Rückblick 2019 & Ausblick 2020

Medaillen 2019Inzwischen haben wir bereits Februar und ich habe erst jetzt meinen Rückblick auf das vergangene Laufjahr veröffentlicht bekommen. Ich hatte sogar überlegt, ob es sich dieses Mal überhaupt lohnen würde. So richtig prickelnd verlief es nämlich nicht. Und meine Ziele erreichte ich erst recht nicht. Aber solche Laufjahre gibt es halt auch und letztendlich waren trotzdem ein paar schöne Momente dabei. Diese möchte ich kurz zusammenfassen und auch einen Ausblick auf das neue Jahr geben, wenngleich das etwas schwierig ist.

10er, Volks- & sonstige Läufe
Nachdem ich beim Bienwald Halbmarathon nicht starten konnte (dort lief ich 2018 meine PB), „klapperte“ ich zunächst drei 10km-Läufe ab, um in die Saison zu kommen. Heini-Langlotz-Lauf in Brühl, Mannheimer Brückenlauf und Soprema NeckarRun. Aber so richtig gut lief es nicht. Es kam eine 44:35 als beste Zeit heraus. Weit weg von dem, was ich mir erhofft und vorgenommen hatte. Mein Training war aber auch qualitativ nicht gut genug, um bessere Zeiten zu erreichen. Dennoch machte es wieder Spaß, an den kleinen Laufveranstaltungen vor Ort teilzunehmen. Beim Treppenlauf meines Arbeitgebers konnte ich den 2. Platz erreichen. Mit etwas Training und wenigier Kilos wäre auch der 1. Platz möglich gewesen. Der Karlsternlauf war sher schön, auch wenn es im Wald bei den hohen Temperaturen doch recht schwül war. Doch für diese Medaille hat sich die Quälerei gelohnt.

Wings for life app run
Anfang Mai fand erneut der „Wings For Life World Run“ statt. Ich hatte spontan entschlossen, per App mitzumachen. Und natürlich kam es, wie es kommen musste. Ich lief viel schneller, als geplant. Vor allem am Ende drückte ich nochmal richtig auf die Tube, um den letzten Kilometer vollzumachen. Im Schlusssprint schaffte ich somit ganze 27 Kilometer. Der Lauf gegen das Catcher-Car im Ohr machte richtig Laune.

Mannheim Halbmarathon
Vielleicht lag es langen Tempolauf eine Woche zuvor, der Halbe in Mannheim lief jedenfalls überraschend gut. Schon mehrfach hatte ich versucht unter 1:40 ins Ziel zu kommen, bin jedoch immer gescheitert. Meist wegen (für mich) zu warmen Temperaturen. Doch dieses Mal hat es geklappt. Mit einer 1:39:06 kam ich ins Ziel und unterbot mein Vorhaben.
 

Kerwelauf Wilhelmsfeld
Noch überraschender verlief meine Halbmarathon-Teilnahme am Kerwelauf in Wilhelmsfeld. Ich lief zwar „nur“ eine 1:44:57, doch die Strecke hatte auch 500 Höhenmeter. Also mehr als der Heidelberg Halbmarathon und da kam ich bisher noch nicht unter eine 1:45. Ich lief dort zum ersten Mal und neue Strecken haben einfach was.
 

TrailCup
Im Jahr zuvor hatte ich bei der Siegerehrung Startplätze für alle Läufe des TrailCups 2019 gewonnen. Die Distanz durfte ich mir aussuchen. Ursprünglich hatte ich vor, bei der Long Distance Wertung anzutreten. Doch daraus wurde mangels langer Trainingsläufe nichts. Ich startete auf den kurzen Distanzen und das war auch besser so. Lediglich beim Pfalztrail entschied ich mich für den etwas längeren Quartertrail mit 16km und auch das war die richtige Entscheidung, weil echt schön. Der Himmelsleitertrail war dieses Mal richtig hart. Kalt, Dauerregen und somit sehr schwierige Bedingungen. Mit dem abschließenden Strahlenburgtrail sicherte ich mir dann die Aufnahme in der Kurzdistanz-Wertung. Vielleicht klappt es irgendwann mal mit der Langdistanz.

Achillodynie
Jährlich grüßt das Murmeltier. Fast schon pünktlich, Ende Herbst / Anfang Winter, meldete sich wieder meine Achillessehne. Erst nur leicht, dann aber so schmerzhaft, dass ich einen Lauf abbrechen musste. Ich lief weniger, kürzer und langsamer. Es nützte nichts. Ich musste eine Laufpause einlegen. Diese dauert bis jetzt an. Ein Besuch beim Arzt bestätigte das Ganze. Die Sehne ist stark entzündet. Mal wieder suche ich nach einer Lösung, wie ich die Entzündung wegbekomme. Aber sie braucht wohl einfach Zeit und danach muss ich mal die Ursache beheben. Vielleicht muss ich meinen Laufstil umstellen. Auf Dauer sind Laufpausen keine Lösung, denn die Entzündung soll nicht chronisch werden.

Radsaison
Da ich ja stolzer Besitzer eines Rennrades bin, gab es im letzten Jahr auch die ersten Radtouren. Ich war nicht sehr oft unterwegs. Das lag unter anderem daran, weil ich mich auf Laufwettkämpfe vorbereitet hatte. Dennoch waren ein paar schöne Ausfahrten dabei. Allerdings merkte ich schnell, dass ich auch auf zwei Rädern keine Bergziege bin. Mir kam der Aufstieg zum Königstuhl sogar schwerer vor, als zu Fuß. Dafür waren die Abfahrten mit teilweise über 70 km/h umso schöner. Dieses Jahr werden es wohl mehr Ausfahrten geben. Vor allem wenn die Achillessehne weiter meckert.

Ausblick 2020
Ich war Ende 2019 total motiviert und hatte viel vor. Ich wollte 2020 nochmal richtig angreifen und krachen lassen. Die Euphorie ist nun erst einmal etwas gedämpft, aber meine Ziele möchte ich noch nicht abschreiben. Das Jahr ist noch lang.

Normalerweise hätte ich das Laufjahr wahrscheinlich mit der Winterlaufserie in Rheinzabern begonnen. Spätestens zum Frankfurt Halbmarathon bzw. Bienwaldmarathon wäre ich im Wettkampfmodus gewesen. Aber danach sieht es aktuell gar nicht aus. Dann kämen wieder Heidelberg und Mannheim Marathon. Mal sehen.

Fix ist auf jeden Fall der Radklassiker Eschborn – Frankfurt. Mein erstes Radrennen. Ich habe mich auf die kurze Distanz mit 40km und wenig Höhenmetern angemeldet. Wenn ich mal etwas erfahrener bin, dann gehe ich auch mal auf die langen Distanzen an. Ich freue mich schon jetzt auf diese neue Erfahrung.

Im Juni möchte ich eigentlich erneut beim Basetrail des ZUT starten. Angemeldet bin ich zwar, aber ich muss abwarten, ob ich mich vernünftig vorbereiten kann. Hängt alles von meiner Achillessehne ab. Wäre schön, wenn es klappen würde, denn das war 2018 ein richtig tolles Erlebnis.

Ein weiteres großes Saisonziel wäre der Frankfurt Marathon im Oktober. Dort möchte ich gerne meine PB angreifen und sie sogar deutlich unterbieten. Mit dieser PB (3:37) bin ich nämlich so gar nicht zufrieden. Aber wie schon gesagt, ich muss abwarten, wie sich meine Sehne erholt.

Ich werde dieses Jahr nichts erzwingen. Was geht, geht. Wenn nicht, dann ist es halt so. Vielleicht wird es auch Radjahr. Hauptsache ich kann mich auspowern und habe einen Ausgleich zu meinem Alltag. Denn jetzt, nach einem Monat Laufpause, merke ich erst, wie sehr mir das Laufen fehlt. Sich draußen bewegen, für sich sein, in Ruhe, abschalten. So wichtig.

Radfahren im Dunkeln und bei Regen muss nicht sein. Nicht weil ich ein Weichei bin, sondern weil es mir zu gefährlich ist. Deswegen habe ich mir eine Rolle zugelegt. Ich muss mich erst einmal daran gewöhnen. Lange Fahrten sind noch nicht so meins. Mein Sitzfleisch ist noch nicht abgehärtet. Aber immerhin kann ich was machen. Muss ich auch, denn während meine sportlichen Betätigungen nach unten gingen, ging mein Gewicht hoch. Einfach weitermachen. Es kann nur besser werden.

Ein Kommentar zu “Rückblick 2019 & Ausblick 2020

  1. Niederhaus Alexander

    Ich finde gut was du machst. Auch wenn man nicht so viel Zeit hat. Den Sport hält uns Fit verleiht Stärke und Selbstbewusstsein. Man ist stolz auf sich auch wenn es nicht so alles klapt wie mit 20.
    Mach weiter so , wünsche dir viel Erfolg im Sport und in der Familie.
    Grüße Alex

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