Test: Nike+ SportBand

Nike+ SportBandHeute möchte von meinen Erfahrungen mit dem Nike+ SportBand berichten, welches ich von Nike freundlicherweise zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen habe. Seit meinem Marathon am 24. Mai bin ich ausschließlich mit dem SportBand gelaufen. Daher konnte ich es ausreichend testen und denke, daß es nun an der Zeit ist, ein Fazit zu fassen.

Hier zunächst noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Eigenschaften:

  • Mit dem Sportband kann man sehen, wie die Kilometer vorbeifliegen: Geschwindigkeit, zurückgelegte Strecke, Zeit und Kalorienverbrauch lassen sich abfragen.
  • Material: Verschluss aus Edelstahl, Gehäuse aus Polycarbonat, Armband aus Polyurethan.
  • Auf nikeplus.com kann man seine Läufe protokollieren, seinen Fortschritt messen und Ziele setzen.
  • Überprüfen der Daten von vergangenen Läufen, wöchentliche Statistiken sowie die Gesamtzahl an Meilen/Kilometern.
  • Kleines Display zeigt die Daten, verschiedene Anzeigen sind durch einen Scrollbutton möglich.
  • Im Lieferumfang ist auch der Nike+ Sensor für den Schuh enthalten.
  • Einfache Batterieaufladung über direkte USB-Verbindung für den Computer.
  • Größenverstellbar durch Loch-Klippverschluss.

Display:
Das Display wirkt auf den ersten Blick sehr verspiegelt. Doch ich machte die Erfahrung, daß man es auch bei starker Sonneneinstrahlung noch gut ablesen kann. Das hat mich echt überrascht. Auf den Bildern wirkt es zwar nicht so, aber ich hatte in der Praxis nie Probleme mit dem Ablesen der Daten. Blöd ist nur, daß man bei Läufen über einer Stunde auf dem Display keine Sekunden mehr angezeigt bekommt.

Armband:
Das Armband ist aus Polyurethan, was sehr angenehm zu tragen und zudem sehr robust und pflegeleicht ist. Man kann es nach dem Lauf ganz einfach mit Wasser abspülen, was auch ratsam ist (vorher jedoch bitte den Sensor entfernen). Auf Grund des Loch-Klipp-Verschlusses läßt sich das Armband gut und unkompliziert anpassen.

Funktionen:
Das SportBand zeigt die Daten Strecke, Geschwindigkeit, Zeit und Kalorienverbrauch an, deren Anzeige mit einer länglichen Taste an der Seite schnell und einfach gewechselt werden kann. Mit dem An/Aus-Knopf auf der Oberseite kann auch das Training kurzzeitig unterbrochen und wieder aufgenommen werden. Zudem ist es auch möglich, das SportBand mit mehreren Sensoren zu benutzen. Man muß also nicht ständig einen einzigen Sensor zwischen den verschiedenen Schuhen wechseln, sondern kann mehrere verwenden. Das SportBand kann sich hierbei acht verschiedene Sensoren merken. Natürlich ist keine gleichzeitige Nutzung möglich, da man sonst einen Lauf doppelt aufzeichnen könnte.

Benutzung:
Das SportBand besticht durch seine Einfachheit, ohne dabei billig zu wirken. Zum Starten drückt man drei Sekunden auf den An/Aus-Knopf. Dann wird der Sensor gesucht. Ist dieser gefunden, kann durch einfaches kurzes Drücken des Knopfes der Lauf gestartet werden. Nochmaliges kurzes Drücken des Knopfes unterbricht den Lauf, welcher durch ein erneutes Drücken des Knopfes wieder aufgenommen werden kann. Zum Beenden der Aufzeichnung des Laufes muß man den Knopf drei Sekunden lang gedrückt halten. Anschließend bekommt man alle Daten des Laufes abwechselnd angezeigt. Das SportBand trägt man am besten so, daß das Display auf der Innenseite des Unterarms ist. So kann man das Display besser ablesen und der Empfang der Sensordaten ist optimal, da der Empfänger beim Laufen „Sichtkontakt“ zum Schuh hat.

Software:
Um die aufgezeichneten Läufe auf die Nike+ Seite überspielen zu können, muß man eine spezielle Software installieren, welche dort neben der ausführlichen Bedienungsanleitung kostenlos erhältlich ist. Die Software ist nicht kompliziert und startet nur, wenn man das SportBand per USB mit dem Computer verbindet. Die Läufe werden automatisch synchronisiert. Bei der ersten Benutzung muß man die Daten von seinem bestehenden Nike+ Konto eingeben oder ein neues Konto eröffnen. Leider ist es nicht möglich, die Läufe offline zu betrachten.

Fazit:
Das SportBand ist meines Erachtens ein wirklich gelungenes Produkt. Zum Preis von knapp 60€ erhält man ein komplettes Set (Sensor und Empfänger), mit dem man sofort loslegen kann. Bisher war ein iPod Voraussetzung, um das Nike+ System nutzen zu können. Da kam bei den Kosten schnell das Dreifache zusammen. Hat man bereits einen iPod, so benötigt man nur den Sensor, der knappe 30€ kostet. Möchte man ohne Musik laufen, so ist das SportBand ideal. Man kann nun also selbst wählen, was für einem die beste Lösung ist. Ich persönlich finde das SportBand klasse. Gerade bei Wettkämpfen möchte ich nicht immer mit Musik laufen und dennoch das Nike+ System nutzen. Ich möchte das SportBand nicht mehr missen.

28 Kommentare zu “Test: Nike+ SportBand

  1. Raven

    Da man das Sportband wie beschrieben ohne iPod benutzen kann, habe ich es für meine Frau gekauft. Allerdings haben wir mittlerweile bereits das dritte im Austausch, da bei den ersten beiden das Display einmal nach wenigen Benutzungen defekt war und beim zweiten einige Anzeigelemente vom ersten Tag an nicht funktionierten. Ansonsten kann ich mich hinsichtlich der Beurteilung der einfachen Verwendung nur anschließen. Hoffentlich sind auch hier aller guten Dinge drei. 🙂

  2. Brennr Autor des Beitrags

    @ Raven
    Das ist natürlich ärgerlich. Ich hatte bisher noch keinerlei Probleme und drücke Dir die Daumen, daß das dritte SportBand funktioniert.

    @ markus
    Es zwingt Dich ja keiner dazu. 😉
    Aber ich gebe Dir Recht, GPS hat schon seinen Reiz.

  3. markus

    @Brennr: Ja sicherlich. Aber der Community-Gedanke reizt mich schon. Allerdings ist es ja auch so, dass die Genauigkeit abweicht, oder?

  4. Brennr Autor des Beitrags

    @ markus
    Die Sache mit der Community ist recht witzig und kann manchmal gut motivieren. Die Genauigkeit ist natürlich ein Thema. Es kommt halt darauf an, wie wichtig Dir das ist. Ich habe mit meinem Nike+ meist nur eine maximale Abweichung von 3%. Es kommt zum einen auf die Kalibrierung an und zum anderen, wie konstant Du läufst. Bei einer GPS-Uhr hast Du andere Probleme. Ich habe schon oft gelesen, daß diese Dinger manchmal Empfangsprobleme haben. Und wenn man im Wald läuft, kann es schwierig werden, einen Satelliten zu empfangen. Da ich aber fast immer auf dem freien Feld laufe, würde mich eine „Garmin Forerunner 205“ auch reizen, zumal diese inzwischen recht erschwinglich ist. 🙄

  5. Andreas

    @Christian
    Ich habe die Garmin 305 nun über ein Jahr und hatte nie Empfangsprobleme,
    auch nicht im Wald. Selbst durch einen Tunnel ist kein Problem. Sobald hinter dem Tunnel wieder Empfang ist, wird zwischen den beiden Punkten streckenmäßig interpoliert. Die Abweichung der Strecke insgesamt bei der Garmin liegt übrigens bei ca. 1% – 1,5%. Was beim Halbmarathon also gut 200 Meter sind.

  6. Brennr Autor des Beitrags

    @ Andreas
    Von der Garmin habe ich bisher auch am wenigsten schlechte Kritik gelesen. Das was Du berichtest, hört sich ja mal echt gut an. Hm, in drei Wochen hab ich ja Geburtstag.. 🙄

  7. Hannes

    Ich habe inzwischen ja auch den Forerunner 305 und vor deinem Geburtstag werde ich sicherlich auch noch meinen Testbericht fertigstellen können. Bisher kann ich auf jeden Fall sagen, dass das Ding das hält, was alle versprechen, auch wenn die Abweichung beim ersten Lauf (3.000m auf der Bahn) bei 5 % lag.
    Wenn ich mir so den Bericht zum Nike+ SportBand durchlese, frage ich mich, ob die 305/205 zusätzlich nötig ist, denn das wichtigste, die Distanz-Messung, schaffen scheinbar beide ähnlich gut.

  8. Brennr Autor des Beitrags

    @ Hannes
    Ja, irgendwie schon. 🙄
    Aber es gibt ein paar Gründe, warum ich dennoch gerne die Garmin hätte:
    – Aufzeichnung von neuen Laufstrecken, die ich mir am PC anschauen kann.
    – Alle Informationen auf einem Blick (Zeit, Strecke, Tempo).
    – Virtueller Gegner. Ideal beim Wettkampf, wenn man neue Bestzeit laufen will.

  9. Jens

    So, jetzt melde ich mich auch mal 😉 Zuerst jammer ich rum, dass ich auf den Testbericht gespannt bin und wenn er dann kommt, schreib ich nix 🙄
    Wirklich ein schickes Teil und ich würde mir ernsthaft überlegen, es mir zuzulegen, wenn mittlerweile nicht die Gerüchte lauter werden würden, dass es nike+ bald auch für den iPod Touch gibt. Ich werde mal noch ein bißchen abwarten, mir dann die Features anschauen und dann abwägen, ob ich dafür den doch recht großen Touch mitschleppen werde.

    Ach, kann man das Sportband eigentlich kalibrieren?

  10. Brennr Autor des Beitrags

    @ Jens
    Nur zum Verständnis: Das Sportband ist nur der Empfänger. Kalibrieren kannst Du den Sensor, den Du im Schuh bzw. auf dem Schuh hast. Der Vorgang ist in der Hilfe vom SportBand gut erklärt und bebildert.

  11. S.R. Müller

    Ich habe mir das Sportband gekauft und bin sehr zufrieden. Nun habe ich in euerem Test gelesen es sei möglich mehrere Sensoren zu verwenden. Ich habe zwei Sensoren aber nur einer wird erkannt. Beide sind in verschiedenen von Nike+ dafür vorgesehenen Schuhen, Beide sind neu und ich habe es mit Beiden nach der herkömmlichen Methode probiert. Was mache ich falsch ?

  12. Brennr Autor des Beitrags

    @ S.R.Müller
    Das SportBand kennt zunächst nur den Sensor, der mit dabei war. Um einen weiteren Sensor nutzen zu können, mußt Du ihn dem SportBand bekannt machen. Das funktioniert, wenn Du die Navigationstaste (an der Seite des SportBand) 10 Sekunden lang gedrückt hältst.

  13. Marius

    Könntest du nach deiner Erfahrung was zur Genauigkeit der Werte sagen? Ich habe einiges darüber gehört, dass die Abweichung bei der Strecke schnell mal 10 % betragen kann.

  14. Brennr Autor des Beitrags

    @Marius: Nun ja, die Abweichung kann sehr unterschiedlich sein. Bei meinem ersten Halbmarathon hatte ich eine Abweichung von lediglich 70 Metern. Ich denke, das ist ein super Wert. Es kommt natürlich darauf an, auf welche Geschwindigkeit Du den Sensor kalibirierst. Läufst Du diese dann recht konstant, ist das System ziehmlich genau. Machst Du Intervalltraining, sieht es schon ganz anders aus. Für normale Läufe wirklich ok. Für Wettkampfvorbereitungen dagegen eher nicht. Allerdings gibt es nun eine neue Version des SportBands, welche ich in nächster Zeit testen werde. Angeblich soll dies genauer sein. Ich werde berichten.

  15. josephine

    heut war bich in einem Sportgeschäft und hab mir das kleine feine Ding endlich live angeschaut. Was ich super vorteilhaft finde, ist die Größe und da ich nicht für einen Wettkampf trainiere, reichen mir die Funktionen vollkommen aus. Die Beratung des Verkäufers war mehr als schlecht. Lesen kann ich selber. Könnt ihr mir weiter helfen? Er war der Meinung man braucht ganz dringend und unbedingt einen passenden Nike Schuh dafür(wegen dem Sensor). Ist das wirklich so oder kann ich auch meinen weiterbenutzen? Ich hab eine kleine Tasche am Schuh(zwecks Klemme am Schnürsenkel befestigt-gabs auch mal von Nike), da steck ich eigentlich immer mein Schlüssel rein, also würde da auch prima der Sensor rein passen. Würde es funktionieren auch ohne aktuellen Nike Schuh?

  16. Trigger1978

    Endlich ist es da! Habe 2 Wochen daruf gewartet und nun warte ich!

    ❓ Meine Frage ist, wie kalibriere ich das Teil? Muss ich dann immer im selben Tempo laufen um genaue Werte zu erhalten oder reicht einmal kalibrieren?
    Kann ich den Sonsor auch am Laufband kalibrieren?

    Fragen über Fragen.. 😉

    Hab nix genaues dazu gefunden.

  17. Brennr Autor des Beitrags

    @Trigger1978: Wie man kalibiriert, müsste eigentlich in der Anleitung stehen. Man sagt dem Teil, dass man jetzt 400 Meter läuft. Nach den 400 Metern drückst Du auf Stopp und der Sensor weiß nun, was 400 Meter sind. Natürlich kann es bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten Abweichungen geben. Alternativ kannst Du einen zweiten Sensor anschaffen, den Du dann für ein anderes Tempo kalibrierst. Ob das Kalibrieren auf dem Laufband funktioniert, weiß ich nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass man auf dem Laufband anders läuft (Schrittlänge bzw. -frequenz) und die Kalibirierung dann nur für das Laufen auf dem Laufband geeignet ist. Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.

  18. Getto Albert

    Das Nike-Sportband ist so genau wie Kartenlegen. Schade ums Geld, habe das Band allerdings geschenkt bekommen.Als Uhr ist es dienlich. Software und Schicki-Micki drum herum mag ja viele beeindrucken. Von Genauigkeit kann auch nach dem Kalibrieren keine Rede sein. Ich kann nicht verstehen, was man daran, zumindest zum genaueren Trainieren positives finden kann. Vergleichbar mit einem Schrittzähler des Pfälzer Waldvereins.Ich würde mich freuen, wenn ich diesem Ding noch etwas positives abgewinnen könnte.

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