Profiläufer gibt es länger, als vermuten könnte. In Deutschland war Peter Bajus wohl der Erste, der sein Geld mit dem Laufen verdiente. Als sogenannter Schnellfüßler lief der Tagelöhner u.a. 1824 vor zahlreichen Zuschauern von Frankfurt nach Hanau und zurück. Seine 10km-Zwischenzeit wurde nachträglich auf 31’45″ geschätzt. Der Großherzog stellte ihn danach als Hofläufer ein.
Das Tauwetter in vielen Regionen des Landes sorgte für erhöhte Pegelstände der Flüsse. Für Wolfgang Kulow wäre dies aber noch lange kein Grund, nicht an den Uferwegen zu laufen. Der Extremsportler absolvierte 2003 in einem Schwimmbad mit Taucherflasche den ersten Unterwasser-Marathon und benötigte hierfür etwas mehr als 24 Stunden. Einfach unglaublich, oder?
Der Marathon der Frauen ist erst seit 1984 olympisch und lange durften Frauen bei Marathon-Veranstaltungen erst gar nicht teilnehmen. Kathy Switzer meldete sich 1967 beim Boston Maraton als “K. Switzer” (ohne Hinweis auf ihr Geschlecht) an und lief damals unerlaubt mit Startnummer. Ein Offizieller wollte sie rausziehen, doch die anderen Läufer verteidigten sie bis ins Ziel.
Wir Läufer stehen ja oft mit Hunden (bzw. deren Besitzer) auf Kriegsfuß. Doch dass diese auch bei einem Wettkampf einem in die Quere kommen können, damit hat Johnny Kelley beim Boston Marathon 1961 nicht gerechnet. Während der Führende Oksanen gerade noch über den Hund hinwegspringen konnte, stürzte Kelley und wurde Zweiter, nachdem ihm Norris (Dritter) aufhalf.
Beim diesjährigen Marathon in Berlin kamen 1.000.000 Trinkbecher, 272.000 Sicherheitsnadeln, 145.000 Bananen, 90.000 Programmhefte, 80.000 Kekse, 45.000 Äpfel, 40.500 Schwämme, 10.000 Joghurtdrinks, 7.500 Kilogramm Nudeln, 5.900 Helfer, 2.780 Kilogramm Medaillen und 250 Liter Massageöl zum Einsatz. DAS nenne ich eine Großveranstaltung.
Während eines Marathons “läuft” eine durchschnittliche weibliche Brust (Köbchengröße B/C bzw. 200-300 Gramm) ungefähr 3,5 Kilometer, da sie bei jedem Schritt 9cm auf und ab wippt. Pro Kilometer wären das ca. 84 Meter. Ein Sport-BH kann das Hüpfen der Brust um 74% reduzieren. Eine durchaus empfehlenswerte und sinnvolle Investition, wenn man (bzw. Frau) regelmäßig läuft.



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