Test: T8 Sherpa v2 & Commandos

Laufshorts gibt es auf dem Markt ja ohne Ende. Etwas kürzer, etwas länger. Mit Innen-Tight oder ohne. Aber was zusätzliche Funktionen betrifft, so muss man schon genauer suchen. Die “Sherpa v2” von T8 hat davon jedoch eine Menge zu bieten. In Kombination mit der Unterwäsche “Commandos” hat sie alles, was man für lange Läufe (vor allem Trails) braucht. Also eine eierlegende Wollmilchsau? Sieht auf dem Papier und auf dem ersten Blick zumindest so aus. Ob sie die Erwartungen erfüllen konnte, erfährst Du hier.

Wie bereits erwähnt, gibt es ja sogenannte 2-in-1 Shorts. Sprich: eine kurze Laufhose, in der innen noch eine Tight vernäht ist. Diese trage ich sehr gerne, weil ich bei Shorts ohne Tight oft das Problem habe, dass sie an der Schenkelinnenseite scheuert. Normale Shorts haben einen Innenslip, sodass es etwas unpraktisch ist, noch eine Tight darunter zu tragen. Die Marke T8 Typhoon Wear aus Hongkong löst dieses Problem ganz anders. Während die “Sherpa” keinen Innenslip hat und man sie mit einer normalen Unterhose tragen kann (oder im Winter mit einer langen Tight darunter), gibt es optional noch die Unterwäsche-Tight “Commandos”, die man unter der “Sherpa” trägt und vor Scheuern schützt. Eine Unterhose ist dann nicht notwendig.

Als ich die beiden Produkte erhielt, war ich zunächst total beeindruckt, wie leicht sie sind. Die Sherpa ist schon verdammt leicht (was sicher auch an dem fehlenden Innenslip liegt), aber die Commandos wiegt gefühlt nichts (weniger als 40g)! Sie ist zudem so dünn, dass sie halbtransparent ist. Eignet sich alternativ auch als Reizwäsche. Ja, wenn man sie zum ersten Mal anzieht, ist das schon etwas seltsam. Aber sobald die Sherpa darüber ist, setzt die Begeisterung ein. Es fühlt sich richtig klasse an. Da stört nichts, da reibt nichts. Lediglich die Sherpa muss man wegen dem integrierten “Belt” etwas höher ziehen, als eine normale Laufhose. Das ist anfangs etwas ungewohnt, aber das legt sich mit der Zeit. Hat man jedoch keinen superflachen Bauch, kann dieser Belt bzw. Bund auch schnell mal umlappen. Da würde ich mir einen flexibleren Bund wünschen, den man nicht mit einer Schnürung fixieren muss, damit er nicht umlappt. Farblich gibt es die Commandos in Schwarz mit blauem Abschluss. Die Sherpa gibt es dagegen in mehreren Farben. Ich habe die blaue Version und finde die Farbe echt toll. Sie ist sehr gut kombinierbar. Für Frauen gibt es jeweils eigene Modelle.

Beim Laufen gibt es eigentlich nichts zu beanstanden. Die Commandos überzeugt total! Man spürt sie kaum, verrutscht nicht und schützt sehr gut vor Scheuern. Außerdem ist sie luftig und atmungsaktiv. Gerade an heißen Tagen ist dies sehr angenehm. Auch die Sherpa macht ihren Job sehr gut. In den vielen Taschen lassen sich Smartphone (jedoch möglichst nicht zu groß bzw. schwer; Samsung S9+ geht gerade so), Verpflegung (z.B. kleine Flasks mit 250-350ml) oder sogar eine dünne Windjacke verstauen. Wenn man alles ausreizt, sieht es zwar wie ein kleiner Rettungsring aus (der aber stabil ist und es drückt nichts), dafür kann man aber meist den Rucksack zuhause lassen. Ich habe meist nur mein Handy, Schlüssel (dafür gibt es einen extra Clip) und ein Gel oder Riegel dabei. Man kann sogar die Startnummer daran befestigen. Allerdings mag ich persönlich es nicht, wenn diese so tief hängt. Ich sehe jedoch oft Läufer, die sie mit einem separatem Startnummernband tragen. Das würde für sie dann wegfallen. Wie auch die Commandos trocknet die Sherpa sehr schnell.

Fazit:
Beide Produkte sind durchdacht und gut gemacht. Während ich bei der Commandos nichts zu kritisieren habe, würde ich mir bei der Sherpa lediglich einen elastischen Bund wünschen, der nicht so leicht umlappt, sowie vielleicht ein kleines Reißverschlussfach. Dass das Fach bei großen Smartphones etwas knapp wird, sehe ich nicht unbedingt als Kritikpunkt. Schließlich sind die Fächer nicht primär dafür gedacht und die Entwicklung der Smartphones zu “immer größer” ist für’s Laufen eh nix. Ansonsten habe ich nix zu meckern. Ganz im Gegenteil. Beide Produkte machen Spaß und dass man sie getrennt voneinander nutzen kann, finde ich richtig gut. Preislich sind die beiden Hosen jedoch kein Schnäppchen. Die Commandos kostet knapp 22 EUR und die Sherpa v2 fast 68 EUR. Zusammen sind es dann beinahe 90 EUR, womit wir uns dann im ganz oberen Preissegment befinden. Sind die Hosen das Geld wert? Ja, wenn man auch mal lange Kanten läuft. Denn da darf nichts reiben oder stören. Außerdem ist man für jedes praktische Fach dankbar. Und genau das bietet die T8 Sherpa v2 zusammen mit der Commandos. Daher bekommen die beiden Hosen von mir eine klare Kaufempfehlung.


Quellenverweis: Produktfotos z.T. von T8 bzw. sporthunger.de.

Dieses Produkt wurde mir von Sporthunger zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Der Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche und unabhängige Meinung wieder. Auf den Inhalt und das Testurteil hat der Hersteller keinerlei Einfluss.

Testberichte anderer Blogger:

  • https://runomatic.de/t8-typhoon-wear-im-test/
  • https://harlerunner.de/t8-sherpa-laufshorts-v2/
  • https://tigo-running.de/test-t8-sherpa-shorts-v2-commandos/
  • http://www.auffimuasi.at/2021/05/05/t8-sherpa-shorts/
  • T8 Sherpa v2 & Commandos

    90 EUR
    9.4

    Design

    9.5/10

    Funktion

    9.5/10

    Passform

    9.5/10

    Gewicht

    10.0/10

    Preis

    8.5/10

    Pro

    • sehr leicht
    • viele Funktionen
    • getrennt nutzbar

    Contra

    • Bund kann umlappen
    • knapp für große Smartphones
    • etwas teuer

    7 Kommentare zu “Test: T8 Sherpa v2 & Commandos

            1. Thomas

              Design

              9

              Funktion

              10

              Passform

              10

              Gewicht

              10

              Preis

              8.5

              Mit der habe ich auch schon geliebäugelt. Einfach eine geniale Hose!

    1. Oliver

      Ich trage die Kombi seit “Version 1” und nie wieder was anderes. Die sind übrigens auch ziemlich waschfest und strapazierfähig, bin in jeder Hinsicht voll zufrieden damit.

      1. Martin

        Bis auf das schimmernde Logo der schwarzen Version, welches sich nach einiger Zeit in ein mattes Schwarz (auf schwarzem Grund) verwandelt hat, kann ich der Waschfestigkeit zustimmen.

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