Der Fluch von Mannheim

Mannheim 2009 ohne michIrgendwie will es mit mir und Mannheim nicht so recht klappen. Letztes Jahr das Drama bei meinem Marathon-Debüt und dieses Jahr konnte ich erst gar nicht am lang geplanten Halbmarathon teilnehmen. Grund hierfür waren meine geröteten Mandeln. Ich musste Penicillin nehmen und war lange unentschlossen, ob ich laufen soll. Letztendlich habe ich mich dagegen entschieden. Zwar bekam ich von Arzt und Apotheker das ok (sofern ich beschwerdefrei bin und langsam laufe), aber ich hatte zu sehr Angst, dass sich mein Herzmuskeln entzündet. Heute Mittag stellte ich dann plötzlich fest, dass ich einen Ausschlag an beiden Füßen hatte. Möglicherweise eine Penicillin-Allergie. Noch ein Grund, es zu sein zu lassen.

Wäre das nicht schon alles blöd genug gewesen, kam auch noch hinzu, dass ich den Bambinilauf verpasste. Ich hatte ja meinen Sohn angemeldet und wir beide freuten uns sehr darauf. Leider hatte ich mich verlesen und dachte, der Start wäre 17:30 Uhr. Er war jedoch um 17:00 Uhr und als ich dies feststellte, musste ich mich sehr beeilen. Und dann kam, wie es kommen musste. Stau. Straßen gesperrt. Ich kam nicht rechtzeitig hin. Doch ich wollte trotzdem mit meinem Sohn hin. Wir liefen zum Wasserturm und ich machte ihm seine Startnummer an sein Shirt. Er war sehr stolz darauf. Dann liefen wir gemeinsam an der Absperrung 100-200 Meter parallel zum Mini-Marathon (einem Lauf für größere Kinder) bis zum Ziel. Letztendlich bekam er doch noch seine Medaille und seine Urkunde (er trug die Medaille bis er ins Bett ging. 😀 ). Es war mich wichtig, dass wir doch noch zusammen laufen konnten. Danach ging ich mit ihm nach Hause.

Leider verlief insgesamt alles so chaotisch, dass ich mich nicht mit Benjamin und Daniel treffen konnte. Dabei hatte ich mich so sehr auf ein gemeinsames Bier mit ihnen gefreut. Tut mir echt leid, Jungs. Mannheim meint es irgendwie nicht gut mit mir. Ich hoffe, ihr hattet mehr Glück.

Es fiel mir nicht leicht, auf meine Teilnahme zu verzichten. Aber es war wohl besser so. Dass es dann mit dem Bambinilauf nicht so recht klappte, ärgerte mich fast noch mehr. Letztendlich verlief der ganze Tag nicht so, wie ich ihn mir noch vor einer Woche vorgestellt hatte. Aber so ist das manchmal. Leider. Vielleicht kann ich nächstes Jahr den Fluch ablegen. 😐

5 Kommentare zu “Der Fluch von Mannheim

  1. markus

    Schade, aber eine gute Entscheidung deine Gesundheit nicht einfach so auf’s Spiel zu setzen!

    Kann mir schon vorstellen wie stolz dein Sohn gewesen ist, ich hoffe das entschädigt dann doch ein wenig! 🙂

  2. Henrik

    Das war eine sehr vernünftige Entscheidung nicht zu laufen. Wie man auf Antibiotika einen Halbmarathon absolvieren soll, ist mir rätselhaft, das würde ich niemals tun. Aber ich kann nachfühlen, wie schwer man sich zu einer Absage durchringen kann. Ein schönes Erfolgserlebnis gab es ja dann doch noch :-).

  3. SLotte

    Hallo Christian,

    auf diesem Wege alles Gute von mir. Mein Lauf am Sonntag lief auch nicht so gut. Habe aber auf den letzten Kilometer meinen Kleenen im Jogger mit ins Ziel ins Olympiastadion mitgenommen. Er hat sich auch sehr gefreut, als ihm eine Medaille umgehangen wurde. Bilder folgen auf meiner Seite.

  4. Brennr Autor des Beitrags

    @Torsten: Das stimmt. Es war echt schön, wie er sich gefreut hat.

    @markus: Auch wenn selbst da nicht alles rund lief, entschädigte seine Freude so einiges.

    @Henrik: Bei diesem Penicillin gab es keine Bedenken Sport zu treiben. Einzig Kreislaufprobleme hätten auftreten können, wenn ich es zu sehr übertrieben hätte. Dennoch ist es bedenklich, bei Medikamenteneinnahme Sport zu treiben.

    @SLotte: Selbst wenn Dein Lauf nicht optimal verlief, war Dein Zieleinlauf mit Jogger sicher super. Hab das Video gesehen.

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