Test: Nike Aeroloft 800

Nike Aeroloft 800Der Winter ist wohl vorbei oder kommt er doch nochmal? Und überhaupt, welcher Winter? Die Temperaturen kratzen zumindest bereits wieder an der 20-Grad-Marke und die Natur wacht auf. Dennoch ist es morgens und abends noch verdammt kühl. Da ist es nicht einfach, die passende Laufbekleidung zu finden. Eine Jacke wäre des Guten zu viel, ein bloßes Shirt allerdings zu wenig. Für solche Fälle gibt es Laufwesten, die gerade in der Übergangszeit ihre Vorteile ausspielen. Von Nike gibt es nun die superleichte Aeroloft 800, die mit Daunen gefüllt ist, aber dennoch keine Hitze anstaut. Ich habe dieses Leichtgewicht getestet, auch wenn ich zunächst etwas skeptisch war. Hier mein Bericht.

Material
Body/Futter: Dri-FIT 100 % Polyester. Füllung: Mindestens 90 % Gänsedaunen.
Maschinenwäsche: kalt. Trockner: bei niedriger Temperatur (mit einem Tennisball zum Aufschütteln der Daunen).

Design
Rein optisch ist die Weste natürlich ein Hingucker. Der abgesteppte Daunenbereich ist auf der Vorder- und Rückseite in Pfeilform angeordnet. Dies verleiht ihr eine gewisse Schnittigkeit bzw. Dynamik. Das Neongelb unterstützt nicht nur diesen Eindruck, sondern hat auch bzgl. der Sichtbarkeit bei wenig Tageslicht eine zusätzliche Sicherheitsfunktion. Die Weste gibt es auch noch in den Farben Schwarz und Silber (Frauen).

Passform
Die Aeroloft 800 ist körpernah geschnitten, ohne sich jedoch beengend anzufühlen. Aufgrund ihres extrem geringen Gewichts spürt man sie beim Laufen kaum bzw. gar nicht. Der aufgepolsterte Daunenbereich „bläht“ zwar den Oberkörper optisch etwas auf, schränkt aber beim Bewegungsablauf nicht ein.

Funktion
Im Gegensatz zu anderen „normalen“ Laufwesten ist die Aeroloft 800 mit (mindestens 90%) Gänsedaunen gefüttert. Sie halten den Oberkörper warm, indem sie ein isolierendes Luftpolster bilden. Perforierte Belüftungszonen in unterschiedlichen Größen leiten überflüssige Hitze und Feuchtigkeit nach außen ab. Die Weste kann bei Bedarf in Tasche an der Rückseite verstaut und per Trageriemen während des Laufens getragen werden.

Preis
Die Nike Aeroloft 800 hat eine UVP von 150 EUR. Das ist für eine Weste nicht gerade wenig. Sicher sind die Herstellungskosten etwas höher und auch die Entwicklung hat Geld gekostet, aber 50 EUR weniger wären meines Erachtens ein angemessener Preis.

Fazit
Ich muss zugeben, ich war anfangs gerade wegen den Daunen doch sehr skeptisch und konnte mir nicht so recht vorstellen, dass diese für das Laufen geeignet sind. Doch sie erwiesen sich als ein sehr angenehmes Material, das eine gute Wärmefunktion hat und zudem sehr leicht ist. Von Vorteil ist auch, dass man die Weste zusammenknüllen kann, wenn man sie nicht benötigt. Aufgrund ihres leichten Gewichts und der praktischen Schlaufe kann man sie angenehm in der Hand tragen. Wie gesagt, für die Übergangszeit eine gute Ergänzung. Aber da liegt auch der Nachteil. Es ist ein Kleidungsstück, das man nicht all zu oft im Laufe eines Jahres trägt. Der Einsatzbereich ist begrenzt, denn im Winter wird der Oberkörper zwar gut warmgehalten, doch den Armen kann es schnell zu kalt werden. Erwähnenswert ist auch die Pflege. Diese ist etwas aufwendiger, als bei normaler Laufbekleidung. Die Weste muss schonend im Trockner angetrocknet werden, damit die Daunen nicht verklumpen. Danach muss man die Weste ein wenig durchschütteln, um die Daunen wieder gleichmäßig zu verteilen. Letztendlich ist die Nike Aeroloft 800 aber eine empfehlenswerte Weste, mit der es sich angenehm läuft und die auch gut wärmt. Einzig der Preis empfinde ich als etwas zu hoch. Daher Augen auf, wenn sie irgendwo im Angebot ist, denn der nächste Herbst/Winter kommt bestimmt.

[stextbox id=“info“ defcaption=“false“]Hinweis: Dieses Produkt wurde mir zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Der Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Testurteil hat der Hersteller keinerlei Einfluss.[/stextbox]

2 Kommentare zu “Test: Nike Aeroloft 800

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