Bericht „Franklin Meilenlauf 2017“

Franklin Meilenlauf 2017Im Wochenrhythmus standen bei mir im Oktober die Wettkämpfe an. Nach Himmelsleiter Trail und Strahlenburgtrail, wartete mal wieder ein Straßenlauf auf mich. Allerdings auf einer ungewohnten Distanz, denn beim Franklin Meilenlauf waren 9 Meilen zu bewältigen. Zwar wurde auch ein Halbmarathon angeboten, doch das war mir dann doch zu viel. Außerdem hat die Premiere letztes Jahr Spaß gemacht. Ich war gespannt, was diesmal möglich sein würde.

Vor dem Lauf
Die Wettervorhersage sah zunächst nicht gut aus, doch dann besserte sie sich noch und es sollte vormittags trocken bleiben. Allerdings mit teilweise starken Böen. Naja, man kann nicht alles haben. Ich reiste mit dem Auto an, parkte auf dem großen Kasernengelände und holte meine Startnummer ab. Nach dem Umziehen gab ich meine Tasche beim Gepäckservice im ehemaligen Kinosaal ab. Anschließend ein wenig Warmlaufen und ab in den Startblock, der dieses Mal nicht im Stadion war.

Der Lauf
Der Start verzögerte sich noch um ein paar Minuten. Wahrscheinlich musste man wie im Vorjahr wieder auf eine streckenpassierende Bahn warten. Eigentlich nicht tragisch, doch es war recht kühl und windig. Dann ging es aber endlich los. Einen echten Plan hatte ich nicht. Ich wollte unter 1:10:00 bleiben, was einen Schnitt von 4:48 bedeutete. So wollte ich das Rennen angehen. Wollte. Es kam mal wieder anders. Ich lief mit 4:27 viel schneller los. Doch es fühlte sich gut an und ich versuchte, um die 4:30 zu laufen.

Die ersten 6-7 Kilometer konnte ich das Tempo ohne größere Probleme halten, auch wenn es nach der Halbmarathonweiche sofort etwas einsamer war. Es gab dennoch immer ein zwei Läufer, die ich im Visier hatte und zu denen ich aufschließen wollte. Beim Passieren des Sees musste ich allerdings ein wenig wegen dem nassen Laub aufpassen, dass ich nicht wegrutsche oder es mich direkt auf den Boden legt.

Die Streckenführung an sich war geringfügig anders im Vergleich zum Vorjahr. Den anschließend welligen und windanfälligen Abschnitt über das Feld gab es jedoch weiterhin. Während ich letztes Jahr mit Gegenwind zu kämpfen hatte, war mir dieses Mal sogar etwas Rückenwind gegönnt. Zumindest teilweise, denn ab und zu bekam ich eine starke Böe zu spüren.

Auf der langen welligen Gerade saugte ich mich an einen Läufer heran und konnte ihn schließlich überholen. Klingt zunächst gut, bedeutete aber auch, dass ich wieder eine Weile alleine unterwegs war. Die nächsten Läufer waren ein gutes Stück weg und an diese musste ich mich erst einmal herankämpfen. Dies führte unbemerkt dazu, dass ich auf der zweiten Hälfte mein Tempo erhöhte.

Ich war dennoch skeptisch, ob ich das bis zum Schluss so durchziehen konnte. Aber noch fühlte ich mich gut und letztendlich hatte ich ja auch nichts zu verlieren. Als es über die Brücke ging, sah ich von weitem zwei Läufer vor mir, die mir zunächst uneinholbar schienen. Mein Ziel war es nun, so viel wie möglich auf die Beiden aufzuholen. Ich musste mir solch ein Ziel setzen, da ich ansonsten langsamer geworden wäre.

Auf dem Franklin-Gelände kam ich erst einmal nur geringfügig an die zwei Läufer heran. Aber immerhin. Ich spürte aber auch, dass ich noch Reserven hatte und ich bis zum Ziel noch zulegen konnte. So kam es dann auch. Ich erhöhte das Tempo und war den Beiden auf den Fersen. Kurz vor dem Stadion konnte ich schließlich vorbeiziehen. Auf der Laufbahn holten sie dann nochmals auf, doch dann zündete ich meinen Zielsprintturbo und rannte ihnen davon. Nach 1:03:23 kam ich ins Ziel.

Im Ziel
Das war nochmals schneller als im Vorjahr! Damit hatte ich im Vorfeld echt nicht gerechnet. Zwanzig Sekunden nach mir kamen die beiden Läufer ins Ziel. Eine davon war die zweitschnellste Frau. Ich ging zu den Beiden hin und gratulierte ihnen. Ich bedankte mich zudem, dass sie meine Motivation auf den letzten Kilometern waren.

Nachdem ich meine Medaille entgegen nahm, versorgte ich mich mit Getränken und Essen. Danach holte ich meine Tasche ab und zog mich um. Ich wollte mich nicht verkühlen. Zuhause gönnte ich mir ein zweites Frühstück und ging dann mit meinen Jungs eine Stunde auf den Bolzplatz. An sportlicher Betätigung mangelte es mir an diesem Tag wahrlich nicht.

Fazit:
Der 9-Meilen-Lauf war eine meiner besten Laufleistungen in diesem Jahr, vor allem auch wegen der zweimonatigen Pause im Sommer. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit der Form meine Zeit vom Vorjahr verbessern könnte. Und das auch noch über eine Minute. Zudem wurde ich 13. von 289 und AK Dritter. Was mein Tempo (angeblich 4:22) betrifft, so glaube ich, dass die Strecke etwas zu kurz war. Laut meinem Forerunner waren es ca. 250 Meter zu wenig. Dann wäre mein Schnitt 4:27 gewesen, was ich schon eher glaube. Dennoch, ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Die beiden Trailläufe zuvor hatten es zwar in sich, aber sie machten mich in der Ebene schneller. Die ungewöhnliche Distanz von 9 Meilen hat durchaus ihren Reiz. Etwas Abwechslung tut gut und macht Spaß.

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