Bericht „Ladenburger Waldparklauf“

Quelle: ladenburg-aktuell.deRecht spontan habe ich letzten Samstag am „Ladenburger Waldparklauf“ über 10 Kilometer teilgenommen. Meinen Start hielt ich bis zum Wettkampftag offen, da ich abwarten wollte, wie ich mich fühle. Da aber mein Wiedereinstieg nach der dreiwöchigen krankheitsbedingten Laufpause sehr gut verlief, hatte ich da echt Lust darauf. Ich wollte den Lauf als schnelle Trainingseinheit nutzen. Schließlich möchte ich zum Saisonabschluss beim Hockenheimringlauf am 1.11. nochmal mein Bestes geben. Vielleicht komme ich ja doch noch an meine Bestzeit (44:47) ran. Doch dafür muss ich zuvor im Training noch hart arbeiten. Und da laufe ich lieber bei einem Volkslauf um die Ecke mit, als alleine auf der Hausstrecke.

Um 14:30 Uhr habe ich meine Startnummer abgeholt. Start war um 15 Uhr, sodass ich noch genügend Zeit hatte, mich warmzulaufen. Das Wetter war echt genial. Es war keine Wolke am strahlend blauen Himmel zu sehen. In der Sonne war es sogar leicht warm, allerdings im Schatten und während des Laufens war es doch recht kühl. Funktionsunterhemd und Kurzarm-Shirt, sowie Tights und Kompressionsstrümpfe waren meine Wahl, welche sich als ideal herausstellen sollte.

Um 14:55 Uhr begab ich mich zum Start. Das Teilnehmerfeld war überschaubar, was ich aber als sehr angenehm empfand. Die Atmosphäre war locker und gemütlich. Die vor mir liegende Strecke war mir völlig unbekannt. Ich ließ mich einfach mal überraschen. Einzig, dass es 4 Runden à 2.5 Kilometer sein werden, wusste ich. Pünktlich um 15 Uhr erfolgte der Start und ich musste sofort feststellen, dass ich mich aufgrund der engen Streckenführung besser weiter vorne eingeordnet hätte. Egal, nach 150 Metern war das Problem bereits gelöst. Ich wollte den Lauf auf eine Zielzeit von 47:30 angehen, was einem Schnitt von 4:45/km entsprochen hätte. Doch schon früh merkte ich, dass ich mehr wollte und wohl auch konnte. Allerdings wusste ich da noch nicht, dass sich die Strecke noch als etwas hügelig und ein etwas anspruchsvoll herausstellen sollte. Da waren zum Teil echt fiese kurze Steigungen dabei, die spürbar in die Beine gingen. Dennoch versuchte ich das Tempo zu halten. Ich sah den Lauf ja als Trainingseinheit und konnte daher das Risiko eingehen, später eventuell einzubrechen.

Kilometer für Kilometer hielt ich das begonnene Tempo. Lediglich bei Kilometer 7, 8 und 9 wurde ich minimal langsamer. Doch auf dem letzten Kilometer konnte ich dann doch nochmal etwas zulegen und kam mit einer völlig überraschenden 46:24 ins Ziel. Über eine Minute schneller, als ich mir vorgenommen hatte. Dabei war ich beim Ursprungsziel bereits etwas skeptisch. Doch nun wurde es die zweitschnellste Zeit, die ich bisher auf 10 Kilometer gelaufen bin. Und wenn ich noch bedenke, dass die Strecke nicht eben, sondern ein wenig hügelig war, dann wären bei einer flachen Strecke noch ein paar Sekunden weniger drin. Vielleicht geht ja in Hockenheim doch noch etwas. An eine neue PB glaube ich zwar nicht so recht, aber es sieht zumindest nach einer guten Zeit aus. Mal sehen, es war in Ladenburg jedenfalls ein gelungenes Comeback.

Nach dem Lauf trank ich ein paar Schluck am Versorgungsstand und holte meine Sporttasche. Ich wollte nichts riskieren und zog sofort meinen Trainingsanzug an. Dann begab ich mich auch schon auf den Heimweg, da ich noch den Wochenendeinkauf tätigen musste. Der Ladenburger Waldparklauf hat echt Spaß gemacht, da es eine kleine und familiäre Veranstaltung mit einer anspruchsvollen Strecke war. Es gibt zwar ein, zwei Verbesserungspunkte (Vollsperrung für Autos, Entfernen von mobilen Verkehrsschildern auf der Strecke), doch bei kleinen Volksläufen muss nicht alles perfekt sein. Da vier Runden gelaufen werden, sehen die Zuschauer ihren Favoriten öfter, was auch für die Läufer motivierend ist. Alles in allem eine gelungene Laufveranstaltung, die mir u.a. gezeigt hat, wie schön Ladenburg ist.

11 Kommentare zu “Bericht „Ladenburger Waldparklauf“

  1. Frank

    Super !

    Aus Deinem ‚Erlebnis‘ mit der Mandelentzündung läßt sich zumindest für jeden die positive Erfahrung mitnehmen, dass selbst eine mehrwöchige Zwangspause nicht das Ende der (Läufer-)Welt bedeutet und man innerhalb kürzester Zeit zu alter Form zurückfinden kann.

    Und mit diesem prima Lauf läßt sich vermutlich auch die Absage an Frankfurt leichter verschmerzen.

    Glückwunsch, und viele Grüße
    Frank
    http://www.trackmyrun.de

  2. Markus

    Na dann mal herzlichen Glückwunsch. (Zwangs)Pausen als Trainingsstrategie? 😉 Respekt. Irgendwann mal werde ich mir auch solche Zeiten vornehmen… irgendwann mal. Spürst du eigentlich einen Unterschied wenn du mit oder ohne Kompressionsstrümpfen läufst? Ich habe auch welche und mag das Gefühl beim Laufen. Ob es regenerativ was bringt kann ich noch nicht beurteilen, finde aber, dass es auch sehr angenehm ist, wenn man die Strümpfe nach dem Training (wie es ja sein soll) noch ein wenig trägt.

  3. Mario

    Na hey – super!

    Vor dem Wochenendeinkauf noch schnell einen 10er eingeschoben und gleich mal die zweitbeste Zeit gelaufen – was willst’e mehr!? Glückwunsch! Auf diese Form läßt sich doch sofort aufbauen!

    Alles Gute für die nächsten Wochen!

    Grüße aus Köln!
    Mario

  4. Flo

    Christian, da geht noch was in Hockenheim! Wir sehen uns vor dem Start und motivieren uns gegenseitig auf eine neue PB, vllt. trinken wir das Bier mal vor dem Lauf!? 😯

    Bis nächste Woche!

  5. Tobi

    Na man sagt ja, dass eine Trainingspause wunder wirken kann 😆 Super Leistung, das motiviert doch, wenn man so etwas liest!!!

  6. Andreas

    Ja, so ein kleiner, spontaner Wettkampf kann oft viel besser laufen als das große Laufevent, auf das man monatelang hintrainiert hat (wie ich gerade selber beim Lübeck-Marathon feststellen konnte). Glückwunsch!

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