Viel gewagt, viel verloren

Zufrieden sieht anders ausAm Samstag nahm ich am Halbmarathon in Mannheim teil. Meine Erwartungen waren groß. Ich wollte eine neue persönliche Bestzeit laufen. Hierfür hätte ich unter 1:53’41“ laufen müssen. Ganze 73% der Tipper trauten mir das zu. Ich spekulierte sogar auf eine Sub 1:50. Doch es lief alles ganz anders. Mit enttäuschenden 2:03’43“ kam ich ins Ziel. Somit hat „Landschaftsflitzer“ gewonnen. Bericht zum Lauf folgt noch.

16 Kommentare zu “Viel gewagt, viel verloren

  1. Eddy

    Kann es sein, dass Dich die Blogger-Gemeinde hier ein wenig zu sehr unter Druck gesetzt hat? Ich stelle fest, dass *alle* eine Zielzeit getippt haben, die mehr oder weniger weit unter 2 Stunden liegt.

    Ich finde ja, dass Du angesichts der Wetterlage – und sicher auch der persönlichen Tagesform – mit 1:63:43 (hehe) immer noch ein Spitzen-Ergebnis erzielt hast, zu dem ich Dir hiermit ganz herzlich gratuliere!

  2. Landschaftsflitzer

    Ich muss auch sagen, dass die „Tipper“ alle sehr optimistisch waren. Im Gewinnspielblog hast du davon geschrieben, dass du auf Grund von Verletzungen eine neue Bestzeit nicht erwartest.
    Natürlich hofft man immer auf ein kleines Wunder aber wenn dann auch noch das Wetter alles andere als optimal ist, fällt es um so schwerer. Auch wenn ich das Gewinnspiel gewonnen habe, gehst du als Sieger vom Platz. Schließlich ist nichts wertvoller als die Erfahrungen die man sammeln kann. Und leider gehören dazu auch die schlechten. Kopf hoch und weiter geht’s.
    VG LF

  3. calceola

    Angekommen und darum geht es. Kann sehr gut mitfühlen, vor genau einem Jahr ging es mir exakt genau so. Gut in der Vorbereitung, Verletzung, gut wieder antrainiert, HM in Duisburg ein Desaster…

    Locker bleiben, entspannen und weiter laufen. Sub 1:50 kommt so sicher wie ein neuer Blogeintrag von Dir.

  4. Rarámuri

    Warum machst Du so ’nen Flunsch?

    Sei doch stolz. Du hast wieder einen Halbmarathon bewältigt. Andere schaffen noch nicht einmal die Hälfte davon.

    Natürlich ist man im ersten Moment enttäuscht, doch das sollte Dich nur noch mehr anspornen. Es ist wie immer ‚Trial and Error‘ und beim nächsten Mal, weisst Du wie Du es besser machen kannst. Und wenn es dann wieder nicht klappt, dann versuchst Du es halt noch ein Mal. Die Hoffnung stirb zu letzt.

    Und an der Tippgemeinschaft lässt sich die allgemeine Selbstüberschätzung ablesen. Wir alle neigen heute häufiger dazu uns selbst zu überschätzen. Ich habe da auch bei meinen ersten Wettbewerben Lehrgeld zahlen müssen. Doch irgendwann kann man sich und seine Leistung immer besser einschätzen.

    Also noch einmal herzlichen Glückwunsch zum komplett absolvierten Halbmarathon.

  5. Marek

    Christian, Kopf hoch! Uns geht es momentan ähnlich wie dir. Gut trainiert aber im Wettkampf klappt es einfach nicht so richtig. Ein Finish ist auch ein toller Erfolg!

  6. -timekiller-

    Kopf hoch, dann, wenn Du am wenigsten damit rechnest wirst du Deine PB toppen. Aber ich kann Deinen Frust gut verstehen, 10 Minuten verbummelt, das kratzt am Läufer Ego…
    Jetzt erhol Dich erstmal… Nach dem Lauf ist vor dem Lauf. Das war kein Rückschirtt, Du nimmst nur Anlauf…

    Grüße -timekiller-

  7. RunningDan

    Natürlich schade, dass du deine Bestzeit nicht erreicht hast. Auf der anderen Seite solltest du aber froh sein, einen weiteren Halbmarathon gefinished zu haben. Gratulation dazu.

  8. Ralf

    Theorie und Praxis. Bei meinem Marathon zeigte die Theorie und meiner vorherigen Leistungen auch eher Richtung 3:30 h – ich wollte unter 4 h, Marschtabelle auf 3:53 und was ist es geworden – knapp 4:04 h.
    Trotzdem alles alles Gute zum Finish – das klang vor ein paar Wochen noch ganz anders!

  9. Steffen

    Christian, unter diesen Umständen war einfach nicht mehr drin, kein Grund enttäuscht zu sein, denn, du hast gefinisht, alleine das zählt!
    Also, Kopf hoch und Glückwunsch zum Durchhalten,
    Steffen

  10. Chris

    Gratulation zum Finish. Ich kann dich gut verstehen. Bin gespannt, wie du dein Rennen gelaufen bist (Einteilung).

    Der nächste Erfolg kommt bestimmt. Wenn man länger darauf warten musst, macht er auch mehr Freude…

    @Eddy: 1:63:43 – das sieht toll aus! 😛

  11. Marco

    So Christian jetzt mal Tacheles. 🙂
    1.) du hast dich hier mit der Tipperei ziemlich unter Druck setzen lassen, fast alle hatten eine Grandiose Zielzeit getippt. Ich habe das lieber nicht mitgemacht weil ich sowas nicht mag. Aber ist ja meine Meinung.
    2.) schau dir mal dein Training in 2011 an. Na merkst du was!!! Der Jahresumfang ist einfach viel zu gering gewesen um bei solchen Wetterverhältnissen auch noch Bestzeit zu laufen. Dir haben wenigstens 350 Kilometer gefehlt und einige Tempoläufe.
    3.) Glückwunsch zum Finish, jeder Wettbewerb der ins Ziel gebracht wird ist ein persönlicher Erfolg. Ich finde es Klasse das du es trotzdem durchgezogen hast.

    Lass dich demnächst nicht auf solche Spielereien ein und lauf einfach. Ok das ist dein Faible hier im Web aber versuch es doch einfach mal andersrum. 😉
    Erst Bestzeit – dann posten.

    LG
    Marco

  12. Henrik

    Ich kann gut nachfühlen, wie bitter es ist, die Grenzen aufgezeigt zu bekommen. Schau dir nochmal die Blogposts vom Winter an – da war nicht mal sicher, ob du überhaupt weiter laufen kannst. Ich weiß, wenn die Ansprüche höher sind, kann man sich nicht richtig über das Ergebnis freuen. Aber die Bedingungen und dazu der Trainingsrückstand: es passt alles zusammen. Weitermachen!

  13. Marion

    Vor vielen Jahren gab es mal eine Fernsehsendung mit dem Titel „Hart trainiert und doch verloren“. Sowas passiert, und ich weiß aus eigener, leidvoller Erfahrung, wie das ist, wenn die eigenen Erwartungen und zudem noch die von anderen enttäuscht werden. Aber im Leistungssport liegen Sieg und Niederlage so dich beieinander wie in wenigen anderen Situationen.
    Mentale Stärke gehört zum Sport ebenso dazu wie das richtige Training. Und gerade mental starke Sportler geben zu, dass sie aus ihren Niederlagen am meisten gelernt haben – so schmerzhaft diese natürlich auch für sie waren. Ein Beispiel ist der österreichische Skispringer Thomas Morgenstern, der ja die letzte Saison dominiert hat, vorher aber durch einige tiefe Täler gehen musste.

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