Bericht „Maxdorfer Gemüselauf“

Ich (Nr. 57) war anscheinend zu schnell für den Kamerafokus. ;-) (Quelle: sportupyourlife.com)Dieser Bericht ist längst überfällig, doch ein fieser Magen-Darm-Infekt hat mich eine Woche außer Gefecht gesetzt. Inzwischen sind jedoch über drei Wochen seit dem Lauf vergangen und mir fällt es ehrlich ein wenig schwer, mich an Details zu erinnern. Daher wird mein Bericht dieses Mal etwas kürzer als sonst ausfallen. Vielleicht gar nicht mal so schlecht. 😉

Vor dem Start
Wie bereits der Mutterstadter Volkslauf war auch der Maxdorfer Gemüselauf für mich eine Premiere. Dank Navi habe ich den Veranstaltungsort gleich gefunden. Vor Ort selbst waren an jeder Ecke freundliche Helfer zu finden, die einem einen freien Parkplatz zuwiesen oder den Weg zur Startnummerausgabe und zum Start zeigten. Das war richtig auffällig und für einen kleinen Volkslauf mehr als vorbildlich.

Ich holte meine Startnummer und zog mich im warmen Auto um. Dann begab ich mich zum Startbereich, der sich mitten Ort auf einer Straße befand. Der große Start-Banner über der Verkehrsinsel des Kreisverkehrs war nicht zu übersehen. Allerdings war nicht ersichtlich, wo genau der Start ist. Es konnte auch niemand eine eindeutige Antwort geben. Lediglich die Laufrichtung konnte ich in Erfahrung bringen. Ich lief mich ein wenig warm und wartete den Start ab.

Der Start
Plötzlich sammelt sich das Läuferfeld und die imaginäre Startline ist zu erahnen. Ich positioniere mich recht weit vorne. Aufgrund meiner Platzierungen in den beiden Laufcup-Läufen zuvor ist dies auch völlig in Ordnung. Weder möchte ich unnötig Zeit verlieren, noch schnelleren Läufern im Weg stehen.

Den Streckenverlauf habe ich mir zuhause nicht intensiv angeschaut, was gerade für den ersten Kilometer nicht verkehrt gewesen wäre, wenn das Feld noch dicht beinander ist. Egal. Der Startschuss fällt und ich laufe los. Viiieeel zu schnell natürlich, aber das ist ja nichts Neues. Und schließlich möchte ich ja eine neue PB laufen.

Der Lauf
Anders als bei den Läufen zuvor, habe ich dieses Mal ähnlich leistungsstarke Läufer um mich herum. Die ersten beiden Kilometer vergehen wie im Flug. Die Strecke ist trotz des starken Regens in der vergangenen Nacht problemlos zu laufen, was auch an den Helfer liegt, die sichtbar gute Arbeit geleistet haben. Auch hier Daumen hoch.

Die Kilometer 3 & 4 laufe ich etwas langsamer. Dies liegt unter anderem an der etwas ungünstigen Streckenführung. Zum Beipiel sind Spitzenkehren direkt vor und nach einer Brücke einfach Gift für den Laufrhythmus. Dafür sind die Abschnitte im Wald deutlich angenehmer. Der Mizuno Wave Elixir 7 stellt sich hierbei wieder als guter Allrounder bei unterschiedlichen Bedingungen und Untergründen heraus.

Die Beine spielen mit und auch die Luft ist noch da. Es spricht alles für eine sensationelle neue PB. Meinen Schlusssprint möchte ich jedoch nicht zu früh angehen. Dafür bin ich bisher ein viel höheres Tempo als geplant und somit doch sehr am Limit gelaufen. Die Kilometer 8 & 9 lasse ich daher einen Tick verhaltener hinter mir.

Auf dem letzten Kilometer nehme ich immer mehr Fahrt auf. Als ich das Ziel ca. 200 Meter vor mir sehe, starte ich endgültig meinen Zielsprint bzw. was noch an Körner da ist. Und viel ist es nicht mehr. Ich suche verzweifelt die Ziellinie, doch ich kann keine erkennen. Es gibt zwar einen Zielbanner, doch wo die Zeit gestoppt wird ist unklar. Nach dem Banner und dem Mann am Mikrofon lasse ich mich austrudeln.

Im Ziel
Ich stoppe meinen Forerunner und meine Startnummer wird eingescannt. Ich bin erst mal fix & fertig und der Kotzgrenze doch sehr nahe. Ich habe alles gegeben. Auf der Uhr sehe ich eine 41:47 (offiziell jedoch 41:51, was sicher an der nicht eindeutigen Ziellinie lag)!

Nach dem Lauf
Überglücklich, aber auch etwas skeptisch lief ich kurz aus. Da sich das Ziel ein wenig vom Start entfernt befand, ergab sich das von alleine. Außerdem wollte ich nicht verschwitzt in der Kälte stehen. Am Auto angekommen, zog ich mir frische Sachen an und fuhr sofort nach Hause. Dies hatte auch seinen Grund, denn ich hatte mir mittags einen Fernseher reservieren lassen, der im Angebot war. Eine schöne Belohnung! 🙂

Fazit
Der Maxdorfer Gemüselauf war ein voller Erfolg. Ich war top fit, die Bedingungen waren ok und ich hatte eine gute Läufergruppe erwischt. Es hat also eigentlich alles gepasst. Eigentlich. Mein Forerunner zeigte lediglich 9,81 Kilometer an und normalerweise zeichnet dieser sogar immer einen kleinen Tick optimistischer auf. Es haben also wieder auf alle Fälle 100-200 Meter gefehlt. Laut Ausschreibung war die Strecke zwar vermessen, aber nicht amtlich. Ok, das wusste ich bereits im Vorfeld und ich bin vor allem wegen der Laufcup-Wertung gelaufen, aber ist das echt so aufwendig bzw. teuer, die Strecke offiziell vermessen zu lassen? Würde mich mal interessieren. Die Zeiten sind nunmal null aussagekräftig, wenn man sich bzgl. der tatsächlich gelaufenen Distanz nicht sicher sein kann. Realistisch wäre eine 42:45 gewesen. Dies entspräche wohl eher meinem aktuellen Leistungsstand. Egal, die Aufnahme in die Gesamtwertung ist gesichert und für Bestzeiten muss ich mir andere Läufe aussuchen.

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