DroneRunner DR1 – Drohne für Läufer

DroneRunner DR1 - Drohne für Läufer (basierend auf fotolia.de-Grafik von © radeboj11)Es ist soweit! Ich kann endlich von einer Neuigkeit berichten, die ich aus diversen Gründen lange verschweigen musste. Zusammen mit zwei Freunden (einer arbeitet am Fraunhofer Institut in Karlsruhe, der andere bei der SAP in Walldorf) habe ich ein Startup-Unternehmen gegründet. Es mussten zunächst einige Dinge geklärt werden (u.a. Patentanmeldungen). Doch jetzt können wir unsere Idee verkünden. Wir wollen eine spezielle Drohne für Läufer auf den Markt bringen!

Hintergrund
Als leidenschaftlicher Läufer bin ich gerne im Freien unterwegs. Ich fand es jedoch immer schade, dass ich gewisse Momente nie festhalten konnte. Eine Kamera hat man für gewöhnlich nicht dabei. Maximal das Smartphone. Doch damit lässt sich die Stimmung nur schwer einfangen. Entweder macht man ein Foto oder ein bescheuertes Selfie. Für beides muss man meist seinen Lauf unterbrechen. Einen persönlichen Fotografen wie z.B. EiswuerfelimSchuh (Din, darum beneide ich Dich) ihn hat, haben die meisten von uns sehr wahrscheinlich nicht. Die Bilder sind allerdings ein Traum. Am Strand, auf dem Feld, in den Bergen,… alles wunderschön festgehalten. Das muss doch irgendwie für jeden möglich sein?

Idee
Und genau da kam mir die Idee. Drohnen! Inzwischen sind diese sehr ausgereift und es lassen sich sogenannte Actioncams (z.B. GoPro) daran befestigen. Wieso also nicht mit dem Läufer bzw. dessen GPS-Uhr / Smartphone koppeln? Ich setzte mich mit meinen Freunden zusammen und besprach mit ihnen meine Idee. Schnell war klar, dass dies technisch durchaus realisierbar wäre und wir beschlossen ein Startup-Unternehmen zu gründen.

Funktionen
Zwar sind vielleicht ähnliche Drohnen von anderen Startups in Planung, doch unsere DR1 wird deutlich mehr Funktionen bieten.

  • Kopplung via Bluetooth
  • Die DR1 kann mit bluetooth-fähigen GPS-Uhren gekoppelt werden. Eine App für Smartphones ist in Planung. Der Akku hält derzeit knapp eine Stunde. Wir versuchen die Akkuleistung aber noch zu verbessern.

  • Videoaufnahme in 4K
  • Die DR1 kann in 4k-Qualität Videos aufnehmen. Auch Fotos sind möglich. Diese können dann über die geplante Smartphone-App gezielt oder im vorgegebenen Rhythmus aufgenommen werden.

  • Pacemaker
  • Vor dem Lauf kann die DR1 so programmiert werden, dass sie als Pacemaker fungiert. Geschwindigkeit kann vorgegeben werden. Sogar Intervalltrainings sind möglich. Die DR1 fliegt im entsprechenden Tempo voraus.

  • Notfallfunktion
  • In den Einstellungen können Notfallkoordianten angegeben werden. Sobald sich die Vitalwerte des Läufers (sofern er eine Pulsmessfunktion hat) drastisch verschlechtern, fliegt die Drohne selbständig zu den angegebenen Koordinaten und übermittelt den Standort des Läufers. Nutzt der Läufer ein Smartphone, wird ein Notfalls-SMS gesendet.

  • Navigator
  • Vor dem Lauf kann der DR1 eine vorgegebene Route überspielt werden, welche die Drohne dann abfliegt. Dabei passt sie sich dem Tempo des Läufers an.

  • 360-Grad-Sicht mit Ausweichfunktion (in Planung)
  • Damit die DR1 auch in der Stadt oder im Wald genutzt werden kann, wird die Drohne mit einer 360-Grad-Kamera ausgestattet, mit der sie Hindernisse automatisch erkennt und selbständig ausweicht.

DroneRunner DR1 - Drohne für Läufer

Finanzierung
Zwar hatten wir drei ein kleines Startkapital, um einen ersten Prototypen erstellen zu können, doch für die Entwicklung der besonderen Funktionalitäten brauchen wir natürlich eine finanzielle Unterstützung. Daher haben wir uns dazu entschlossen, uns bei kickstarter.com anzumelden. Unser Antrag wird derzeit noch geprüft und wird in den nächsten Tagen freigegeben. Dann kann jeder, der das Projekt gut findet, es mit einem individuellen Betrag unterstützen. Ab einer gewissen Höhe habt ihr die Möglichkeit als erster die DR1 zu einem Vorzugspreis zu bekommen!

Meilensteine
Die Planung sieht so aus, dass dieses Woche auf Kickstarter das Crowdfunding gestartet wird und sobald das benötigte Kapital erreicht ist, wir die ersten DR1 für den Verkauf bzw. für die Unterstützer produzieren können. Dies wird dann voraussichtlich im dritten Quartal geschehen. Die Auslieferung würde dann im letzten Quartal erfolgen. In den freien Verkauf die DR1 dann im ersten bzw. zweiten Quartal 2017 kommen. Dann zu einem etwas höheren Preis. Genau Preise können wir derzeit noch nicht nennen, da wir mit Zulieferern noch in Verhandlung sind.

Ich kann es kaum erwarten, bis die DR1 marktreif ist. Der Prototyp macht bereits extrem viel Spaß und wenn dann alle Funktionen integriert sind, dann wird das der absolute Knüller. Derzeit sind wir dabei, ein Video vom Einsatz des Prototypen zu erstellen. Seid gespannt!

5 Kommentare zu “DroneRunner DR1 – Drohne für Läufer

  1. Martin

    Reicht der Akku der Drohne auch für LongRuns? Dann würde ich einen nehmen! 😀

    P.S.: Respekt. So viel Text für einen Aprilscherz. ^^

    1. Thomas (Harlerunner)

      Was ist denn mit Haltern für Wasserflaschen? Oder zumindest Gels? Wie laut ist denn die Hupe, damit sie auch wirklich den Weg frei machen kann?

      P.S.: Wie geht es denn Deinem Fuss? Ist ja nun schon ein Jahr her… 😉

  2. Daniel

    Der Witz ist ja eigentlich, dass es so etwas fast schon gibt, erst kürzlich bei DC Rainmaker gesehen. Also gibt’s nix was es nicht gibt 😉

  3. Ruslan

    Technisch wäre es aus meiner Sicht möglich, es gibt aber ein paar Haken an der Sache. Erstens wäre zum Betrieb der Drohne höchstwahrscheinlich eine behördliche Erlaubnis notwendig. Wegen Luftsicherheit. Zweitens sind die Bilder nicht gleich Bilder. Um richtig gute Bilder zu schießen, würde die Drohe eine künstliche Intelligenz benötigen. Und das ist gar nicht einfach.

    Ich habe eine andere Idee für Euch. Ihr könnt Drohen auf den Markt bringen, die die Laufstrecke überwachen und wenn jemand umkippt, einen Notruf absetzen und die erste Hilfe leisten. Man könnte mit Medizinern besprechen, was da sinnvoll wäre. Es gibt viele Fälle, wann Läufer/-innen einen Kreislaufkollaps erleiden und sterben, weil die nötige Hilfe zu spät gekommen ist. Dem könnte man mit solchen Drohnen entgegensteuern. Wenn man Glück hat und richtig gute Überzeugungsarbeit leistet, wäre der Einsatz solcher Drohnen für jeden Veranstalter verbindlich vorgeschrieben. In Verbindung mit einem Patent wäre das eine Goldgrube für den Erfinder 😉

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