente durchziehen des Trainingsplans (HM Mitte April in Sub1:30) nahm mir die komplette Lust am Laufen. Egal ob es ein schneller Lauf, ein langer Lauf oder ein Intervalllauf war – es war gefühlt immer das, was ich nicht wollte… ich glaube das es zusammenfiel, dass ich den Trainingsplan abgehakt habe und mit dem Rauchen wieder begann, war kein Zufall. Allerdings: Der Trainingsplan an sich war ein voller Erfolg. Ob ich es nochmal machen würde? Ich weiß es nicht, kämpfe derzeit mit mir selber was ich nächstes Jahr so erreichen will.

  9. Henrik

    Kurz und knapp: weitermachen! Jammern ist ausdrücklich erlaubt 😀 . Nur eine gut gelaufene Vorbereitung wird dir die nötige Sicherheit für den Marathon geben. Und bist jetzt ist die doch SEHR gut gelaufen.

  10. Brennr Autor des Beitrags

    @Eddy: Vielen Dank, Eddy! Bei mir steht die Leidenschaft auch an erster Stelle, und zwar die Leidenschaft, das Beste zu geben. Einfach nur so laufen würde mir auf Dauer keinen Spaß machen. Vielleicht ändert sich das irgendwann, aber im Moment ist das so. -> http://www.brennr.de/2011/02/17/ich-liebe-wettkaempfe-lauft-wie-ihr-wollt/

    @Hugo: Danke, das hoffe ich. 🙂

    @Chris: Direkt nach dem Marathon habe ich eine Woche Urlaub mit meiner Familie geplant. Darauf freue ich mich schon.

    @Ruben: Oh, da hast Du etwas falsch verstanden. Das Laufen und die Einheiten machen mir sehr viel Spaß. Nur der Zeitmangel und das Organisatorische nerven ein wenig.

    @Henrik: Danke (dass ich jammern darf 🙄 )! Genau aus diesem Grund versuche ich es durchzuziehen, denn mit einer halbherzigen Vorbereitung hätte ich kein gutes Gefühl.

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