Runalyze – das etwas andere Lauftagebuch

RunalyzeMittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, um als Läufer seine Aktivitäten zu dokumentieren. Allerdings sind dies meist Online-Lösungen, bei denen man in eine Art Community eintreten muss. Offline gibt es nur wenig Alternativen (z.B. Sporttracks). Doch nun haben zwei Läufer ein OpenSource Lauftagebuch programmiert, das sich von der Konkurrenz ein wenig abhebt und alles bietet, was das Läuferherz begehrt. Nicht umsonst lautet das Runalyze-Motto „Von Läufer, für Läufer“.

Doch was genau unterscheidet Runalyze von den anderen Lauftagebüchern?

Bei Runalyze handelt es sich um eine Web-Anwendung, die auf einem Webserver installiert werden muss. Das Ganze kann auch offline geschehen, wenn man sich einen lokalen Webserver (z.B. XAMPP) einrichtet. Dies empfehlen auch die Entwickler, da die Performance und das Handling besser sei. Ich habe es dennoch online installiert (ganz einfach und unkompliziert), kann aber bezüglich den Reaktionszeiten nicht meckern. Außerdem ist das Einrichten eines lokalen Webservers etwas aufwändig.

Die Anwendung an sich bietet so einiges. Konfigurierbare Ansichten (durch zukünftige Plugins erweiterbar), Analyse und Diagramme von Läufen, Prognosen, Rechenspiele (nach der „Laufformel“ von Jack Daniels), Bestzeitdiagramme (als Entwicklungsanalyse), Suchfunktion, Wochen-, Monats- und Jahresübersicht, uvm.

Aber ich möchte gar nicht zu sehr ins Detail gehen, denn zu Runalyze gibt es auch eine Internetpräsenz, wo alles schön mit Screenshots unterstützend erklärt ist. Dort kann man auch nachlesen, wie die Installation erfolgt und wie die ersten Schritte mit Runalyze aussehen. Auch auf Facebook und Twitter ist Runalyze vertreten.

Runalyze ist anders, und zwar auf eine erfrischende Art und Weise. Die Anwendung bietet sehr viele Konfigurationsmöglichkeiten und ist somit nicht nur für Statistik-Freaks interessant. An der ein oder anderen Stelle kann es zwar noch zu Fehlermeldungen kommen, doch diese werden von den Entwicklern behoben. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass es sich um die erste Version der Anwendung handelt. Da ist es normal, dass es noch Kinderkrankheiten gibt bzw. noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Die Entwickler bitten sogar darum, dass Fehler und Wünsche gemeldet werden.

Ein paar Wünsche bzw. Verbesserungsvorschläge habe ich bereits, die ich den Entwicklern auch noch zukommen lassen werde. Dazu gehört u.a. ein Passwortschutz, der vor allem bei einer Online-Installation von großem Nutzen wäre. Zwar kann man dies auch selbst mittels htaccess-Datei machen, aber nicht jeder weiß, wie das geht. Es wäre einfach komfortabler. Auch die Möglichkeit eines Massen-Imports (z.B. Import der History-Datei von Sporttracks) wäre wünschenswert, damit ich all meine bisherigen Läufe nachziehen kann. Im Moment muss ich das meines Wissens einzeln tun. Mal sehen, vielleicht kommt das ja noch alles in der nächsten Version.

Ich finde Runalyze auch schon jetzt in der ersten Version sehr gelungen und werde meine Läufe erst einmal neben Sporttracks nun auch mit Runalyze dokumentieren. Wer sich noch unsicher ist, kann sich auch erst einmal die Demo-Installation anschauen. Aber eigentlich spricht nichts gegen eine eigene Installation, denn Runalyze ist kostenlos! 😀

Homepage von Runalyze: http://runalyze.de/

8 Kommentare zu “Runalyze – das etwas andere Lauftagebuch

  1. -timekiller-

    Hallo,

    bzgl. Installation mag man anfangs vielleicht meinen „ein Lauftool, von ITler für ITler gemacht“ aber so schlimm ist es nicht. Die XAMP Installation geht eigentlich ganz easy. Einzig beim anlegen der Datenbank sollte man kein Kennwort vergeben, denn das wurde bei mir, bei der Runalyze Erst-Initialisierung nicht angenomme. Ohne Datenbank-PW erfolgt die Erstkonfiguration dann aber ohne Probleme.

    Markus von TWNBlog (http://twnblog.de/2012/01/tutorial-so-gehts-runalyze-auf-dem-mac-installieren/) hatte dazu auch einen schönen Beitrag bzgl. Installation auf dem MAC geschrieben. Den Abschnitt über die Konfiguration kann dann auch ein Windoof User gebrauchen.

    Wenn Runalyze erst mal läuft ist alles ganz einfach. Ich bin jedenfalls bisher noch auf keine gravierenden Fehler gestoßen.

    Grüße vom runalyzing -timekiller-

  2. Brennr Autor des Beitrags

    @-timekiller-: Ich hatte auch schon einmal XAMPP auf meinem Rechner installiert, um offline Homepages zu testen, die ich erstellt habe. Damals war es etwas tricky, aber es ging. Gut möglich, dass es inzwischen einfacher geworden ist. Für einen Laien ist es aber dennoch erst einmal eine kleine Hürde, die er zu nehmen hat. Daher werden einige wohl eher auf die Online-Variante ausweichen. Wie bereits erwähnt, fände ich es gut, wenn es hier einen integrierten Passwort-Schutz geben würde. Noch besser wäre es, wenn zwischen Lesezugriff (nicht angemeldet) und Schreibzugriff (angemeldet) unterschieden würde. Kann man sich ja alles mal überlegen. Ansonsten gibt es ja nix zu meckern, im Gegenteil. Tolle Arbeit!

  3. -timekiller-

    Hallo Christian,
    bevor hier der falsche Eindruck entsteht, ich bin auch nur ein „runalyze Anwender“,an der Programmierung bin ich nicht beteiligt. Bzgl. Passwort-Schutz geht momentan nur die von dir schon angesproche .httaccess Variante.
    Was die integrierte Zugangskontrolle anbelangt, kann sicherlich Hannes bzgl. Realisierung und Roadmap eher Auskunft geben.

    Grüße -timekiller-

  4. Eddy

    Danke für Deinen Bericht, Christian: ein wenig schreckt mich noch ab, dass man zur Nutzung einen Server einrichten bzw. intstallieren soll?! Online oder offline?! Böhmische Dörfer für mich als Pur-Anwender… Aber Du hast mich neugierig gemacht und ich schau mir das Portal mal genauer an 😉

  5. Laufhannes

    Christian – vielen Dank für deine ausführliche Meinung!
    Dank der Reichweite deines Blogs bescherst du uns sicherlich neue Interessenten.

    Gute Kritikpunkte hast du auch angesprochen. Zumindest der Import von SportTracks funktioniert aber grundsätzlich, auch wenn die großen Dateien bei einer Online-Version Probleme machen.

    Ein Zugangsschutz ist da aber definitiv eine notwendige Erweiterung.

    @Eddy:
    Wenn dich das zu sehr abschreckt, musst du einfach noch ein klein wenig warten. Es wird definitiv bald auch eine Registrier-Version geben, bei der ihr euch um den Server und seine Einstellungen keine Gedanken mehr machen müsst 🙂

  6. Michael

    Wow, Klasse Tool!
    Gerade die Webserver-Funktion ist für meine Bedürfnisse genial, da ich bis dato die Polar-Software nur auf einem Rechner nutze und diesen nicht immer dabei habe.

    Eine Schnittstelle für die Polar-Daten wäre jetzt noch der pure Luxus! 😉

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