Ich liebe Wettkämpfe! (Lauft wie ihr wollt)

© Mauro Saivezzo - Fotolia.comEin Beitrag von Gerd hat mich zu diesem Artikel motiviert, den ich eigentlich schon länger schreiben wollte. Immer öfter lese ich im Internet, wie sich Läufer von den Wettkämpfen verabschieden. Sie erhalten dann oft Rückmeldungen à la „Super!“, „Toll!“, „Weiser Entschluss!“. Klingt beinahe so, als wäre es verwerflich, wenn man ein Wettkampftyp ist. Nur weil man es liebt, seine Bestzeiten zu verbessern? Ich brauche das! Ohne dieses Ziel könnte ich nicht laufen. So bin ich nunmal. Jeder tickt anders. Manche laufen nur aus Spaß. Manche laufen, um sich selbst etwas zu beweisen. Und manche laufen, um sich mit anderen zu messen. Letzteres ist bei mir zwar nicht unbedingt der Fall, aber selbst wenn, würde ich dazu stehen und hätte kein Problem damit. Wie gesagt, ich bin ein Wettkampftyp. Zwar bewegen sich meine Zeiten irgendwo im Niemandsland, aber für mich sind sie wichtig. Vielleicht ändert sich das irgendwann einmal, aber im Moment ist das Streben nach der Bestzeit mein Antrieb, meine Motivation.

Ich persönlich freue mich für Gerd. Nicht weil er sich vom Wettkampfgedanken verabschiedet, sondern vielmehr weil er weiß, was er läuferisch will und nun auch danach lebt. Wie gesagt, vielleicht schreibe ich auch irgendwann einmal solch einen Artikel. Im Moment kann ich es mir jedoch (noch) nicht vorstellen. Ich liebe die Wettkämpfe und stehe dazu, dass ich auf Zeiten aus bin, selbst wenn der Trend z.B. immer mehr zum Trailrunning geht. Das mache ich zwar auch gerne, aber das alleine würde mir nicht reichen. Vielleicht ist das Trailrunning in gewisser Weise eine Flucht vor dem Mainstream, denn das Laufen ist inzwischen ein richtiger Massensport. Für viele sicher ein Grund, etwas anderes zu machen. Auch Ultra-Läufe gewinnen immer mehr Anhänger. Eventuell aus dem selben Grund. Wie auch immer man sich entscheidet, jede Entscheidung ist richtig. Sie wird (hoffentlich) immer auf Basis des aktuellen persönlichen Empfindens getroffen. Nur dann hat man weiterhin Spaß am Laufen. Und das ist doch die Hauptsache.

Fazit: Steht zu dem, wonach euch ist. Alles andere verdirbt euch den Spaß am Laufen. Es bringt nichts, nur Trails zu laufen, weil es trendy ist, es einen aber nicht erfüllt. Genauso wenig macht es Sinn auf Zeit zu laufen, wenn es einem nicht wichtig ist. Jeder tickt anders. Das muss man für sich, aber auch bei anderen akzeptieren. Lauft wie ihr wollt! 😀

25 Kommentare zu “Ich liebe Wettkämpfe! (Lauft wie ihr wollt)

  1. Laufhannes

    Jippie yeah!

    Ich habe auch den Eindruck, dass es derzeit Trend ist, die Wettkampfschuhe an den Nagel zu hängen. Noch mehr stört mich aber der Trail-Trend. Im Wald laufen ist schön und gut, aber das konnte man auch schon vorher und hat damals schon Spaß gemacht.

    Natürlich finde ich es auch schön, wenn jemand weiß, was er denn für sich persönlich möchte, aber eigentlich sollte man das von Anfang an wissen.

    Vielleicht bin ich in letzter Zeit zu provokativ, aber ich könnte da anstatt zu loben eher kritisch fragen: Und warum nicht schon längst so?

  2. Daniel

    Da sehe ich ähnlich. Ich will auch bestimmte Zeiten realisieren und mich dann über mich selbst freuen. Ich laufe im Training auch gern mal auf Trails bzw. allgemein in der Natur, aber im WK darf es auch flach, schnell und auf Asphalt sein. Und mit Wunschzeit 🙂

    Nebenbei, da wo ein Trend hingeht, entsteht auch schon wieder ein neuer Mainstream 😉

  3. ultraistgut

    Einen Trend in diese Richtung sehe ich nicht, vielmehr, dass es schon immer so war, der eine liebt die Wettkämpfe, der andere läuft lieber für sich, der dritte zieht kurze, schnelle Einheiten und Wettkämpfe vor, der andere lieber längere und dafür langsame.

    Ein Glück, dass für alle das geboten wird, was er möchte, und so können wir friedlich nebeneinander her laufen, uns austauschen, uns mit anderen freuen oder ihr “ Leid “ teilen. 😎

  4. Marco

    Klasse Bericht der meine volle Zustimmung findet Christian.
    Lauft wie IHR wollt ! Toller Satz mit viel Potenzial.

    Ich habe mich ja schon länger von den Wettbewerben distanziert, laufe aber auch noch Veranstaltungen weil ich dort viele Bekannte Gesichter sehen kann. Mein Tempo wähle ich aber dann selbst auch auf die Gefahr hin dann den ein oder anderen im Wettbewerb nicht mehr auf der Strecke zu sehen. Ich laufe dann für mich und nicht für die Uhr wie früher!

    Ambitioniert war ich früher auch und so hat jeder mal angefangen, warum auch nicht! Der eigentliche Antrieb ist doch schneller zu werden oder bessere Platzierungen zu erreichen.

    Mit der Zeit ändert sich das aber bei jeden, ich kenne auch Läufer die früher nur so gelaufen sind und heute nur noch an Zeiten denken. Also genau umgekehrt! Das gibt es auch.

    Der Trail-Trend den Hannes anspricht verfluche ich ja schon seit langer zeit und habe mich im letzten Jahr auch intensiv mit den Leuten von Plan B und Salomon darüber gestritten. Alles was Trendy ist will die breite Masse dann auf einmal machen und sie merkt nicht das es dann auch wieder zum Mainstream verkommt. 🙁

    Ich habe mein Soulrunning ganz bewusst gewählt, das ist meine ganz eigene Art zu laufen die mir keiner vorgibt oder wo keiner einen Trend mit setzt. Auch möchte ich selber damit keinen Trend setzen.

    Wie du schon geschrieben hast: “ Lauft wie ihr wolt“

    Mein Satz der Woche !!!

    Liebe Grüße
    Marco the Soulrunner

  5. Evchen

    Machen wir doch und mir kommt das Wort „Wettkampf“ zwar noch (aus Gründen des Selbstvertrauens) schwer über die Lippen/Finger, aber ich bin ein Wettkampftyp-jetzt und heute. Wie es in ein oder zwei Jahren aussieht? Keine Ahnung. Ich habe aber nicht das Gefühl, daß mich die „Genußläufer“ deswegen weniger mögen oder auch weniger in meinen Vorhaben unterstützen.

  6. Chris

    Ich lasse mir weder von Trends, Mainstream, Dagegenleuten, Dafürleuten oder sonstwem vorschreiben, wann ich wo und wie laufen mag. Ich höre doch nicht auf, durch den Wald zu laufen, nur weil Trail Trend ist? Man wird natürlich von Trends und Mainstream beeinflusst und auch oft erst auf gewisse Ideen gebracht. Ganz schlecht ist das natürlich nicht, vor allem weil man plötzlich eine viel breitere Auswahl an Produkten vorfindet.

    @Hannes Schön, wenn man von Beginn an weiß, was man will. Und was soll dann der tun, der indifferent ist? Außer sich hinterher sagen zu lassen, er hätte sich schon vorher anders entscheiden sollen oder andere Sätze, die zumeist mit „tja“ beginnen? Lieber mal eine geänderte (entwickelte) Meinung, als halsstarrig an Prinzipien festzuhalten.

  7. RunningDan

    Ich zähle mich eigentlich auch eher zu den Läufern, die beim Laufen weniger an ihre Bestzeiten denken. Deswegen kann auch ich den Blogpost von Gerd sehr gut nachvollziehen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass jeder Sportler doch irgendwann wieder vom Ehrgeiz gepackt wird, um sich entweder mit sich selbst oder mit anderen zu messen. So wird auch derjenige, der Wettkämpfe eher meidet, irgendwann wieder auf den Startknopf seiner Stoppuhr drücken…

    Gruß, Daniel.

  8. Gerd

    Hi Christian,
    ich bin ja nicht der Typ der gleich einen Trend an der ganzen Sache sieht. Ich bin auch absolut niemand, der es verwerflich findet seinen Wettkampf zu absolvieren. Im Gegenteil. Selbst ich schließe ja nicht aus, dass es innerhalb eines Laufes zu einem solchen kommen kann.
    Mir geht es eher darum, dass FÜR MICH, ein geplanter Wettkampf, sei es bezüglich irgendwelcher Zeiten oder Mann gegen Mann, nicht in Frage kommt. Nicht mehr und nicht weniger. Ich habe bei meinem ersten Ultra festgestellt, dass für meine Person diese Art des Laufens, die angenehmste und „lustvollste“ ist. Darum mache ich es.
    Ich bin von jedem Wettkampf begeistert. Ich schaue mir sportliche Wettkämpfe unheimlich gerne an. Aber für mich sind sie nun mal nicht der Grund weshalb ich Laufe. 😉
    In diesem Sinne!
    Lass Laufen.

    Wir sehen und beim MLP Marathon

  9. Hugo

    Lauft wie ihr wollt ❗
    Mehr gibt es dazu eigentlich gar nicht zu sagen, jeder nach seinem Gusto.
    Und rechtfertigen muss sich da schon gar niemand, was für den einen gut ist ist für den anderen eben nicht so gut, na und…. wo liegt das Problem ❓ Ich bin auch ein Wettkampftyp und ich liebe es an einem Volkslauf oder eben an einem Wettkampf am Start zu stehen, wenn der Puls schon auf 160 ist bevor ich die Startlinie überquert habe, ich nervös bin und nicht weiss wie gut oder wie schlecht es mir ergehen wird. Ich bewundere aber auch die Läuferinnen und Läufer die einfach an einem Volkslauf oder eben an einen Wettkampf teilnehmen nur des Laufens willen, die einfach das puristische Laufen geniessen und Freude an der Massenbewegung haben.
    Wichtig ist doch nur, dass Mann/Frau läuft oder ❓

  10. Flo

    Kurz bevor ich den Artikel gelesen habe, habe ich getwittert, dass Laufen primär Spaß machen soll. Daher sollte wirklich jeder laufen wie er will. Ich persönlich brauche auch Bestzeiten – und zwar immer, auch bei Tempoläufen 😉 Wenn das nicht klappt habe ich schlechte Laune…
    Spaß macht es mir, wenn es wieder etwas schneller war oder die HF niedriger war. So will ich laufen!
    Bis spätestens in Karlsruhe oder Hockenheim zur neuen Bestzeit!?
    Grüße aus KA!

  11. Marco

    @Flo: war das jetzt Ernst gemeint mit „dann habe ich schlechte Laune“?
    Wenn ja dann solltest du lieber mit Laufen aufhören.
    Was bringt es dir dann?

  12. Brennr Autor des Beitrags

    @Laufhannes: Ich habe auch das Gefühl, als möchte man uns weismachen, dass Trailrunning erst vor kurzem „erfunden“ wurde. Dabei gab es das schon immer. Wahrscheinlich wird dieser Hype hauptsächlich von den Laufschuhherstellern vorangetrieben, um mehr Umsatz zu machen.. 😉
    Kritisch fragen würde ich jetzt in diesem Fall nicht. Das Leben ist nunmal ein ständiger Entwicklungs- und Veränderungsprozess. Manchmal weiß man eben erst nach einer Weile, was man wirklich will.

    @Daniel: Da hast Du recht!

    @ultraistgut: Ich würde schon sagen, dass da ein gewisser Trend zu verspüren ist. Immer mehr drehen dem klassischen Wettkampfgedanken den Rücken zu. Aber wie Du sagst, jedem das Seine. Laufen und laufen lassen.

    @Marco: Danke, das freut mich. Ich war mir nämlich nicht sicher, ob er gut ankommen wird. „Lauft wie ihr wollt“ gefällt mir immer besser, wobei „Laufen und laufen lassen“ auch recht passend ist. Aber Dein „Soulrunning“ finde ich absolut genial. Beim Surfen gibt es ja auch eine solche Bezeichnung.

    @Henrik: Ich würde es gerne mal im Zeitlimit schaffen. 🙄 Aber zuvor muss ich mir erst einmal das Ok vom Orthopäden holen. Ich habe da nämlich Bedenken. 😐

    @Evchen: Ich weiß auch nicht, wie es bei mir in ein paar Jahren aussieht. Wie gesagt, die Einstellung kann sich auch bei mir ändern. Dass mir Genussläufer weniger mögen, habe ich ja nicht behauptet. Ich habe nur gesagt, dass man als Wettkampftyp beinahe ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man die Kommentare liest.

    @Chris: Das mit „neue Ideen durch Trends“ finde ich gut.

    @RunningDan: Ich denke auch, dass es oft nur eine Momentaufnahme ist. Es kann sich wieder ändern, muss es aber nicht. Man weiß nie, wie man in ein paar Jahren drauf ist.

    @Gerd: Ich hoffe, Du hast mich jetzt nicht falsch verstanden. Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass ich glaube, dass Du Dich einem Trend hingibst. Es ging mir eher um die Kommentare, die dazu kamen. Ich freue mich, Dich in Mannheim mal persönlich kennenzulernen. Allerdings nur am Start und im Ziel, da ich auf eine gute Zeit aus sein werde. 😉

    @Hugo: Eben „Laufen wie ihr wollt“. 🙂

    @Flo: Bis dahin ist zwar noch lange, aber es sind Jahr für Jahr meine Favoriten.

    @Marco: Naja, ich denke mal, dass er dann einfach nur ein wenig verärgert ist. Vom Ehrgeiz zerfressen sollte man natürlich nicht sein.

  13. Supermario72

    Ich denke, man sollte lernen, seine eigenen Leistungen richtig einzuschätzen und sich dem entsprechend realistische Ziele planen.

    Es mag mit Sicherheit immer wieder „Naturtalente“ unter uns geben, aber i.d.R. wollen besondere Leistungen auch besonders erarbeitet werden. Doch dabei muß jeder seine Prioritäten setzen. Wir sind alle keine Profi-Läufer – können uns nicht ausschließlich aufs Laufen konzentrieren.

    Vielmehr stehen wir doch fast alle mitten im Leben und tanzen täglich „auf mehreren Hochzeiten“. Da kann es manchmal schon zum Fluch werden, wenn am Abend dann auch noch ein Tempolauf im 4:45’er-Schnitt anstehen soll …. 😉

  14. Marco

    @Chris: sehr schön geschrieben, dem ist nichts hinzuzufügen.

    @Christian: das habe ich ja schon vor zwei Jahren gesagt das die Industrie in nächster Zeit das Trailrunning pushen wird um mehr Umsätze zu erzielen. Das wird auch noch einige Zeit so gehen bis alle Läufer ausgesaugt sind. Das Trailrunning ansich wird sich für die breite Masse nicht durchsetzen. Der Trend wird noch ein höchstens zwei jahre anhalten und dann wieder verschwinden. Sieh dir das Ultrarunning doch an, dort hat man vor vier Jahren auch massiv versucht es zu pushen, aber mit wenig Erfolg. Jetzt ist die Ultragemeinde wieder für sich. 🙂
    Aber egal „Lauft wie ihr wollt“ 🙂

  15. -timekiller-

    So, jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu…

    Die Wettkämpfe, oder Volksläufe oder wie auch immer Ihr das nennen mögt sind doch das Salz in der Suppe.

    Eigentlich ist doch das Laufen ein sehr einsamer Sport. Die meisten werden Ihre Runden alleine drehen. Bei einem Wettkampf hat man endlich mal die Gelegenheit andere Läufer und gleichgesinnte zu treffen. Alleine dafür lohnt sich doch schon die Teilnahme. Die dabei erlaufenen Zeiten interessieren dabei doch niemanden, außer einem selbst. War ich schneller als letztes Jahr?

    So ein Wettkampf ist auch mal ein Lauf, bei dem es keine Ausreden gibt. Entweder ich laufe das Ding zu ende, oder ich trete erst gar nicht an. Jeder von Euch hat bestimmt schon Trainingseinheiten abgebrochen, weil es nicht so gut gelaufen ist. Bei einem Wettkampf ist das anders, da muss man sich halt auch mal durchbeißen, auch wenn es weh tut. Von Zeit zu Zeit etwas Druck, das tut uns allen gut, und macht uns besser. (Egal in welchen Bereichen)

  16. Marco

    „DRUCK“ tut NIE gut !!!
    Druck ist ein Stressauslöser der nicht gut sein kann.
    Sagt dir aber auch jeder Kardiologe 😉

    Aber ich weiss was du sagen willst. 😉

  17. Ralf

    Ich mag auch die Wettkämpfe (obwohl Wettkampf noch ein bisschen komisch klingt), aber ohne das Ziel einen Volkslauf vor Augen, wäre ich deutlich weniger motiviert durch die Gegend zu laufen und warum sollte ich dann jemals 100 Prozent geben. Aber genau das möchte ich ab und an und dann mich ordentlicher Zeitmessung mit mir selbst messen. Die anderen sind mir dabei in wettkampftechnischer Hinsicht fast egal, denn ich werde nicht Erster werden und will halt einfach auch nur nicht Letzter werden. Bei solchem Event andere Leute zu treffen finde ich schön. Außerdem ist so eine Stimmung herrlich – deswegen auch lieber größere Läufe mit viel Publikum.

  18. Andreas

    Ich schließe mich Ralf gleich an, denn mir geht es ebenso: Ohne Wettkämpfe würde mir eine wesentliche Motivation für das Lauftraining fehlen. Ich mag Wettkämpfe, habe aber dabei immer nur meine eigene Leistung im Kontext vor Augen, denn ein Wettkampf kann auch klasse sein, wenn ich deutlich unter meiner Bestzeit ankomme, aber weiß, dass ich dieses Mal mit deutlich weniger Training am Start war. Außerdem beflügelt das gemeinsame Event (Mitläufer und Zuschauer) ungemein.

    Allerdings gibt es auch viele Läufer, für die MUSS der nächste Wettkampf auf jeden Fall immer schneller sein als der vorige, und diese Einstellung halte ich für fragwürdig…

  19. Ruben

    Ich finde Wettkämpfe nicht wichtig. Fand ich mal interessant, bis ich realisiert habe, dass es für mich persönlich witzlos ist.

    Warum?

    Ich laufe nicht nur sondern trainiere auch im Fitnessstudio. Ich bin Schlank, aber nicht Dünn – konstant immer über 80 Kg auf 1,84. Kaum Fett. Trotzdem werde ich niemals Zeiten schaffen wie jemand, der bei gleicher Größe 10 oder sogar 15 Kilogramm weniger wiegt. Träge Masse ist das Zauberwort. Aber mich runterzuhungern und mein Wohlfühlgewicht zu verleumden nur um gegen andere bestehen zu können? Nein. Aber ich glaube genau das ist die Gefahr vieler Läufer

  20. Tschaegger

    Pro Wettkampf.
    Ich mache gerne einige Wettläufe mit, auch wenn ich mich jedes Mal am Start frage: „Warum?“.
    Ja, Warum? – Weil ich dann mein Training an etwas ausrichten kann. – da ist der Strongmanrun mal eine ganz neue Herausforderung!
    Weil ein bisschen Aufregung gut tut.
    Weil ich weiß, zu diesem Datum hast du Fit zu sein.
    Weil ich dann auch an andere Orte komme- zum Laufen.
    Weil ich dann von eine unahängien Instanz weiss, wo stehst du jetz – im vergleich zu vorher und Anderen.
    Weil nach dem Lauf eine fettes fettes Weizen auf mich wartet.

    Zum Trailrunning: als Oberstdorfer gibt es gar nichts anderes. Da haben es früher die üblichen Schuhe auch getan. Das einzige revolutionäre für das ich der Schuhindustrie dankbar bin: Der gestärkte Zehenbereich 😀
    Alles andere ist Quatsch.

    Sobald sich der Mainstream den Knöchel verstaucht oder den Fuß umdapt, ist der „Trailhype“ gestorben – auch mit den neuesten Wings, Stabilisatoren und Crashregulatoren, Gemsenfüschen oder Felsstop.

    Auf der anderen Seite bin ich Mainstream – weil Läufer – und schaue mir gerne neue Trends an. Ist doch toll! Viellicht werden ja Trimm-Dich-Pfade à la Strongmen jetzt neuer Trend – ich freu mich drauf.

    Lauf lang und gedeihe!

  21. Volker

    Ich kann unter den Kommentierungen nur Margitta (Ultraistgut) zustimmen. Jeder soll beim Laufen nach seiner Facon glücklich werden. Gerd hat ja auch, wie er schreibt, für sich eine Konsequenz gezogen und leitet darausTrend ab.

    Ich für meine Wenigkeit laufe liebend gerne alleine, stundenlang manchmal, ich bin kein Wettkampftyp, weil ich eh nicht der schnellste bin. Aber ein Halbmarathon, ein „Zehner“ und nach Möglichkeit ein Marathon im Jahr dürfen es auch bei mir sein. Es gibt beim Laufen halt kein Gut und kein Böse. Außerdem ist immer alles im Fluß, Ansichten ändern sich über die Jahre und wechseln vielleicht auch mehrmals in ihre Richtung. Was heute noch für einen selber unvorstellbar ist, kann morgen vielleicht genau das richtige sein.

    Also laßt uns laufen mit der Toleranz für jeden der anders läuft! 😮

    Herzliche Grüße
    Volker

  22. MagicMike2311

    Kann man nicht beides sein? Ich für meinen Teil suche mir ein paar Wettkämpfe mit Zeitziel aus und einige nach Ort/Strecke/Genußfaktor.Bisher funktioniert das wunderbar! Ich habe kein Interesse, mir beim Frankfurt-Marathon oder Mainuferlauf die Strecke anzuschauen, aber ich würde niemals den Rennsteiglauf oder Marathon du Médoc auf Zeit laufen. Lieber noch ein Bierschinkenbrot, eine Tasse Schleim, ein Köstritzer oder ein Gläschen Rotwein mehr. Dabei Fotos machen und die Natur geniessen. Wunderbar 😛 😛 😛

  23. Lutz Balschuweit

    Und wenn ich auch spät dran bin mit meinem Senf so möchte ich ihn doch ganz kurz hier hin kleckern…

    Ich finde es toll wenn jemand rennt

    Ich finde es toll wenn jemand 100 – 200 km am Stück läuft

    Ich finde es toll wenn Leute Spaß an den Veranstaltungen haben

    Ich finde Waldläufe klasse

    Ich finde Straßenläufe klasse

    Ich finde es toll was ihr alle so macht – echt!

    Es ist Bewegung und wer kann da schon gegen sein?

    Da ich nicht wenig laufe und mit allen möglichen Läufern schon gemeinsam gelaufen bin, allerdings noch NIE an einer Veranstaltung teilgenommen habe, kann ich nur in Punkto Veranstaltung keinen Tropfen Senf ausdrücken.

    Ich habe nur Angst, dass ich durch eine Teilnahme in einen Sog gerate in den ich nicht hineingeraten möchte

    Ich laufe so verletzungsfrei und bin beängstigt durch den Wettkampf auf mein geliebtes Laufen verzichten zu müssen

    Ich finde Laufen zu schön

    Lieben Gruß ihr Freaks
    Lutz

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