Test: Garmin Forerunner 620

Garmin Forerunner 620Als ich die ersten Informationen über den angekündigten Garmin Forerunner 620 erhielt, war ich schnell neugierig geworden. Die neuen Funktionen klangen sehr spannend. Messung der Bodenkontaktzeit, der vertikalen Bewegung und der Schrittfrequenz fielen dabei besonders ins Auge. Doch der FR620 hat noch mehr zu bieten. Ermittlung von VO2max, Erholungsratgeber, Recovery-Check, Datenübertragung per WLAN, Livetrackung via Smartphone mit Bluetooth smart, und und und. Alles nur technischer Schnickschnack oder nützliche Funktionen?

Gleich vorweg: Der FR620 ist die beste GPS-Laufuhr, die ich je hatte. In meinem Test werde ich nicht auf jede einzelne Funktion eingehen und bis ins Detail beschreiben. Das haben „Eiswürfel im Schuh“ und „DC Rainmaker“ bereits in gewohnt hoher Qualität getan. Ich möchte vor allem auf die Dinge eingehen, die mir persönlich besonders positiv, aber auch negativ aufgefallen sind.

+ schnelle Satellitensuche
Während man noch vor ein paar Jahren eine kleine Ewigkeit warten musste, bis die Uhr endlich ausreichend Satelliten für den GPS-Empfang gefunden hatte, funktioniert das inzwischen richtig schnell. Ein Grund hierfür ist die sogenannte Hotfix-Funktion. Hierbei merkt sich die Uhr den letzten bekannten Standort, wodurch die Satellitensuche deutlich kürzer ausfällt. Beginnt man jedoch seinen Lauf an einem etwas weiter entfernten Ort, muss man sich zwar ein wenig länger gedulden, was allerdings immer noch mehr als akzeptabel ist.

+ Recovery-Status
Nach einem Lauf zeigt die Uhr an, wie lange man sich erholen sollte, bis man die nächste harte Einheit absolviert. Dies errechnet sie anhand der Pulswerte, der Intensität und der Dauer. Für Anfänger ist dies eine gute Orientierung, um Übertaining und somit Verletzungen vorzubeugen. Angeblich „lernt“ die Uhr dabei aus den Laufgewohnheiten und passt sich dem Leistungsstand des Läufers an. Gemessen an den eigenen Lauferfahrung hat das immer gut gepasst. Nach einer lockeren Einheit waren es ca. 20 Stunden, nach einer harten Tempoeinheit auch mal 60+ Stunden. Wohlgemerkt bis zur nächsten harten Einheit.

+ Bestzeiten / Rekorde nach dem Lauf
Ist man während eines Laufs eine neue Bestzeit (z.B. auf 10km) gelaufen oder hat einen neuen Rekord (z.B. weitester Lauf) aufgestellt, dann wird man nach dem Beenden der Laufaufzeichnung darüber informiert. Das wirkt sich natürlich positiv auf die Motivation aus, wenn nach dem Lauf ein Pokal auf dem Display erscheint.

+ Gewicht
Nimmt man den FR620 zum ersten Mal in die Hand, fällt einem sofort das geringe Gewicht auf. Im Vergleich zu den Vorgängern hat die Uhr nochmal deutlich abgespeckt. Beim Tragen nimmt man das Gewicht kaum bis gar nicht mehr wahr, was sich auf den Tragekomfort sehr positiv auswirkt.

+ Armband für dünne Handgelenke geeignet
Läufer mit dünnen Handgelenken hatten den Forerunnern oft das Problem, das die Uhr aufgrund der steifen Form des Armbandes am Uhrengehäuse keinen guten Halt hatte. Der FR620 hat diese Bauweise nicht mehr und das Armband passt sich somit besser dem Handgelenk an bzw. kann bei dünnen Handgelenken enger getragen werden. Hierfür sind ausreichend Löcher im Armband vorhanden. Außerdem ist es möglich das Armband zu tauschen.

+ Vibration
Inzwischen haben diese Funktion viele Laufuhren, dennoch möchte ich sie nicht unerwähnt lassen, da ich sie sehr hilfreich finde. Bei meinem FR405 gibt es keine Vibration (sondern nur ein Piepton), wenn ich einen vollen Kilometer gelaufen bin. Somit verpasse ich öfter mal die Anzeige und weiß dann nicht, wie schnell ich war. Mit dem FR620 passiert das nicht. Man spürt ein angenehmes Vibrieren am Arm und ist informiert.

+ Display
Das Display des FR620 hat eine höhere Auflösung als der Vorgänger FR610. Die Größe ist allerdings gleichgeblieben. Im Verhältnis zum Uhrengehäuse wirkt es etwas klein und könnte gerne ein wenig größer sein. Dafür ist es nun farbig, was vor allem bei Anzeigen von diversen Bereichen (z.B. Schrittfrequenz) von Nutzen ist. Die Daten lassen sich aufgrund der Farbe schneller einordnen. Der Kontrast ist gut und die Beleuchtung per Knopfdruck ist hilfreich. Während beim FR405 das Glas ein wenig im Gehäuse eingelassen ist, wirkt es beim FR620 aufgrund der bündigen Bauweise ungeschützt.

+ magnetische Dockingstation ohne Probleme
Um die Uhr aufzuladen, gibt es eine kleine magnetische Dockingstation. Auf der Rückseite des FR620 gibt es Kontaktstellen, die mit der Dockingstation verbunden werden müssen. Aufgrund des eingebauten Magneten funktioniert das absolut prblemlos. Die Kontakte werden auf diese Weise schnell und präzise miteinander verbunden.

+ viele Displayeinstellungen möglich
Die Forerunner sind allgemein bekannt dafür, dass man die Datenfelder individuell einrichten und anordnen kann. Beim FR620 sind es maximal vier Datenfelder auf einer Seite (bei maximal vier Seiten). Das ist viel, eigentlich schon zu viel. Beim Laufen diese Flut an Informationen zu verarbeiten, ist mit jeder zusätzlichen Seite eine Herausforderung. Ich wusste manchmal nicht, welche Daten mir gerade angezeigt werden. Man sollte sich daher auf die wichtigsten Daten beschränken. Aber das ist ein Luxusproblem.

+ WLAN-Funktion
Sehr komfortabel ist die integrierte WLAN-Funktion, welche einen automatischen Upload der Daten zu Garmin Connect ermöglicht. Das funktioniert bei mir einwandfrei, sofern ich mich unmittelbar nach dem Lauf in Reichweite meines WLAN-Netzes befinde. Ansonsten muss ich diesen Upload per Klick auf den rechten unteren Knopf manuell anstoßen.

* Vdot & Prognose
Anhand der gesammelten Laufdaten ermittelt die Uhr einen VO2max-Wert, womit eine Prognose für diverse Wettkampfdistanzen gegeben werden kann. Mir kam der Wert etwas zu hoch vor und auch die Prognose machte einen etwas optimistischen Eindruck. Man sollte dabei beachten, dass die Prognose nur aussagefähig ist, wenn man aktuell auch für die jeweilige Distanz trainiert. Nur dann kann man einigermaßen einschätzen, wie der aktuelle Leistungsstand ist und was man derzeit laufen kann. Außerdem braucht es ein paar Läufe, bis sich ein vernünftiger Wert einpendelt.

* weißes Armband ist schmutzanfällig
Den FR620 gibt es in Weiß und Schwarz. Ich testete die weiße Variante und ich hatte das Gefühl, dass das Armband mit der Zeit einen Grauschleier bekam. Dies konnte an der dunklen Kleidung liegen, die beim Laufen über der Uhr lag. Oder einfach auch am Schmutz. Das Armband lässt sich zwar gut abwaschen, aber ich persönlich würde die nicht so anfällige schwarze Variante bevorzugen, die mir auch optisch besser gefällt.

* Nutzen der neuen Daten ohne Trainer?
Die neuen Daten sind schön und gut, aber was macht man damit? Es gibt leider keine Informationen, wie man seinen Laufstil verbessern kann, damit die Analyseergebnisse besser ausfallen. Man ist auf sich alleine gestellt und muss sich selbst schlau machen. Manch einer landet letztendlich doch bei einem echten Lauftrainer. Zumindest ein paar Tipps wären wünschenswert. Aufgefallen ist mir, dass die Werte zumindest bei mir stark vom jeweiligen Lauftempo abhängen. Beim Intervalltraining (z.B. hier) sieht man die Unterschiede bei Trittfrquenz, vertikale Bewegung und Bodenkontaktzeit deutlich.

* neue Daten nur bei Ebene aussagekräftig?
Das Messen der vertikalen Bewegung (Auf und Ab des Körpers beim Laufen), sowie der Schrittfrequenz und Schrittlänge ist an sich eine interessante Sache. Doch ich frage mich, ob diese Daten nur auf ebener Laufstrecke aussagekräftig sind. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass auf hügeligem bzw. unebenem Terrain die Ergebnisse anders ausfallen, da man seinen Laufrhythmus den jeweiligen Umständen permanent anpasst. Um sicher zu gehen, sollte man daher für eine Analyse seines Laufstils besser in der Ebene laufen.

* Touchscreen teilweise schwerfällig
Wie auch der Vorgänger FR610 hat der FR620 ein Touchscreen. Ich war bzgl. Bedienbarkeit im Winter etwas skeptisch, doch es funktionierte sogar mit Handschuhen ausreichend gut. Allgemein muss ich jedoch sagen, dass das Touchscreen manchmal etwas schwerfällig ist und man wiederholt tippen muss, bis es auf die Eingabe reagiert. Leider lässt sich die Sensibilität nicht einstellen.

* Recovery-Check fragwürdig
Diese Funktion klingt auf den ersten Moment vor allem für Anfänger gut, da sie nach ein paar gelaufenen Minuten informiert werden, in welcher Verfassung bzw. wie erholt sie sind. Bei jedem meiner Läufe zeigte der Check jedoch „good“ an. Selbst nach einer harten 5km-Tempoeinheit, wovon ich mich laut Recovery-Status einen Tag hätte erholen sollen, bekam ich ein paar Minute später beim anschließenden lockeren 5km-Lauf wieder „good“ angezeigt. Auch wenn ich einen langen Lauf hatte und am nächsten Tag wieder lief, der gleiche Status. Daher ist es meines Erachtens fraglich, ob diese Info glaubwürdig ist.

* Brustgurt etwas schwierig zu verstellen
Meine bisherigen Brustgurte waren alle gleich aufgebaut. Auf der einen Seite lag das Band zum Teil doppelt übereinander, wodurch man die Länge durch einfaches Verschieben anpassen konnte. Beim Brustgurt des FR620 war diese Schleife nun dreifach. Dadurch fiel mir das Anpassen der idealen Länge deutlich schwerer. Irgendwie etwas ungeschickt gelöst. Einmal eingestellt, hielt es dann aber auch besser die Position. Allerdings ist mir aufgefallen, dass der Gurt seitlich dazu neigt, Falten zu schlagen.

* virtueller Gegner nur grob einstellbar
Etwas schade finde ich, dass man den virtuellen Gegner nicht auf Bestzeit einstellen kann (z.B.: 10km in 42:33). Man kann lediglich die Pace angeben (z.B.: 4:15 min/km), aber auch das nur in 5s-Schritten. Somit ist diese Funktion für den Wettkampf zur Orientierung nur bedingt geeignet.

* aktuelle Pace nur in 5s-Schritten
Wenn man sich die aktuelle Pace anzeigen lässt, bekommt man diese nur in 5s-Schritten dargestellt (z.B. 4:20 min/km, 4:25 min/km,..) und nicht auf die Sekunde genau. Bei der Runden-Pace oder durchschnittlichen Pace geht das sekundengenau. Keine Ahnung, wieso das so ist. Finde ich etwas unschön. Beim FR405 ging das.

– Handgelenk muss stärker gedreht werden
Ich hatte den Eindruck, dass man das Handgelenk stärker drehen muss, wenn man beim Laufen auf das Dispaly schauen möchte. Grund hierfür sehe ich in der Gestaltung des Uhrengehäuses bzw. des Armbandes. Während beim FR405 und FR610 das Gehäuse und das Band vorgeformt waren, ist beim FR620 mehr Spielraum und das Gehäuse bewegt sich beim Drehen des Handgelenkes.

– auto. Upload nur auf Garmin Connect
Die Daten des Laufs werden nicht automatisch (wie z.B. noch beim FR405 per ANT+ Stick) in den Garmin Communicator geladen. Dieser Schritt ist manuell zu tätigen und die Uhr muss hierfür per Kabel an den PC angeschlossen werden. Etwas nervig, wenn man die .tcx-Dateien für andere Tools oder Plattformen benötigt. Alternativ kann man die .tcx-Dateien von Garmin Connect herunterladen. Zudem funktioniert die API-Schnittstelle zu Tools wie z.B. Runalyze nicht mehr. Angeblich sollen diese Schnittstellen zukünftig kosten.

– keine Navigation (zurück zum Start)
Eine Funktion, die ich vermisst habe, war die Navigation zurück zur Startposition. Für mich nicht nachvollziehbar, die dies bereits mein FR405 kann. Wieso wurde diese sinnvolle Funktion rausgenommen? Schade, denn gerade wenn man im Wald auf unbekannten Pfaden unterwegs ist, kann dies doch manchmal sehr nützlich sein. Vielleicht kommt die Funktion wieder mit dem nächsten Software-Update.

– Messung neuer Daten zweilmal ausgefallen
Die Messung der vertikalen Bewegung, Bodenkontaktzeit und Schrittfrequenz wird vom Pulsgurt vorgenommen, in dem spezielle Sensoren eingebaut sind. Allerdings ist es zweimal vorgekommen, dass diese Messung ausgefallen ist. Weshalb, weiß ich leider nicht. Ist zwar nicht dramatisch, aber ärgerlich wäre es, wenn dies z.B. bei einem Marathon passiert und man auf die Daten verzichten muss.

– hoher Preis
So viele Funktionen haben ihren Preis. Ob dieser mit einer UVP von 449 EUR gerechtfertigt ist, darüber kann man diskutieren. Ich habe zmindest mit Garmin gute Erfahrungen gemacht und mein FR405 funktioniert auch nach mittlerweile über fünf Jahren einwandfrei. Wer die vielen (teils neuen) Funktionen nicht benötigt, für den lohnt sich ein Blick auf den kleinen Bruder, dem FR220. Dieser ist etwas abgespeckter als der FR620, kostet dafür aber auch deutlich weniger.

Fazit:
Der neue Garmin Forerunner 620 ist zweifelsohne eine super GPS-Laufuhr. Für mich persönlich die beste, die ich je am Arm hatte. Die Dinge, die mir negativ aufgefallen sind, sind nicht weltbewegend. Allerdings hat sie meines Erachtens noch etwas Verbesserungspotenzial. Die neue Funktionen sind zwar sehr spannend, doch man muss sich selbst fragen, ob man sie tatsächlich braucht. Falls nicht, käme der kleine Bruder FR220 in Frage, die mit einer UVP von 299 EUR deutlich günstiger (aber auch deutlich abgespeckter) erhältlich ist. Ich würde mir mehr Hilfe bei der Auswertung der neuen Daten (Schrittfrequenz, vertikale Bewegung, Schrittlänge), sowie deren Bedeutung wünschen. Der FR620 wird als „persönlicher Lauftrainer“ beworben. Doch von einem Trainer erwarte ich Anweisungen, wie ich genau ich etwas besser machen kann und nicht nur eine reine Analyse bzw. Nennung der Daten. Man kann zwar erahnen, was zu ändern ist, aber wie bleibt einem selbst überlassen. Gerade Anfänger sind hier sicher überfordert. Erfahrene Läufer wissen da eventuell schon eher, was sie mit den Daten anfangen sollen und was sie ändern müssen. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass es bei Anfängern leichter ist, messbare Laufstilanpassungen vorzunehmen, da deren Fehler meist gröber sind. Der FR620 kann letztendlich keinen menschlichen Lauftrainer voll ersetzen, doch er analysiert den Laufstil und gibt somit Hinweise, wo noch Optimierungspotenzial besteht. Wie man dies jedoch ausschöpft, bleibt einem selbst überlassen. Dennoch ist der FR620 eine gelungene GPS-Uhr, die sicher viele Fans finden wird. Einen hat sie bereits. 😉

[stextbox id=“info“ defcaption=“false“]Hinweis: Dieses Produkt wurde mir zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Der Testbericht wurde von mir verfasst und gibt meine persönliche Meinung wieder. Auf Inhalt und Testurteil hat der Hersteller keinerlei Einfluss.[/stextbox]

14 Kommentare zu “Test: Garmin Forerunner 620

  1. Dietmar

    Dein Test entspricht meinen Erfahrungen mit der FR620. Für mich war sie die beste Laufuhr, die ich hatte (vom Preis mal abgesehen).
    Allerdings sollte jeder der aktuell mit einer Laufuhr in dem Preissegment liebäugelt sich auch mal die Polar V800 anschauen. Nach meinen ersten Erfahrungen ist die inzwischen in vielen Punkten noch besser als die FR620 (bis auf das Gewicht und den Preis). Außerdem kann man sie auch im Büro tragen, da sie mit dem Aluminiumkörper deutlich wertiger aussieht.
    Ob allerdings jeder Hobbyläufer eine so teure Uhren und zahlreiche Informationen benötigt, muß jeder für sich selbst entscheiden.

  2. Claudius

    Wirklich sehr schöner Beitrag……nun kann jeder selbst entscheiden ;-). Ich habe mich vor kurzem für den FR 610 entschieden…..für 250 Euro bekommt man hier auch recht viele der Funktionen vom FR620….und den Ant Stick gibt’s bei der 610er auch :-).

    Aber wirklich krass was die FR620 noch alles zusätzlich kann 😯

    Grüße

  3. Gerd

    Erst mal Danke für deinen ausführlichen Testbericht Christian.
    Ich hatte ja auch mit dem Forerunner 620 geliebäugelt, bin aber letztendlich bei meiner Suunto Ambit gelandet. Und dein Beitrag bestätigt mich in meiner Entscheidung. Bisher habe ich die Entscheidung noch nicht bereut.

  4. Brennr Autor des Beitrags

    @Dietmar: Zur Polar V800 kann ich leider nichts sagen, da ich sie noch nicht einmal live gesehen habe. Daher kann ich auch nicht sagen, ob sie wertiger aussieht. Aber Plastikarmband für’s Büro? Eine Laufuhr muss in meinen Augen nicht alltagstauglich sein. Doch nochmal zurück zur Polar: in welchen Punkten ist sie besser als der FR620?

    @Claudius: Ja, den FR610 gibt es inzwischen zu stark reduzierten Preisen und ist auf alle Fälle eine Alternative, wenn man die neuen Funktionen nicht benötigt.

    @Gerd: In welchen Punkten fühlst Du Dich bestätigt? Wo ist die Suunto Ambit besser? Ich hatte sie noch nicht und bin daher neugierig. Kommt aber bestimmt auch darauf an, auf was man wert legt und wie man sie einsetzt.

  5. Dietmar

    Im Prinzip gebe ich dir recht. Wenn du aber die ganze Woche unterwegs bist und nicht immer zwei Uhren mitnehmen willst, ist das schon praktisch.
    Was mir neben den ganzen Fittnesstests, Erholungsmessung, VO2max Berechnungen, etc. wirklich besser gefällt ist:
    >> Display – Bei den 4 Standardwerten, die ich habe ist die Anordnung und die Ablesbarkeit besser
    >> Bedienung – Ich komme mit der Bedienung per Knopf besser zurecht als mit dem Touchdisplay
    >> Akkulaufzeit – Nach sämtlichen Polartests, die die Uhr hergibt, 3 Läufen und jede Menge rumspielen, ist der Akku immer noch halbvoll. Die FR620 hat nur mit den Läufen (ohne spielen, Tests, etc.) inzwischen schon wieder eine Akkuladung benötigt
    >> Multisport – Die Uhr kann auch beim Radfahren und Schwimmen benutzt werden. Die FR620 kann nach dem letzten Update glaube ich zumindest auch Radfahren (also als Trainingsuhr ;-)). Bisher nutze ich die auch nur fürs Laufen, will jetzt aber wieder mit Radfahren starten und Schwimmen… mal sehen.

  6. Markus

    Die neuen Funktionen wie Bestzeiten, Vibration aber auch Ausruhpausen gefallen mir sehr gut. Leider funktioniert meine Uhr aber noch sehr gut, daher werde ich wohl niht in Versuchung geraten hier zuzuschlagen 🙂

  7. Laufhannes

    Danke für den Link zum Intervalltraining! Das sieht sehr interessant aus. Brauchen tut man die Werte sicherlich nicht und wie du sagst, wie man die Werte verbessert, weiß man nicht. Dennoch, gerade als Statistik-Fan nimmt man die gerne mit.

    – Nur der Preis hindert mich daran zuzuschlagen.

  8. Chris

    Schön zusammengefasst. Ich hatte die Uhr während des Garmin for Runners Laufcamps in Berlin und meine ersten Eindrücke decken sich sehr mit deinen Erfahrungen. Vor allem dass der Touchscreen relativ schwerfällig ist, oder ich mich die male nur zu doof angestellt habe.
    Zum Thema Alltagstauglichkeit finde ich auch das es ein Sportgerät ist und ich mir so eine Uhr nicht hole um sie auch tagsüber zu tragen. Aber jedem das seine 😉
    LG aus Berlin

  9. Frank

    Schöner knackiger Bericht.
    Die Uhr in der Größe hätte ich gerne plus die Funktionen der 310xt (Multisport, Wurmnavigation). Anstatt einem schwerfälligen Touchscreen auch gerne echte Knöpfe. Touch macht in meinen Augen mehr Sinn, wenn ich öfter wechselnde GUIs habe, was bei einer Laufuhr eher nicht der Fall ist.
    So wäre es für mich persönlich eher ein Rückschritt zu meiner vorhandenen 310xt. Zumal ich meine Daten nicht mit Garmin Connect auswerte.

  10. Din

    Hallo Christian,

    was für eine ausführliche Analyse! Interessant zu lesen, aber direkt Grund, mich erst einmal selbst zu bemitleiden. Ich hätte den FR620 sofort nach dem Test gekauft, wenn ich da nicht mit einer Triathlon Version liebäugle, bzw. darauf warte. Ich habe ja den FR610 aber der ist in der Tat einfach ein Klotz und trotz schlichtem Design nicht so wirklich alltagstauglich. Bietet aber auch erst einmal alle Funktionen, die ich zum Laufen benötige.

    Der FR620 hingegen ist schon etwas für mich, dass ich zu sportlichen Freizeitoutfits tragen würde. Aber wirklich überzeugt hat mich die Leichtigkeit, das Armband und natürlich die erweiterten Funktionen.

    Nicht zu verachten ist die Wlan Funktion. Die fehlt mir derzeit wirklich, auch wenn per ANT Stick auch schnell alles übertragen ist. Aber Wlan ist einfach schneller und praktischer.

    Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Freude und vor allem schicke ich dir noch ein großes Dankeschön für die Verlinkung.

  11. Dietmar

    Warum reden alle nur über Die Alltagstauglichkeit ;-).
    @Din – Wie gesagt kam mit dem letzten Update schon eine Fahrradfunktion – vielleicht Kommt Schwimmen auch noch.
    Oder du schaust dir mal die V800 an.

  12. Tobias

    Moin, Moin! Vielen Dank für den Bericht.
    Hast Du die Uhr auch 2015 noch genutzt und weitere Erfahrungen sammeln können?
    Es gab ja, wie hier auch geschrieben, viele Updates und gerade jetzt lese ich an anderer Stelle von massiven Wlan Problemen. Ich „kämpfe“ noch zwischen der 920XT und der 620. Ich weiß, dass die Uhren völlig unterschiedliche Zielgruppen haben und im Prinzip ist die 920XT auch „overdone“ für mich als nicht Triathlet, aber sie hat ja doch noch ein paar Funktionen, die der 620 fehlen. Zurzeit hab ich die 310XT und mir ist besonders die bessere Connectivity der neuen Uhren wichtig (Bluetooth, etc), sowie der HRM Run. VG aus Hamburg, Tobias

  13. Andreas Streif

    Danke für den tollen Bericht! Bin jetzt beim „stöbern“ schon ein paar Mal drauf gestossen. Ich habe mir damals die Polar M400 zugelegt, weil mir die Garmin 620 zu teuer war und ich bei Garmin die App einfach schlecht finde. Bin sehr zufrieden mit meiner M400, allerdings gehen mir die Laufdaten ab. Hierzu müsste ich mir einen extra Fußsensor zulegen, was halt wieder mit Kosten verbunden ist.. 👿 ➡

    Ich hab auch eine kurze Rezession zur M400 geschrieben: http://www.myrunningcoach.at/blog/polar-m400-im-test/

    Sportliche Grüße aus Wien,
    Andreas

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