TrailCup 2018

Himmelsleiter Trail 2018 (Foto von @ffreundt)Inzwischen zum dritten Mal fand Mitte September bis Ende Oktober der TrailCup in der Rhein-Neckar-Region statt. Zur Wertung gehören die drei Veranstaltungen „PfalzTrail“ im Leiningerland, der „Trail Marathon“ in Heidelberg, sowie der „Strahlenburgtrail“ in Schriesheim. Man kann dabei zwischen den Wertungen „Short Distance“ und „Long Distance“ wählen. Um in die Cup-Wertung zu kommen, muss man an 2 von 3 Läufen teilgenommen haben. Ich war natürlich wieder dabei, da ich die Trail-Läufe als eine schöne Abwechslung zum Straßenlauf empfinde und sie echt Spaß machen. Allerdings war meine Teilnahme lange Zeit unsicher, da ich den kompletten August aufgrund einer Plantarfasciitis pausieren musste.

Himmelsleiter Trail
Himmelsleiter Trail 2018Dieses Jahr fand der Trail Marathon Heidelberg deutlich früher als sonst statt. Das kam mir aus oben bereits genannten Gründen nicht so gelegen. Doch beim Himmelsleiter Trail war ich von der ersten Austragung an immer dabei und die schöne Medaille wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich war gerade erst eine Woche wieder im langsamen Lauftraining und die 9 Kilometer mit knapp 450 Höhenmetern läuft man nicht unbedingt einfach so mit links.
Ich reihte mich beim Start ganz hinten ein und ging es gemächlich an. Ich wusste ja auch nicht, ob meine Plantarsehne von der Steigung und dem Gefälle begeistert sein wird. Bis zur Himmelsleiter lief ich sehr konstant und aufgrund der vielen Läufer war dann eh erste einmal nur Gehen angesagt. Aber ich hatte ja keinen Zeitdruck, denn ankommen war das Ziel. Trotzdem war es eine schöne Quälerei, bis ich das Ende der Natursteintreppe erreichte.

Auch bergab ging ich es deutlich verhaltener als sonst an. Die Kräfte beim Aufkommen sind enorm und ich wollte meinen Fuß schonen. Plätze verlor ich hierbei jedoch keine, sondern machte eher noch welche gut. Allerdings machte sich die mangelnde Vorbereitung in der Muskulatur schmerzhaft bemerkbar. Irgendwann wollte ich nur noch ins Ziel kommen. Unglaublich, drei Monate zuvor bin ich ja den Basetrail beim ZUT gelaufen, der um ein Vielfaches anspruchsvoller und härter war.

Das Rennen auf der Straße vom Schloss runter in die Altstadt machte die Situation nicht wirklich besser. Dennoch ließ ich mich auf den letzten 200-300 Metern auf einen kleinen Zielsprint ein. Das ist einfach in den Genen und kann ich nicht unterdrücken. ;-) Mit 1:09:30 war ich natürlich deutlich langsamer, als das Jahr zuvor, aber die Zeit war ja eh sekundär. Im Ziel nahm ich meine Medaille entgegen und war stolz & froh, die erste Wertung in der Tasche zu haben.

PfalzTrail
Aron - 12 Tore!An dieser Veranstaltung nahm ich bisher leider nur ein Mal teil, obwohl sie echt schön ist. Das Problem für mich ist halt, dass das Leiningerland nicht direkt vor der Haustür liegt und die Veranstaltung zudem samstags stattfindet. Samstags spielen meine Jungs nunmal auch Fußball und da möchte ich dabei sein. Daher verzichtete ich auf einen Start. So konnte ich zum Glück die 12(!) Tore meines Jüngsten sehen. Ich hätte mich sehr geärgert, wenn ich dies verpasst hätte. Da fällt es natürlich leicht, auf einen Lauf zu verzichten.

Strahlenburgtrail
Strahlenburg 2018Den Abschluss der TrailCup-Serie bildete der von der lokalen Laufgröße Christian Alles organisierte Strahlenburgtrail in Schriesheim. Da ich beim PfalzTrail nicht am Start war, war eine Teilnahme Pflicht, um die TrailCup-Wertung zu kommen. Viel besser in Form, als beim Himmelsleiter Trail, war ich allerdings noch nicht. Daher galt auch hier wieder die Devise, den Lauf lediglich ins Ziel zu bringen.

Manch Untrainiertem würde alleine der Aufstieg zum Start bei der Strahlenburg bereits als Sport reichen. Ich ging entspannt hoch, holte meine Startnummer und lief mich kurz warm. Das Wetter war perfekt und ich freute mich auf den Lauf. Wohlwissend, was mich vor allem auf den ersten zwei Kilometern erwarten wird.

Ich reihte mich erneut weiter hinten im Startfeld ein und ging es nach dem Startschuss ruhig an. Einfach konstant ohne zu überpacen hochkommen. Hier und da gab es dennoch Abschnitte, an denen ich gehen musste. Wo es für mich möglich war, versuchte ich zu laufen. Bergab übertrieb ich es jedoch nicht. Meine Zeit vom Vorjahr war eh bereits in weiter Ferne.

Nach vier Kilometern ging es eigentlich fast nur noch bergab und ich versuchte den einen oder anderen Platz gut zu machen. Zum Schluss ließ ich es dann doch noch recht ordentlich rollen und kam nach 43:34 zufrieden ins Ziel. Mein Minimalziel hatte ich erreicht, ich bin in der TrailCup-Wertung. Darauf ein Bier und eine Fruchtgummischlange. :-)

TrailCup-Siegerehrung
TrailCup 2018Anfang November fand bei engelhorn sports in Mannheim die Siegerehrung statt. Nach etwas Stress mit der Bahn kam ich gerade noch rechtzeitig, holte meinen Teilnehmer-Hoddie ab und warf mein Los für die Sonderpreise in die Box. Dann holte ich mir noch schnell eine Brezel & eine Apfelschorle und ging zur Siegerehrung.

Nachdem die Läuferinnen und Läufer geehrt wurden, die auf den Podestplätzen landeten, wurden im Anschluss die Sonderpreise ausgelost. Und tatsächlich, auch dieses Mal war ich unter den glücklichen Gewinnern. Ich gewann einen Startplatz für den TrailCup 2019 für alle drei Läufe. Distanz (kurz oder lang) ist frei wählbar. Es war mir schon etwas unangenehm zur Bühne zu gehen, zumal die Salomon-Vertreterin ins Mikro sagte „Den kenn ich sogar persönlich. Der war beim ZUT dabei.“ und auch Florian Neuschwander meinte „Hast Du nicht letztes Jahr Schuhe gewonnen?“.

Ich hatte das Gefühl, dass nicht jeder unter den Teilnehmern mir den Gewinn gönnte. Aber hey, ich nehme jedes Jahr teil und bin bei der Siegerehrung anwesend. Und die Auslosung erfolgt live. Also alles regulär. Ich hatte einfach Glück. Muss ich mir deswegen einen Kopf machen? Nö. Und wenn ich sehe, wie relativ wenige Lose in der Box waren, dann kann ich jedem nur sagen, sei auch nächstes Jahr wieder dabei. Ich kann nicht immer Glück haben. ;-)

Wie auch immer, die Saisonplanung für 2019 hat auf einen Schlag erste Formen angenommen. Ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich nächstes Jahr nicht „long distance“ mache. Das wären beim PfalzTrail 32,7 Kilometer mit 880 Höhenmetern, beim Trail Marathon Heidelberg 30 Kilometer mit 1.000 Höhenmetern und beim Strahlenburgtrail „nur“ 15,2 Kilometer mit 700 Höhenmetern. Das wäre insgesamt schon recht ordentlich, zumal die Veranstaltungen zeitlich nicht so weit auseinander liegen. Mal sehen, reizen würde es mich schon.

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